Kahles steigt mit den Beobachtungsgeräten Helia TI25 und TI35 in den Wärmebild-Markt ein – erste Infos, MIT VIDEO!

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Nur zwei Bedienknöpfe gibt es auf der Geräte-Oberseite, die bei Durchsicht in ein übersichtliches, mit nur fünf Unterpunkten ausgelegtes Menü führen. Hier kann der Benutzer Kontrast, Helligkeit, Automaticlight und Bildschärfe-Kalibrierung justieren. Für jagdlich relevante Schnelleinstellungen wie Farbraum (White Hot, Black Hot, Red only) und Digitalzoom (1x, 2x, 4x), ist gar kein Menüeinstieg erforderlich, sondern diese können direkt über die zwei Druckknöpfe ausgewählt werden. Das klappt intuitiv und auch im Dunkeln, so der Hersteller. Dies als Beispiel, dass die beiden Thermalgeräte TI25 und TI35 konsequent, fast schon radikal auf den Verwendungszweck zur Jagd ausgelegt wurden. Entsprechend hat Kahles auch Zusatzfeatures wie eine Foto- und Videofunktion bewusst weggelassen. Die anvisierte Zielgruppe der Jäger und weniger der Naturbeobachter wurde auch deutlich bei der Präsentation herausgestellt.

Helia TI25
Das kleinere Helia TI25 bietet ein breiteres Sehfeld auf 100 Meter: 26 statt 19 m beim Helia TI35.

Kahles Helia TI25 und TI35: Radikale Vereinfachung der Bedienung für die Jagd

Gehen wir erst einmal darauf ein, was die Neuzugänge technisch an Bord haben: Eine intelligente Ab- und Einschaltautomatik für das Display mit Neigungs- und Bewegungssensor verhindert das störende Ausstrahlen des Displays und ermöglicht die sofortige Re-Aktivierung ohne das Drücken eines Bedienknopfes. Im Unterschied zu anderen Herstellern seien die TI-Geräte so in nur zwei Sekunden Einschaltzeit/Hochfahrzeit betriebsbereit. Zusätzlich unterstützt diese Funktion das effiziente Energie-Management der Geräte und ermöglicht dadurch sehr lange Akkulaufzeiten von bis zu 8 Stunden. Selbst bei minus 20 Grad, so führte Konstruktionschef Christian Hahn aus, seien noch 6 Stunden Aufenthalt draußen möglich, weil die fest eingebauten Lithium-Ionen-Akkus auch vom Gerät warmgehalten werden. Die beiden Geräte verfügen über unterschiedliche optische Vergrößerungen von 2,3 (TI 35) und 1,7 (TI 25). Gemeinsam verfügen sie über hochauflösende OLED-Displays, die detailgenaue Bilder darstellen. Auch die Sensoren sind identisch. Doch nun zur zentralen Frage bei jeder Kaufentscheidung: 

Wie positioniert Kahles die Modelle Helia TI 25 vs. Helia TI 35?

Helia TI 25 - für schnelles Auffinden mit großem Sehfeld. Ein großes Sehfeld von 26 m/100 m ermöglicht ein schnelles Auffinden von Tieren bzw. Wärmequellen. Ideal um große Flächen zu beobachten und sich einen Überblick zu schaffen.

Helia TI 35 - für sicheres Ansprechen mit hoher Detailauflösung. Aufgrund der hohen Abbildungs- bzw. Detailauflösung, ideal um Tiere bzw. Wärmequellen mit einem Sehfeld von 19 m/100 m sicher anzusprechen.

Helia TI25 liegend
Das Kahles Helia TI25 mit 25-mm-Frontlinse in der Draufsicht: Das kantige Design verhindert "Wegrollen", Knöpfe und Fokussierrad sind mit der Hand gut erreichbar.

Das spezielle Gehäusedesign wurde gerade auf eine führige ergonomische Handhabung und ermüdungsfreies Beobachten hin entwickelt. Darüber hinaus wurde das Gehäuse so konstruiert, dass die Geräte intuitiv richtig in die Hand genommen werden. Weiter wurde die Form abrollsicher ausgelegt, die Armierung griffig und die Bedienelemente wie Druckknöpfe und Verstellräder perfekt platziert. Die TI-Geräte von Kahles sind laut Hersteller sturzfest, wasserdicht und selbst bei extremen Temperaturen von -20° / +50° Celsius funktionstüchtig.

