Beretta NARP − Exklusiver Praxischeck der neuen Sturmgewehr-Plattform des italienischen Herstellers BDT anhand von vier Konfigurationen im scharfen Schuss 

„NARP“ (New Assault Rifle Platform) ist die interne Bezeichnung von Beretta für ein Projekt, das 2017 mit einem ehrgeizigen Ziel ins Leben gerufen wurde: der Entwicklung einer völlig neuen Familie von militärischen Sturmgewehren. Dabei stand zunächst fest, dass es sich bei diesem Akronym nicht um den Namen der eigentlichen Waffe handeln sollte. Doch die interne Bezeichnung setzte sich schließlich durch, und heute wird „NARP“ allgemein verwendet, um jede der auf diesem Entwurf basierenden Waffe zu bezeichnen.

Beretta entwickelte die NARP von Anfang an als militärische Plattform, die speziell auf die Anforderungen internationaler Ausschreibungen zugeschnitten und angepasst werden kann und sich problemlos in verschiedenen Kalibern, Lauflängen und einsatzspezifischen Ausführungen konfigurieren lässt.

Hier ist die Narp 5,56 11,5" FDE mit QD B-Silent-Schalldämpfer, klappbarem Einschub-Schaft, verstellbarer Wagenauflage, K2 Magpul-Pistolengriff, Beretta NARP-Magazinschacht und einem 30-Schuss-Lancer-Magazin zu sehen.
Linke Seite des Narp 5,56 11,5" FDE. Das Gewehr ist mit einem Steiner MPS Red Dot-Visier auf einem Reptilia Riser, einem Steiner Eoptics ATLAS LAM, einem Magpul MVG-Vertikalgriff und Magpul Typ-2-MLOK-Abdeckungen ausgestattet.

Zahlreiche italienische Spezialeinheiten waren an der Entwicklung der NARP beteiligt; die Ingenieure von Beretta überarbeiteten die gesamte Plattform mehrfach. Sie durchlief dabei mindestens drei Konstruktionsgenerationen. Ursprünglich wurden Kaliber mit voller Durchschlagskraft in Betracht gezogen, doch das daraus resultierende Design war zu groß, sodass man sich entschloss, sich ausschließlich auf Mittelkaliber zu konzentrieren.

Unmittelbar nach ihrer Vorstellung auf der DSEI 2023 in London haben wir die ersten Details zu Beretta New Assault Rifle Plattform auf all4shooters präsentiert und auf der Enforce Tac 2024 konnten wir bereits einen ersten Blick auf eine Demoversion der NARP werfen. 

Dies ist die NARP 5,56 Black DMR-Version mit einem 16-Zoll-Lauf, ausgestattet mit einem Steiner M8Xi LPVO-Zielfernrohr und einem Steiner MPS. Diese DMR-Variante verfügt über die Buffer-Tube-Option mit Beretta-Klappschaft und dem STANAG-mäßigen 30-Schuss-NATO-Stahlmagazin der italienischen Armee.
Hier die NARP 5,56 11,5" Wolf Grey, mit dem klappbaren Beretta PDW-Schaft, dem Beretta NARP-Magazinschacht, dem Steiner Red Dot T1Xi+ und wegklappbarem T3X-Magnifier, dem Magpul MVG-Vertikalgriff sowie dem kurzen Beretta B-Silent-Supressor.

Bereits im Dezember 2025 kündigte der Stabschef der italienischen Armee, Carmine Masiello, die offizielle Einführung einer auf dem NARP basierenden Sturmgewehrkonfiguration an, die sowohl das ARX160 als auch die noch im Einsatz befindlichen AR70/90-Gewehre ersetzen soll. Das Programm sieht derzeit die Beschaffung von 50.000 Gewehren vor, wobei die Auslieferungen bereits im Gange sind. Die ersten 2.000 Waffen werden an das 9. Fallschirmjägerregiment „Col Moschin“, das RAO-Regiment und das 4. Gebirgsfallschirmjägerregiment ausgegeben; allesamt Spezialeinheiten unter dem Kommando des COMFOSE.

Die 5 Säulen für die Konstruktion der Beretta NARP:

Die Plattform wurde auf der Grundlage von fünf Kernmerkmalen entwickelt: Zuverlässigkeit, Präzision, Durchschlagskraft, Ergonomie und Reduzierung der Signatur.

