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WFSA: Vollversammlung 2014 in Nürnberg

Das WORLD FORUM ON SHOOTING ACTIVITIES hat am 6. März 2014, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung eine Vollversammlung im Nürnberger Messezentrum abgehalten.

08.03.2014 - IWA 2014 / Das WORLD FORUM ON SHOOTING ACTIVITIES (WFSA) hat am 6. März 2014, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der IWA, eine Vollversammlung im Nürnberger Messezentrum abgehalten.

Pierangelo Tendas
WFSA - die “internationale Stimme des Schiessportes” ist eine international anerkannte Organisation, die nicht politisch aktiv ist.
WFSA - die “internationale Stimme des Schiessportes” ist eine international anerkannte Organisation, die nicht politisch aktiv ist.

Das 1996 in Belgien gegründete WORLD FORUM ON SHOOTING ACTIVITES, kurz WFSA, ist eine international anerkannte Organisation, die politisch aktiv ist, um die Rechte von Waffenbesitzern zu schützen und zu stärken. Das WFSA setzt sich aus 51 nationalen Organisationen zusammen. Darunter Jäger, Sportschützen, Waffenbesitzer, Waffensammler und Mitglieder aus der Industrie. Als eine der wenigen Organisationen, die sich für die Rechte von Waffenbesitzern stark macht, hat sie bisher vor allen fünf Komitees der UN-Generalversammlung gesprochen.

Die Aufgabe des WFSA ist klar gesteckt: Millionen von Waffenbesitzern eine Stimme vor nationalen und internationalen Organisationen verleihen, die die Welt verändern können.

Dank der Arbeit mehrerer europäischer WFSA-Mitglieder hielt das WORLD FORUM ON SHOOTING ACTIVITIES seine Vollversammlung in diesem Jahr an einem der wichtigsten Orte für alle Waffenbesitzer ab: im Nürnberger Messezentrum. Der ideale Ort, bedenkt man, dass die IWA & OutdoorClassics dort seit über 40 Jahren in den Ausstellungshallen stattfindet. 

 

In diesem Jahr standen drei große Themen auf der Tagesordnung:

  1. „Bleihaltige und bleifreie Munition bei der Jagd: eine deutsche Herangehensweise an ein komplexes Problem“
  2. „Geschlechtsbarrieren durchbrechen“ 
  3. „Eine Übersicht über die Aktivitäten der Vereinten Nationen soweit sie Waffen betreffen“

1. "Bleihaltige und bleifreie Munition bei der Jagd: eine deutsche Herangehensweise an ein komplexes Prolem"

Das Thema "Bleifrei" spielt eine immer wichtigere Rolle in Deutschland. Grund genug, um sich anzusehen, welchen Standpunkt das WFSA vertritt. Wir stellen fest, trotz des großen Diskussionsbedarfs gab es nicht viel Neues.

Dr. Alex Heider, Sprecher des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, konnte zwar über den aktuellen Stand in Deutschland, Europa und einigen anderen Ländern berichtern, der Stand der Wissenschaft hat sich aber nicht wirklich geändert. Einige der deutschen Bundesländer versuchen derzeit, ein generelles Verbot von bleihaltiger Jagdmunition einzuführen, Mecklenburg-Vorpommern gilt als Vorreiter diese Vorhabens.
Europaweit wurden bereits Verbote für spezielle Munitions-Sorten unter spezifischen jadglichen Gegebenheiten verhängt, so z.B. ein Verbot von Bleischroten bei der Jagd in Feuchtgebieten und auch in den USA sind Bleischrote bei Wasservogeljagd nichts Ungewöhnliches. In Deutschland ist das schon gang und gäbe. Dr. Heider kritisierte die Annahme eines kausalen Zusammenhangs zwischen der Verwendung von herkömmlicher Bleimunition und der jährlich durchschnittlich steigenden Menge an Blei, die ein Mensch durch den Verzehr von Wildbret aufnimmt. Diese Hypothese wird seit 2011 als Fakt hingenommen, jedoch existiert bis dato keine verlässliche Studie, die dies belegt. Somit können auch keine Rückschlüsse darüber gezogen werden, inwieweit die Bleibelastung der Umwelt auf die Verwendung von bleihaltiger Munition zurückzuführen ist.
Man war sich im Plenum einig, dass nicht die Frage im Vordergrund steht, ob Blei gesundheitsgefährdend ist oder nicht. Die Meinung der Befürworter traditioneller Blei-Munition ist wohl eher, dass es bei der Verwendung bleifreier Munition zu Sicherheitslücken beim Verschíeßen aus älteren Waffen kommt. Nach Abwägung aller Argumente besteht die Vermutung, dass nicht die Bleibelastung der Umwelt der Hauptgrund für die Munitionsverbote ist, sondern diese nur als Vorwand genutzt wird, um die Munitionspreise und somit die Kosten für die Jagd in die Höhe zu treiben. Logische Schlussfolgerung des Ganzen: Die Zahl aktiver Jäger und somit auch Waffenbeistzer in Europa, die sich die Jagd zu diesen Preisen nicht mehr leisten können, sinkt.
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