Phoenix Trinity H2: Sportliche Double-Stack-Pistole in 2011-Bauart im Kaliber 9 mm Luger aus den USA

Phoenix Trinity ist ein in Florida ansässiger Hersteller mit einem kleinen, aber technisch interessanten Sortiment hochwertiger Wettkampfpistolen − nicht zu verwechseln mit dem auch in diesem Bereich tätigen Schweizer Unternehmen PHX Phoenix AG.

Phoenix Trinity H2: Sportliche Double-Stack-Pistole nach Bauart der 2011 im Kaliber 9 mm Luger
Die Phoenix Trinity H2 kann mit einem kompensierten Hex-Port-Lauf, einem Sight-Block-Lauf oder – je nach Händlerkonfiguration – mit beiden Laufvarianten geliefert werden.

Die jüngste Neuheit von Phoenix Trinity ist die H2 im Kaliber 9 mm Luger. Die Selbstladepistole ist nach dem modularen Double-Stack-1911- beziehungsweise 2011-Konstruktionsprinzip aufgebaut und im hochpreisigen Oberklassesegment angesiedelt. Präzise Passungen und eine hochwertige Verarbeitung treffen dabei auf die markante Optik einer Racegun. Besonders auffällig sind die aufwendig gestalteten und gefrästen Griffflächen (Serations) zum händigen Repetieren am Schlitten.

Ein wesentliches Bauteil der modular aufgebauten Pistole ist das aus Aluminium gefertigte EVO-Griffstück. Es wurde 2013 vorgestellt und gehört laut Phoenix Trinity weiterhin zu den wenigen einteiligen Metallgriffstücken, bei denen die ergonomische Handballenwölbung, der sogenannte Palm Swell, unmittelbar aus dem Vollmaterial herausgefräst wird.

Das Griffstück ist auf beiden Seiten breiter ausgeführt als herkömmliche 2011er-Griffstücke. Dadurch vergrößert sich die Kontaktfläche zur Schusshand, was eine natürlichere, komfortablere und stabilere Handlage ermöglichen soll. Das Aluminiumgriffstück ist mit dem eigentlichen Stahlrahmen verbunden. Dieser nimmt wesentliche Teile des Abzugsmechanismus auf und trägt die Führungsschienen des Schlittens.

Die sportliche Selbstladepistole Phoenix Trinity H2 im Detail

Das EVO-Griffstück wird aus zertifiziertem Plattenmaterial der hochfesten Aluminiumlegierung 7075 CNC-gefräst. Der Werkstoff verbindet ein vergleichsweise geringes Gewicht mit hoher Festigkeit und Steifigkeit. Zugleich ermöglicht die präzise CNC-Bearbeitung eine passgenaue Ausführung und sauber definierte Oberflächen.

Die ausgeprägt griffige Oberflächenstruktur wurde speziell für den Wettkampfeinsatz entwickelt. Sie soll ein Verrutschen der Schusshand verhindern und auch bei schnellen Schussfolgen eine gleichbleibend feste Handlage gewährleisten. Am unteren Ende des Griffstücks befindet sich ein großzügig dimensionierter Magazintrichter. Seine erweiterte Einführöffnung erleichtert das Ansetzen des Magazins und beschleunigt dadurch den Magazinwechsel.

Phoenix Trinity H2: Sportliche Double-Stack-Pistole nach Bauart der 2011 im Kaliber 9 mm Luger
Auf der Oberseite des Schlittens ist die Reihe sechseckiger Ausfräsungen zu sehen. Die manuelle Sicherung ist serienmäßig beidhändig bedienbar.

Auf dem Stahlrahmen der Phoenix Trinity H2 läuft ein Schlitten, der fast wie eine Skulptur moderner Kunst wirkt und zahlreiche interessante Details aufweist: Dazu gehört etwa die Reihe sechseckiger, gewichtsreduzierender Durchbrüche auf der Oberseite, die bei der Ausführung mit kompensiertem Hex-Port-Lauf zugleich als Austrittsöffnungen für die Pulvergase dienen. Das Sechseckmotiv findet sich auch an den Seitenflächen des Schlittens wieder, wo sich komplexe Fräsungen mit zwei Reihen hexagonaler Erhebungen abwechseln. Angesichts dieses Feuerwerks aus Fräsungen und wechselnden Linienführungen fällt die Picatinny-Schiene für Zubehör an der Unterseite des Rahmens fast nicht mehr auf. Der Schlitten besitzt eine schwarze DLC-Beschichtung.

Die H2 verfügt über einen rund 4,78 Zoll beziehungsweise 121 Millimeter langen Lauf mit Linkless-System, also ohne das bei klassischen 1911-Pistolen übliche bewegliche Kettenglied unter dem Patronenlager. Stattdessen erfolgt die Laufsteuerung über eine fest am Lauf ausgeführte Steuerkulisse. Die H2 kann mit einem kompensierten Hex-Port-Lauf, einem sogenannten Sight-Block-Lauf oder – je nach Händlerkonfiguration – mit beiden Laufvarianten geliefert werden. Beim Sight-Block-Lauf befindet sich anstelle des Kompensators ein mit dem Lauf verbundener Block im Mündungsbereich. Damit lässt sich die Pistole an den vorgesehenen Einsatzzweck und die persönlichen Vorlieben des Schützen anpassen.

Der Schlitten der H2 ist optics ready und für die Montage von Leuchtpunktvisieren vorbereitet. Für Optiken wie SRO, RMR, RMR HD und DPP stehen entsprechende Montageplatten zur Verfügung. Alternativ ist eine Platte mit mechanischer Kimme erhältlich. Außerdem bietet Hersteller Phoenix Trinity Optikplatten mit einem seitlichen Spannhebel, dem sogenannten Racker, an. Dieser erleichtert das Zurückziehen des Schlittens.

Bei den Bedienelementen verfügt die H2 über eine vergrößerte, beidseitige Daumensicherung, einen flachen, durchbrochenen Abzug mit einer ungewöhnlichen stufenförmigen Kontur sowie einen versenkt angeordneten Schlittenfanghebel.

Phoenix Trinity H2: Technische Daten und Preis

Modell:

Phoenix Trinity H2

Kaliber:

9 mm Luger

Magazinkapazität:19 Patronen
Griffstück:EVO Grip aus Aluminium/Stahl

Lauflänge:

123 mm

Gesamtgewicht:

1.100 g

Bedienung:

beidhändig

Preis:

7.299,99 US-Dollar 

Phoenix Trinity H2: Premium hat seinen Preis

Die Phoenix Trinity H2 ist eine Pistole, die in erster Linie für das dynamische Schießen und – je nach Konfiguration – für die IPSC Open- oder die Optics-Division konzipiert wurde. Sie richtet sich im Wesentlichen an Wettkampfschützen und ist im Ultra-Premium-Segment der Pistolen nach dem 2011-Konstruktionsprinzip angesiedelt. Ihr Listenpreis beträgt 7.299,99 US-Dollar, was derzeit etwa 6.350,- Euro entspricht, zuzüglich etwaiger lokaler Steuern.

Ob und wann die Phoenix Trinity H2 auch in Deutschland verfügbar sein wird, ist der Redaktion zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

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