Technische Daten und Preise: Kahles Helia TI25 und Helia TI35

Modell:
Helia TI35
Helia TI25
Preis:
2.500 Euro
2.200 Euro
Objektiv: 35 mm, F1.0 25 mm, F1.0
Sensorgröße (Pixel) 384×288; 17 μm384×288; 17 μm
Sensor Typ:  Vanadium oxide uncooled focal plane arrays Vanadium oxide uncooled focal plane arrays
Thermische Auflösung - NETD (mK): < 35
< 35
Bildschirmauflösung (Pixel): 1024×768 1024×768
Bildwiederholfrequenz (Hz): 50
50
Bildschirmtyp: OLED OLED
Sehfeld (Grad): 10.66×8.00 14.88×11.19
Sehfeld (m/100m): 19
26
Sehfeld (ft/100yds): 56
78
Sehfeld subjektiv (°): 25x18.7 25x18.7
Optische Vergrößerung:2,3
1,7
Digital Zoom: 1×, 2×, 4× 1×, 2×, 4×
Akku Typ: Lithium-Ionen-Akku, fest eingebaut Lithium-Ionen-Akku, fest eingebaut
Akku Laufzeit:
bis zu 8 Stunden
bis zu 8 Stunden
Funktionstemperatur (°C): -20 / +50 -20 / +50
Länge x Breite x Höhe (mm): 198 × 68 × 63 198 × 68 × 63
Gewicht (g): 430 g
430 g
Wasserdicht: ja
ja
Fokus:
Manuell
Manuell
Hochfahrzeit (Sekunden):
2
2
Automatische Display Ein-/Ausschaltung: ja
ja
Farbmodi:
White Hot, Black Hot, Red Only White Hot, Black Hot, Red Only
Garantie:
3 Jahre
3 Jahre
Zubehör:
Objektivschutzdeckel
Trageriemen mit Schnellverschluss
Neopren Schutzhülle
USB-C Ladekabel
Objektivschutzdeckel
Trageriemen mit Schnellverschluss
Neopren Schutzhülle
USB-C Ladekabel

Unser erster Eindruck im Vergleich mit anderen Anbietern

Die strikte Ausrichtung der ersten Kahles-Thermalgeräte Helia TI35 und TI25 auf die Jagd hat sich auf die praxisbezogene Ausstattung ausgewirkt. Mit nur zwei Sekunden Anschaltzeit und den eingebauten Sensoren für Bewegung und Neigung (beim Herunternehmen vom Auge wird das vielleicht sonst im Dunkeln störende Display abgeschaltet) ist man schneller einsatzbereit, das Design mit nur zwei Knöpfen und Wegrollschutz scheint ergonomischer zu sein als manche etwas unförmige Röhre. Und der Verzicht auf Foto- und Video-Funktionen sparen Gewicht. 430 g bei Kahles ggü. 695 g beim Steiner H35, und auch das Jahnke Thermal 2 wiegt 55 g mehr - das ist schon mal gut. Die Kahles Helia TI Wärmebildgeräte sind Stand-Alone-Modelle, die nicht zum Vorsatz vor ein Zielfernrohr gedacht sind, auch wenn Kahles solche erfolgreich anbietet. Das macht man beim verwandten Unternehmen Swarovski Optik anders - aber auch in einer anderen Preisklasse. Das neue Wärmebildgerät tM 35 ist ein dual-use-Modell der Premiumklasse, kostet 4.800.- €. Es ist ab Frühjahr 2022 lieferbar.

Das Kahles Helia TI35 von der Frontseite aus betrachtet.

Zurück zu Kahles: Für 2.500 Euro erhält man durchaus vergleichbare Modelle auf dem Markt, mal sind Foto und Video integriert, mal ist das Display größer (beides etwa beim Thermal II von Jahnke), mal ist die Nutzbarkeit als ZF-Zusatz oder Beobachtungsröhre bei vergleichbaren optischen Daten höher (etwa beim GPO Spectra Ti35) – hier allerdings für gut 400 Euro mehr. Ungeachtet dessen, dass wir hier zunächst nur Papierdaten vergleichen und daher auch den Nutzen der Kahles-Technik in der Praxis erst im Test beurteilen können, bleibt dem Kaufinteressenten nur die Qual der Wahl und das Vergleichen der Datenblätter. Merke: Papier ist geduldig, flüchtiges Wild im Revier weniger, wenn's ungewollt scheppert oder das Fokussieren zu lang dauert. Die Kahles Helia-Geräte TI35 und TI25 werden ihre neuen Besitzer mit Sicherheit finden: diejenigen, die kompromisslos ein "Tool" von einem renommierten Optikhersteller als Jagdbegleiter suchen, das genau das bietet, was sie im Revier benötigen.

Die neuen Kahles Helia Wärmebildgeräte sind für 2.200 Euro (TI 25) und 2.500 Euro (TI 35) ab Dezember 2021 im Fachhandel erhältlich. Wir freuen uns auf unser Testgerät und werden von unseren Erfahrungen berichten.

Weitere Informationen zu den Helia-Wärmebildgeräten gibt es auf der Kahles-Website.

VIDEO: Produktvorstellung HELIA TI direkt von Kahles!