1. Zuverlässigkeit

Beretta NARP ITA ARMY 14,5" 5,56 Black. Das Sturmgewehr wird mit klappbaren Beretta-Visieren geliefert, genutzt wird das STANAG 4179-Magazin aus Stahl.

Das NARP durchlief die NATO-AC/225-Zertifizierung, einschließlich Sand- und Schlammtests, Tests im amphibischen Gelände, Temperaturtests von +50 bis -40 °C sowie Sicherheits- und Dauerhaltbarkeitstests. Beretta geht davon aus, dass die Lebensdauer bei Verwendung verschiedener Munitionstypen – darunter Patronen mit Vollmantel-, Leuchtspur- und panzerbrechenden Geschosse – mehr als 30.000 Schuss beträgt, bevor ein Laufwechsel durchgeführt werden muss. Einfache Wartung war eine weitere zentrale Anforderung. Das Gassystem lässt sich zur Reinigung schnell und ohne Werkzeug im Feld zerlegen.

Verschleißanfällige Teile sind so konstruiert, dass sie leicht ausgetauscht werden können; die Zuverlässigkeit hängt eng mit der Unterstützung während des gesamten Lebenszyklus zusammen. Staubschutzabdeckungen, Verschlussschließhilfen (Forward Assists) und andere externe Komponenten können einzeln ausgetauscht werden, ohne dass eine Instandsetzung auf Depot-Ebene erforderlich ist.

Fünf Schüsse mit SS109-Munition auf 100 Meter Distanz mit dem Sturmgewehr NARP 14,5“ auf dem Beretta-Schießstand, die Streuung beträgt weniger als 1,5 MOA

2. Präzision

Beretta hält sich bei Bekanntgabe von detaillierte Leistungsdaten zurück, doch unabhängige Tests zeigen, dass Standardmunition vom Typ SS109 auf 100 Meter eine Präzision von etwas mehr als 2 MOA erreicht und dass bestimmte NARP-Konfigurationen fast die Präzision eines Scharfschützengewehrs erreichen können. 

Bei unseren Tests im Indoor-Schießstand der Beretta Forschungs- und Entwicklungsabteilung schnitten die getesteten Konfigurationen des Gewehrs durchweg besser ab und erzielten auf 100 m Streukreise von etwa 1,5 MOA.

3. Ergonomie und System

Das Beretta NARP ITA ARMY 14,5" 5,56, in der Ausführung Black, mit Klapp- und Teleskopschaft in derselben Farbe. Dies ist das neue Dienstgewehr der italienischen Armee. BDT erhielt einen Auftrag, der sich bislang über 50.000 Stück erstreckt.

Die Anordnung der Bedienelemente beim NARP ähnelt stark derjenigen der AR-15-Plattform, da sich das AR-Design bereits de facto als internationaler Standard etabliert hat und der Großteil des weltweiten Militärpersonals damit vertraut ist.

Beretta hat sich dafür entschieden, diese gängige Anordnung der Bedienelemente beizubehalten, um von bewährten Abläufen und dem Muskelgedächtnis der Nutzer zu profitieren. Alle Hauptbedienelemente sind vollständig beidhändig bedienbar und symmetrisch angeordnet, sodass sie von beiden Seiten aus bedient werden können.

Es handelt sich jedoch um eine völlig neue Plattform: Trotz ihrer vertrauten Konturen ist die Beretta NARP weder ein AR-15 noch eine Weiterentwicklung des ARX 160. 

Der NARP-Upper weist einen rechteckigen Querschnitt auf, der für den prismatischen Verschlussträger ausgelegt ist. Zum modularen Konzept gehören der beidhändig bedienbare T-Griff und der austauschbare Verschlussdrücker.

Die NARP verfügt über ein von Beretta entwickeltes, proprietäres Kurzhub-Gaskolben-System. Das Gas treibt einen externen Kolben an, der die Energie über eine segmentierte Betätigungsstange auf den Verschlussträger überträgt. Hitze, Treibmittelrückstände und Schmauchablagerungen verbleiben größtenteils außerhalb der Verschlussmechanik, was die Zuverlässigkeit und die Schmierung bei längerem Einsatz verbessert.

Der Verschlussträger hat eine prismatische Form und verfügt über einen Drehverschluss mit sieben Verriegelungswarzen sowie zwei federbelastete Auswerfer und einer großen und zuverlässigen Auswerferkralle.

