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Optik-Allrounder: Die SIG Sauer P226 X-Five Allround Optics im Kaliber 9 mm Luger im Test

Die SIG Sauer P226 X-Five Allround Optics in zerlegtem Zustand.
Das Innere nach außen: SIG-Sauer-typisch Verriegelung und Laufsteuerung, P226-
gemäß das Hybridsystem mit SA und DA sowie Außenhahn und Entspannhebel. V.o.:
Schlitten, Lauf, Vorholfederset, Schlitten mit Refl exvisier, daneben das Magazin.

Schon der Name der Waffe will dem Benutzer sagen: Hier gibt es ab Werk ein fix und fertig zum Benutzen montiertes optisches Reflexvisier, zu finden im hinteren Schlittenbereich der jeweiligen Pistole. In diesem Fall handelt es sich um das hauseigene Modell Romeo1 (der Name ist ein Rückgriff aufs militärische NATO-Alphabet, das "R" eben mit "Romeo" bezeichnet). Das optische Gerät kam mit einem Rotpunkt von 3 MOA und einer einstellbaren Lichtstärke. Derlei steht aktuell in voller Blüte, zunehmend bei Sportschützen, in den USA auch bei Polizisten.

Wie präsentiert sich die X-Five Allround Optics?

Rein äußerlich gab es SIG Sauer P226 X-Five Allround Optics das für SIG Sauer-Sportpistolen der X-Five-/X-Six-/X-Short-Reihe fast schon standardmäßige Stainless-Steel-Material, beschalt mit grau-schwarzem Schichtholz (teillackiert und teilpunziert). Dazu kam das Werk-gemäße Browning-Petter-SIG-System von Laufblock und offener Steuerkulisse. Ebenso typisch für den Hersteller auch das Arrangement von Sicherung und Schlittenfang. Letztgenannter sitzt nämlich hinten, die Sicherung hingegen davor – sie bewegt sich in einer Kurvenbahn abwärts und fungiert dabei als Entspannhebel.

Die SIG Sauer P226 X-Five Allround Production Optics im Detail:

Modell:
SIG Sauer P226 X-Five Allround Production Optics
Preis:
2.659,- Euro                                                               
Kaliber: 9 mm Luger
Kapazität:
17 + 1 Patronen
Lauflänge:
127 mm
Maße (LxBxH):
229 x 36 x 159 mm
Abzugsgewicht:
DA: 4.200 g / SA: 1.700g
Gewicht:
1.212 g
Ausführung:
Ganzmetall-Pistole mit außenliegendem Hahn-Element, SA-/DA-Abzug, vormontiertes Romeo1-Visier.
Der hintere Teil mit dem Sight vom Typ Romeo1 der SIG Sauer P226 X-Five Allround Optics.
Das Romeo1-Reflexvisier bietet den
Vorteil einer integrierten Kimme, um
auch batterielos zielen zu können.

Der Allrounder der X-Serie in 9mm im Test

Bei der Bewertung kamen 2 Prüfabschnitte ohne Punktverlust davon. Zum einen schoss sich die Pistole nicht nur wunderbar angenehm, sondern auch ohne jegliche Störung oder sonstige Beeinträchtigung von Repetierablauf und Sicherheit (-0 P.). Zum anderen ist da das Reflexvisier Romeo1. Dessen Rotpunkt ermöglichte vom Start weg auch darin Ungeübten präzises Zielen. Namentlich solchen mit alten Augen, die mit der offenen Visierung über die übliche Kurzwaffendistanz von 25 m so ihre leidigen Probleme haben. Und sollte die Energiequelle mal leer sein, macht das auch nichts: Das Rotpunktvisier Romeo1 wartet mit einer integrierten Kimme auf, über die sich, gleichsam durchs Glas der Linse hindurch, wie gewohnt über Kimme und Korn zielen lässt. Zudem stört das Romeo1 nicht, wenn man die Pistole zum Spannen am Schlittenheck ergreift, das Gerät ist relativ bündig zu den Schlittenflanken eingepasst (-0 P.). Abzüge gab es beim Prüfschritt der Abzugscharakteristik. Zwar wartete der Single-Action-Abzug mit einem Wert von 1.700 g auf und kam so trocken auf den Punkt justiert wie der Wodka-Martini von James Bond: klasse.

Die Mündungspartie der SIG Sauer P226 X-Five Allround Optics.
Vorn drauf thront ein seitlich versetz-
bares Balkenkorn, das zur Abschattung
hinterschnitten daherkommt.

Aber beim druckpunktlos brechenden Double-Action-Abzug registrierten Tast- und Gehörsinn dann ein leichtes Schaben (-1 P.). Ein Zähler ging beim Check des Abzug-Griff-Designs flöten. Die Holzgriffschalen waren angenehm zu greifen, aber doch glatt, auch arbeiteten sie minimal im Feuer (-1 P.). Ebenfalls ins Minus gingen die Bedienelemente, da sie samt und sonders nur für den Rechtshänder zugänglich waren (-3 P.) – an ihrem Bedienkomfort und an ihrer Zugänglichkeit gab es ansonsten nichts zu bemängeln. Und bis auf ein paar fast schon vernachlässigbare Herstellungsspuren ließ sich die Verarbeitung der P226 X-Five Allround Production Optics nur preisen (-1 P.). Auf dem Schießstand ließ die norddeutsche Waffe nichts anbrennen. Mit den leichten Patronen Sellier & Bellot lieferte sie einen Streukreis-Durchmesser von 32 mm: Ihr bestes und nachgerade erstklassiges Ergebnis (-2 P.).

Übersicht: Hier konnte die HS Produkt Optikpistole punkten

Bewertung Punkte
Präzision (max. 50 Punkte) 
48 Punkte
Repetierablauf/Sicherheit (max. 10 P.)
10 Punkte
Abzugscharakteristik (max. 10 P.) 9 Punkte
Abzug-Griff-Design (max. 5 P.) 
4 Punkte
Bedienelemente (max. 10 P.) 
7 Punkte
Visierung (max. 5 P.) 
5 Punkte
Verarbeitung (max. 10 P.) 
9 Punkte
Gesamtpunktzahl (max. 100 P.) 
93 Punkte
Testurteil 
Ausgezeichnet
Prädikate 
6 von 6

Das Fazit zur SIG Sauer P226 X-Five Allround Production Optics

Es handelt sich um eine erstklassige Sportpistole mit hervorragender Zieleinrichtung . Und man darf darauf gespannt sein, ob die Kombination von Pistole mit Reflexvisier ab Werk in zehn Jahren beim Großkalibersport tonangebend sein wird. Die Testwaffe kam im Koffer mit Ersatzmagazin.

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