Während einer kürzlich stattgefundenen Präsentation neuer Produkte der auf Zieloptiken für Jäger, Sportschützen, Militär und Polizei spezialisierten Hersteller Steiner und Burris, ließen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen, einen ersten Blick auf die neuesten Red Dot Sights von Steiner für Kurzwaffen zu werfen. Insbesondere haben wir die aktualisierte 2.0-Version des MPS und das neue kompakte MPS-C für Sie etwas näher unter die Lupe genommen.
Wie die meisten unserer Leser sicher wissen, ist in die Bayreuth ansässige Steiner-Optik GmbH einer der führenden Hersteller von hochentwickelten optischen Instrumenten für den professionellen Einsatz im zivilen und militärischen Bereich. Das Portfolio reicht von nautischen Ferngläsern bis hin zu Zieloptiken und -geräten für Sportschützen, Jäger sowie militärischen und polizeilichen Einsatzkräften, die sich alle durch große Zuverlässigkeit und Robustheit auszeichnen.
Die neue Generation des MPS (Micro Pistol Sight), stellt das Vorgängermodell, das wir hier bereits vor ein paar Jahren in der Praxis getestet haben, zwar nicht komplett auf den Kopf, aber es verbessert es weiter. Bei dem Upgrade hat Steiner insbesondere Wert auf die Autonomie und Benutzerfreundlichkeit gelegt.
Die wichtigsten Details zum Rotpunktvisier Steiner MPS 2.0:
Beginnen wir mit den außergewöhnlichen Fortschritten im Bereich der Stromversorgung des Leuchtpunktes: Die CR2032-Batterie ist nun in der Lage, eine Autonomie von bis zu 90.000 Stunden, also mehr als 10 Jahren, bei durchschnittlicher Helligkeit zu liefern. Hierfür sorgt auch die automatische Abschaltfunktion, die den Leuchtpunkt nach 15 Stunden Inaktivität ausschaltet. Falls die Batterie dann doch einmal erschöpft sein sollte, oder falls Sie sich sicherheitshalber immer auf eine voll aufgeladene Batterie verlassen möchten, kann die CR2032-Zelle sehr schnell ausgewechselt werden, ohne dass dafür das MPS 2.0 demontiert werden muss. Die weitere Verbesserung betrifft die Ergonomie: Die Bedienelemente wurden vergrößert, sodass die beiden Tasten für die Helligkeitsregulierung des Leuchtpunktes jetzt − insbesondere mit Handschuhen − leichter zu manipulieren sind.
Zudem ist auch das neue Steiner MPS 2.0, wie das Vorgängermodell, ein präzises und sehr robustes Leuchtpunktvisier. Es wird zwar auf dem zivilen Markt vor allem Wettkampfschützen angeboten, aber es verkörpert doch das ganze Know-how des deutschen Unternehmens im militärischen Bereich und ist somit auch für den professionellen Einsatz unter weitaus extremeren Bedingungen als auf dem Schießstand geeignet. Als Beweis dafür bringt die Kurzwaffen-Zieloptik neben den sechs Helligkeitsstufen für den Tag- und Nachtgebrauch auch zwei spezifische Einstellungen für die Verwendung in Verbindung mit Nachtsichtgeräten mit. Darüber hinaus ist es bis zu 35 Meter wasserdicht und kann in einem Temperaturbereich von -40°C bis +60°C eingesetzt werden.



Optisch finden wir eine 1-fache Vergrößerung und transparente, verzerrungsfreie Linsen vor, die das Schießen mit zwei offenen Augen erleichtern, ohne dabei das Umfeld aus den Augen zu verlieren. Steiner bietet das MPS 2.0 mit zwei unterschiedlichen Absehen-Varianten an, einmal mit einem 3,3 MOA und als zweites mit 2 MOA großen Rotpunkt. Die Treffpunktverstellung erfolgt über zwei flache Türmchen mit 1-MOA-Klicks.
Das vollständig geschlossene und verstärkte Ganzmetallgehäuse bietet dank spezieller Ausformungen den darin tieferliegenden Linsen einen bestmöglichen Schutz, was das MPS 2.0 zu einem der robustesten Produkte seiner Art auf dem Markt macht. All dies bei einem Gewicht von nur 66 Gramm und kompakten Abmessungen von nur rund 45 mm Länge, 32 mm Breite und 32 mm Höhe macht diese Zieloptik ideal für die Verwendung auf Kurzwaffen, obwohl sich dieses Rotpunktvisier auch für die Montage auf Langwaffen anbietet. Der Acro-Footprint macht es mit den meisten Optics-Ready-Pistolen auf dem Markt kompatibel.
Die Hauptmerkmale des Mini-Leuchtpunktvisiers Steiner MPS-C:
Das Modell MPS-C ist ein kleines technologisches Juwel, das mit dem Ziel entwickelt wurde, die Eigenschaften des MPS in einer ultrakompakten Form anzubieten. Solch kompakte Leuchtpunktvisiere eigenen sich nicht nur für den Sportschützen, sie spiegeln auch den aktuellen Trend im Bereich der persönlichen Verteidigung wider, der, vor allem in Amerika, die Verwendung von Mini Red Dot Sights (MRDS) auch bei kompakten und subkompakten Waffen populär werden lässt.
Die beträchtliche Verringerung der äußeren Abmessungen geht mit einer ebenso beeindruckenden Gewichtsreduzierung einher. Das MPS-C wiegt nur 32 Gramm − ein rekordverdächtiger Wert, der rund 40 Prozent unter dem vergleichbarer Produkte am Markt liegt. Das gewährleistet, dass die Balance von Kurzwaffen nicht unnötig beeinträchtigt wird. Was wiederum ist für eine schnelle Aufnahme vor und auch die Wiederaufnahme des Zieles nach dem Schuss ein großes Plus ist. Ein derart geringes Gewicht ist auch beim sportlichen Einsatz der Waffe in verschiedenen Disziplinen − mit oder ohne Optik − von Vorteil, da es hier keinen signifikanter Unterschied in puncto Schnelligkeit und Präzision bei der Handhabung der Waffe vor und nach der Montage des kompakten Leuchtpunktvisiers festgestellt werden kann.