Zudem ist das Rückholsystem mit einer einzigen, festgeführten Hauptschließfeder vollständig im oberen Gehäuse untergebracht, sodass kein herkömmliches Pufferrohr im AR-Stil erforderlich ist. Das erlaubt folglich auch den Einsatz von Klappschäften. Sowohl das obere (Upper) als auch das untere Gehäuse (Lower Receiver) bestehen aus einer 7075-Aluminiumlegierung, um höchste Festigkeit und geringes Gewicht zu gewährleisten.

Blick auf die Rechte Seite der NARP: die Anordnung der Bedienelemente und die standardmäßige Pistolengriff-Schnittstelle orientieren sich am gängigen AR-15-Vorbild.  Das Gehäuseoberteil (Upper) ist CNC-gefräst und besteht aus geschmiedetem 7075-Aluminium.

Das aktuelle Klappschaftsystem des NARP ist sehr interessant, da sich der Schaft anklappen lässt, ohne die Funktionsweise der Waffe zu beeinträchtigen. Der Verriegelungsmechanismus ist einfach und robust, und alle Bedienelemente sind auch bei angeklapptem Schaft weiterhin zugänglich. Es stehen verschiedene andere Ausführungen zur Verfügung, da das NARP sowohl für Standard-AR-„Buffer-Tube“-Schäfte als auch für ultrakompakte, vollständig einklappbare Schäfte konfiguriert werden kann.

In die Entwicklung des Abzugssystems hat Beretta viel Entwicklungsarbeit investiert. Die  Trigger-Konstruktion hat absolut nichts mit dem AR15 zu tun und baut auf den Erfahrungen von Beretta mit seinen früheren Sturmgewehren wie dem ARX160 und dem AR70/90 auf.

Der NARP verfügt über einen Two-Stage-Trigger mit einem sauberen Druckpunkt, minimalem Vorlauf und einer sehr deutlich spürbaren Schwelle vor der Schussauslösung sowie einem hervorragenden Reset im Halbautomatikmodus. Bevor wir die Waffe selbst testen konnten, hatten wir bereits von vielen Berichten gehört, in denen der Abzug als eine der größten Stärken dieser Plattform hervorgehoben wurde.

Linke Seite des NARP. Das hier gezeigte Modell verfügt über den Beretta NARP-Magazintrichter für schnelle Magazinwechsel sowie ein Lancer-Hybridmagazin. Der  Magazinlösedrücker befindet sich bedienfreundlich in der Nähe des Kipphebels zur Entriegelung des Verschlussfangs. Der Abzugsbügel kann ausgetauscht werden.

4. Signaturdämpfung und Schalldämpfer-Kompatibillität

Das NARP-System nutzt ein einstellbares Gassystem mit zwei Positionen „S“ und „N“  (wobei „S“ für „Suppressed“ und „N“ für „Normal“ steht), um die Waffe speziell auf die Kompatibilität mit Schalldämpfern zu optimieren. Die Umschaltung zwischen den beiden Einstellungen lässt sich sehr leicht mit der Spitze einer Patrone vornehmen.

Beretta montiert an ausgewählten NARP-Varianten eine spezielle Mündungsbremse/einen speziellen Mündungsfeuerdämpfer mit einer Schnellwechsel-Schnittstelle für den B-Silent-Supressor.
Ein Detail des Beretta B-Silent Short Supressor, der mithilfe additiver 3D-Technologie gefertigt wird. In der Praxis verhielt er sich eher wie ein Schalldämpfer − angesichts seiner Größe absolut beeindruckend, insbesondere beim Schießen auf dem Indoor-Stand.

Beretta entwickelte zudem eine eigenen Mündungsvorsatz, um sowohl die Intensität als auch die Dauer des Mündungsfeuers zu reduzieren; eines der von uns getesteten NARP-Gewehre war mit dem ultrakompakten B-Silent-Supressor ausgestattet, und an einem anderen testeten wir den QD-Mündungsfeuerdämpfer samt der größeren Version des B-Silent, die jeweils von Beretta gefertigt wurden.

