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Traumjagd: Jagen in Australien

Weite Landschaft, großes Wild 

Shaun sucht mit dem Fernglas das Outback in Australien nach Wildtieren ab
Abseits der zentralen Straße durch Arnhemland: auf der Suche nach Wild von einem schönen Aussichtspunkt aus. 

Australien gehört zu den am dünnsten besiedelten sowie trockensten Gegenden der Welt. Hier gibt es riesige unberührte Weiten, die nur durch Trampelpfade erschlossen sind. Der Kontinent hat ein vielfältiges Ökosystem und beherbergt eine ganze Reihe von jagbaren einheimischen und eingewanderten Arten. 

Viele davon sind verwilderte Haustiere oder gelten als Schädlinge und können jederzeit gejagt werden. Dazu gehören Kaninchen, Hasen, Füchse, wilde Hunde und Katzen, Ziegen, Esel und Schweine, Rehwild (darunter Dam- und Rotwild, Sambar, Mähnenhirsch, Schweinshirsch und Axishirsch), Büffel, Wildpferde und Kamele, Fasane, Wasservögel, Wachteln und Tauben. Die Seite der Sporting Shooters’ Association of Australia bietet vielfältige Informationen dazu.

Das Northern Territory – besonders beliebt für die Bullenjagd

Das Northern Territory (NT) in Australien ist die Heimat der „Scrub Bulls“ mit ihren riesigen Hörnern, die bei Großwildjägern sehr beliebt sind. Es handelt sich um verwilderte Nutztiere, die für anspruchsvolle und auch gefährliche Jagden sorgen, weil sie sich an die weitläufige australische Landschaft angepasst haben. Ausgewachsene Bullen können schwer zu erlegen sein. Sie werden sehr groß, sind aggressiv und neigen zum Angriff. Verlässliche und bewährte schwere Premium-Geschosse und Reservepatronen sind unverzichtbar. Die Zahl dieser verwilderten Tiere wird auf etwa 100.000 geschätzt!

Größte Vorsicht bei der Jagd im australischen Busch!

Traumjagd: Jagen in Australien
Shaun auf dem Rückweg mit seiner Büffelbullentrophäe. Seine Büchse ist eine alte .458 Winchester mit mechanischem Visier. 

Shaun Porter und sein Sohn Brandon haben in Arnhemland am Waterhouse-Fluss gejagt. Zu all4hunters sagt er: "Wir mussten ständig vor Schlangen und Spinnen auf der Hut sein. Wenn ein Stück Holz im Weg liegt, dann tritt man darauf, anstatt einen Schritt darüber zu machen. Es könnte ja eine Schlange darunter lauern und zuschlagen. Wir hatten Stiefel an, aber unsere Führer waren die ganze Zeit barfuß. Ab dem dritten Tag liefen wir dann alle barfuß."

Jagd und Pirsch auf Scrub Bulls

"Die Temperatur lag zwischen 32 und 38 °C, alles war von rotem Staub bedeckt. Die meiste Zeit über waren wir orangefarbene Schemen. Es war unmöglich, sich sauber zu halten", erklärt Shaun. "Wir haben die Station gegen 4 Uhr morgens verlassen und sind über staubige Pisten gefahren. Um durch das Dickicht zu kommen, haben wir ganze Büsche mit unserem Geländewagen niedergewalzt. Dieses Land ist so unglaublich groß. Wir fuhren etwa sieben Stunden. Dann hielten wir an, um am Waterhouse-Fluss mit seinem sandigen Grund zu Mittag zu essen. Dabei hielten wir ständig nach Krokodilen Ausschau. Unser Führer hatte einen einzelnen großen Bullen mit unregelmäßig geformten und nach hinten geneigten Hörnern gesehen. Also fuhren wir ins Revier des Bullen, das etwa eine Stunde vom Fluss entfernt lag."

Shauns Büchse und die Wahl der Munition 

Shaun mit seinem-Sohn mit erlegtem Bueffelbullen in Australien
Vater und Sohn voller Stolz mit einem alten asiatischen Wasserbüffel, den sie mit einer Büchse im Kaliber .416 Rigby erlegt haben. 

"Als wir im Gebiet waren, suchten wir das Land mit dem Fernglas ab, um den Bullen zu finden. Wir sahen erst ein paar von seinen Artgenossen, aber nicht dieses Stück. Wir suchten geduldig weiter. Irgendwann tauchte er auf. Wir stiegen aus dem Land Cruiser und pirschten uns vorsichtig bis auf 70 m heran." Shaun hatte eine CZ 550 im Kaliber .416 Rigby, geladen mit 410-Grain-Patronen des australischen Herstellers Woodleigh Ammo. "Ich stand in Schussposition und wartete. Der Bulle wandte mir die Flanke zu für den perfekten Schuss. Ich schoss, aber der Bulle lief weg. Wir verfolgten ihn. Mein Herz schlug heftig und ich schoss noch einmal, um ihn zu erlegen. Aber er lebte immer noch." Der Bulle wog über eineinhalb Tonnen. Er blieb stehen, drehte sich um und kam direkt auf Shaun zu. "Ich schoss ein drittes Mal. Und endlich fiel er. Er war riesig! Wir häuteten ihn ab und nahmen so viel Fleisch, wie wir transportieren konnten (es wurde in Kühlboxen gelagert und auf der Station gegessen), außerdem den Kopf. Wir mussten dabei schnell arbeiten, denn rote Ameisen, Mücken und große Fleischfliegen kamen zu Tausenden. Die Bisse können ganz schön weh tun!" Shaun hatte seinem Sohn Brandon schon das Schießen beigebracht. Aber Großwild hatte der Junge noch nie gejagt. Shaun erzählt uns: "Es gab jede Menge Büffel (eine invasive, nicht einheimische Spezies). Wir sahen auf der anderen Seite des Flusses zwei Bullen kämpfen. Und da bekam Brandon seine Chance auf einen Schuss mit der .308 – eine Riesenchance für einen 13-Jährigen und ein perfekter Treffer!"

Shauns Traumjagd

Shaun erzählt all4hunters von seiner persönlichen Traumjagd. "Es gibt so viele Tiere, die ich gern jagen würde: Moschusochse oder Bison zum Beispiel.  Meine Traumjagd wäre eine klassische Kombination aus Kapbüffel und Elefant in einem der alten Jagdreviere, wahrscheinlich dem Coutada 11 in Mosambik. Ich würde gern eine Zeitreise machen, das alte Afrika der 30er, 40er und 50er Jahre erleben und mit einer legendären PH-Büchse im Kaliber .505 Gibbs auf die Jagd gehen."

Shaun Porter ist Ausstatter bei Global Outdoors. Über folgende Links können Sie Kontakt mit dem Jagdreiseanbieter aufnehmen:

Email: info@global-outdoors.com

Instagram: @global.outdoors

https://www.global-outdoors.com/

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