Wie sein großer Bruder baut auch die kompakte C-Version des MPS auf Steiners Erfahrung im militärischen Bereich auf und verfügt daher über einen sehr robusten, vollversiegeltem Rahmen aus harteloxiertem Aluminium, der die interne Elektronik vor Wasser, Staub und Schmauch schützt: Wenn Steiner Optiken schon seit Jahren in den Händen von Spezialkräften gute Dienste leisten, sollten sie sich wohl auch bei einem dynamischen Schießwettbewerben bewähren.

Das MPS-C wird in einer Variante angeboten, mit einem 1,6 MOA Rotpunkt. Im Vergleich zum Stammvater der Serie erhöhen sich die Helligkeitsstufen auf 10, plus die beiden mit Nachtsichtgeräten kompatiblen. Die Stromversorgung erfolgt über eine CR1632-Batterie, und die RMS-C-Schnittstelle sowie Schrauben für die Montage auf den acht gängigsten Plattformen machen die Installation zu einem Kinderspiel.
Auch hier erlebten wir die gleiche optische Qualität wie bei der MPS, mit einem glasklaren und scharfen Bild sowie einem lebendigen, hellen Punkt, der ein schnelles beidäugiges Zielen ermöglicht.
Da die beiden neuen Rotpunktvisiere von Steiner bei der von uns besuchten Veranstaltung nur auf den blauen Trainingswaffen montiert waren, müssen Sie leider noch ein bisschen warten, bis wir Ihnen die ersten Testeindrücke von der Range damit liefern können. Die beiden neuen Steiner-Modelle MPS 2.0 und das MPS-C sind allerdings auch bereits im Fachhandel (vor)bestellbar. Für das Upgrade-Modell MPS 2.0 liegt die unverbindliche Preisempfehlung bei 499,- Euro und für das MPS-C bei 449,- Euro. Steiner bietet auf diese Rotpunktvisiere jeweils zehn Jahre Garantie auf die optischen und mechanischen Komponenten und jeweils zwei Jahre auf die elektronischen Bauteile.
Technische Daten und Preise der neuen Rotpunktvisiermodelle Steiner MPS 2.0 und MPS-C für Kurzwaffen:
| Modell: | Steiner MPS 2.0 | Steiner MPS-C |
| Vergrößerung | 1x | |
| Objektivlinse: | 21 mm x 16 mm | 21 mm x 19 mm |
| Okularlinse: | 20 mm x 16 mm | 22 mm x 18 mm |
| Rotpunktgröße: | 3,3 MOA oder 2 MOA (je nach Ausführung) | 1,6 MOA |
| Beleuchtungsstufen: | 6 + 2 Nachtsichtmodi | 10 + 2 Nachtsichtmodi |
| Klickverstellung: | 1 MOA pro Klick | |
| Verstellbereich: | 90 MOA in Seite und Höhe | 50 MOA in Seite und Höhe |
| Parallaxenfreiheit: | 25 m (fix) | |
| Betriebstemperatur: | -40 °C bis +60 °C | |
| Wasserdicht: | bis zu 35 m Tiefe | bis zu 10 m Tiefe |
| Batterie: | 1x CR2032 | 1x CR1632 |
| Footprint: | Aimpoint Acro | Shield RMS |
| Abmessungen (LxBxH): | 45 mm x 31,6 mm x 31,9 mm | 37,1mm x 32,4 mm x 27,5 mm |
| Gewicht: | 66 Gramm | 32 Gramm |
| Preis (UVP): | 499,- Euro | 449,- Euro |
Auf der Webseite des Herstellers erhalten Sie weitere Informationen zu den Rotpunktvisier-Modellen Steiner MPS und MPS-C.