Alle Beretta NARP-Modelle können unifarben oder mit speziellen Tarnmustern oberflächenbeschichtet werden. Darüber hinaus sind zusätzliche Oberflächenbehandlungen und Beschichtungen erhältlich, die die Erkennbarkeit im Infrarotbereich verringern, da auf modernen Schlachtfeldern zunehmend Wärmebild- und Nachtsichtsysteme zum Einsatz kommen.

5. Modularität als Kernelement

Der MLOK- Handschutz mit oberer STANAG-4694-Schiene verfügt über eine beidhändig nutzbare Aussparung, die einen einfachen Zugang zur Gasregulierung am Gasblock ermöglicht. N steht für „Normal“, S für „Schalldämpfer“.

Zu den derzeitigen Kalibern des NARP gehören 5,56 NATO und 6,5 Grendel, während zu den künftigen Kalibern möglicherweise .300 Blackout, 7,62×39, 6 mm ARC und potente 6,8-mm-Kaliber gehören werden.

Die Läufe lassen sich schnell austauschen, wozu lediglich vier Schrauben gelöst werden müssen, sobald der sich selbst zentrierende Handschutz entfernt wurde, was über einen Hebel auf der rechten Seite geschieht. Die Schnellwechselvorrichtung wurde für reale militärische Einsatzbedingungen entwickelt und ohne Drehmomentschlüssel oder Spezialwerkzeuge getestet.

Bei der normalen Wartung verliert der Handschutz dank seiner vier Kontaktpunkte nicht die Nullstellung der oberen STANAG-4694-Schiene, falls dort etwa LAMs (Zielpunktlaser), COTS (handelsübliche Zubehörteile) oder CNVD (Nachtsicht-/Wärmebildvorsatzgeräte) montiert sind.

Der Handschutz des NARP lässt sich zur Wartung oder Reinigung ganz einfach und ohne Werkzeug abnehmen und wiederholgenau wieder anbringen – dazu muss lediglich der seitliche Verriegelungshebel jeweils um eine Viertelumdrehung gedreht werden.
Detailansicht des modularen Kunststoffgehäuses des Verschlussdrückers und des Kopfes des Drehverschlusses. Im Stoßboden erkennt man  die beiden Ausstoßerbolzen und die großzügig dimensionierte Auswerferkralle. Die leeren Hülsen werden zuverlässig aus dem Auswurffenster befördert, ohne eine Gefahr für umstehende Soldaten darzustellen!
Der neue PDW-Klappschaft von Beretta für das NARP. Dieser lässt sich komplett bis ans Gehäuse Waffe einschieben, und die Teleskopstangen passen sich gut an beide Seiten des Gewehrs an. Davor sieht man den beidhändig bedienbaren T-Griff.
Das NARP 5,56, 11,5" in Wolf Grey, mit vollständig eingeschobenem Beretta PDW-Teleskopschaft.  Der Lower Receiver verfügt über mehrere Schnellwechsel-Befestigungspunkte für taktische Trageriemen. Der ergonomisch geformte  Pistolengriff stammt ebenfalls von Beretta.
Linke Seite des Narp 5.56 11,5" FDE, mit klappbarem/teleskopierbarem Schaft, der vollständig an der Seite eingeklappt ist. Abzug, Magazin- und Verschlusshebel sind weiterhin von der rechten Seite aus erreichbar; wenn der Schaft leicht über den Magazinraum hinausragt, haben auch Linkshänder uneingeschränkten Zugang zum Abzug.

Die Zuführrampen-Architektur erstreckt sich nicht bis in den Lower Receiver hinein; die Zuführrampen sind in die Laufbaugruppe und den Upper Receiver integriert.

Dies verbessert die Kompatibilität mit Patronen wie der 6,5 Grendel und der 6 mm ARC und vereinfacht gleichzeitig den Laufwechsel.

Die modulare Architektur ermöglicht zudem unterschiedliche Handschutzlängen, Schaftkonfigurationen und einsatzspezifische Designs. 

Mehrere Betriebskomponenten sind konfigurierbar. Kunden können könne auf unterschiedliche Ladeschnittstellen, seitlichen Lade-Optionen und anderes einsatzabhängige Zubehör zurückgreifen.

Zu den weiteren Merkmalen zählen ein vergrößerter, beidhändig bedienbarer T-Ladehebel, integrierte QD-Befestigungsösen für den Trageriemen, eine ausgewogene Gewichtsverteilung und nicht zuletzt die vollständige Kompatibilität mit bewährten Zubehör- und Optik-Systemen dank der durchgehenden STANAG-4694-Schiene und der M-LOK-Schnittstellen.

Unsere ersten Eindrücke vom Test der Beretta New Rifle Platform:

Test der Beretta NARP in der „Blue Room“-Anlage in Gardone: die NARP 5,56 in der PDW 11,5"-Ausführung in der Farbe „Wolf Grey“.

Zunächst einmal haben wir vier Konfigurationen der Plattform getestet: die NARP 11,5" FDE, die NARP 14,5" Black, die NARP 16" Black DMR-Version und last, but not least die NARP 16" Black, die genau so konfiguriert war wie das Gewehr, das vor kurzem offiziell als Standard-Infanteriewaffe der italienischen Armee eingeführt wurde.

Das auffälligste Merkmal ist die Balance des Gewehrs. Trotz seines Kolbenverschlusssystems und der für Schalldämpfer vorbereiteten Konstruktion liegt die Waffe bemerkenswert neutral in der Hand und vermeidet das bei vielen modernen Militärwaffen übliche Gefühl der Kopflastigkeit.

Der Rückstoßimpuls fällt außergewöhnlich gleichmäßig aus. Er lässt sich beim schnellen Schießen und sogar im vollautomatischen Modus sehr gut kontrollieren, ohne das Zielbild nennenswert zu stören. Wir konnten mit einem 30-Schuss-Magazin durchweg perfekte „Ten“-Ergebnisse bei Dreier-Salven erzielen und auch im Full-Auto-Modus problemlos Einzelschüsse abgeben. Die Kadenz liegt bei etwa 650 Schuss pro Minute, und die Waffe erwies als sehr zuverlässig. Der Rückstellweg ist sehr kurz, und der Abzug ist so leichtgängig und präzise, dass er auch mancher jagdlichen Repetierbüchse mit Zylinderverschluss gut zu Gesicht stände. 

Der Einsatz des Supressors scheint gut geregelt zu sein. Der Rückstoß des Gasdruckladers war während der Tests vernachlässigbar, und das einstellbare Gassystem funktionierte in den verschiedenen Konfigurationen wie gewünscht.

Der erste Eindruck lässt vermuten, dass die Kombination aus dem Rückstoßdämpfungssystem, der firmeneigenen Verschlussträgerkonstruktion und dem Kurzhubkolbenmechanismus maßgeblich zu den ausgefeilten Schusseigenschaften des Gewehrs beiträgt.

Test der Beretta NARP auf dem Beretta-Testschießstand im italienischen Gardone: Die NARP 5,56 11,5" FDE, mit QD B-Silent-Signaturdämpfer.

Technische Daten der Beretta NARP:

Modell:Beretta New Assault Rifle Platform
Kaliber:5,56×45 NATO
Verriegelungssystem:Sieben-Warzen-Drehverschluss
Magazin:STANAG 4179 - kompatibel
verfügbare Lauflängen: 11.5" / 14.5" / 16"
Feuerarten:halbautomatisch / vollautomatisch
Länge (Schaft eingeschoben)819 mm
Länge (Schaft ausgezogen)889 mm
Länge (Schaft angeklappt)668 mm
Höhe (mit Magazin und eingeklappten BUIS):225 mm
Gewicht (mit leerem Magazin):3,3 kg
Farboptionen:

Schwarz / Flat Dark Earth / Wolf Grey

Unser erstes Fazit zum Konzept der Beretta NARP:

Die Beretta NARP ist nicht nur eine weitere AR-Klon-Plattform, die auf einem bereits mit AR-Modellen übersättigten Markt eingeführt wird. Es handelt sich um einen von Grund auf neu konzipierten Ansatz, ein modulares militärisches Waffensystem zu konstruieren, das sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln lässt und gleichzeitig die gewohnte Ergonomie für die heutigen Soldaten beibehält. Den ersten Erfolg feierte das NARP im eigenen Land, wo es als neues Dienstgewehr der italienischen Armee ausgewählt wurde, und es könnte durchaus zu einer Referenzplattform bei künftigen internationalen Militärausschreibungen werden.


Mehr zur Beretta New Assault Rifle Platform, erfahren Sie auf der englischsprachigen BDT-Webseite zum NARP.

Diesen Artikel gibt es auch in dieser Sprache: