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GLOCK G17 und G19 Gen 4 M.O.S. Pistolen für Europa

GLOCK Pistolen im IPSC

Angesichts des deutlichen Trends, dass immer mehr namhafte Hersteller ihre Dienstpistolen mit Verschlüssen ausrüsten, die bereits für die nachträgliche Montage eines Minileuchtpunktvisiers (Mini Red Dot Sight; MRDS) konzipiert sind, könnte man jetzt spekulieren, dass es in naher Zukunft eine eigene IPSC Wettkampf-Klasse namens "Production pistol with optic" geben wird. 

Die "Production Division" im dynamischen Schießsport ist die am beliebesten Klasse im IPSC - zumindest wenn es nach Teilnehmerzahlen geht.

Glock G19 Gen 4 M.O.S.
Glock G19 M.O.S.: Adapterplatten ermöglichen das Anbringen von Leuchtpunktvisieren.
Pistole Glock G19 MOS
Neu auf der IWA 2016: Kompaktpistole Glock G19 M.O.S

Das Reglement rund um die Matchpistolen ist recht einfach und übersichtlich: Geschossen wird mit typischen 9 mm Luger-Dienstpistolen wie Beretta 92 FS, CZ 75/CZ SP01 Shadow, GLOCK G17, Heckler & Koch USP/P30/SFP-9 oder SIG Sauer P226/X-Five Allround mit mechanischer Visierung. Es existiert nur ein Minor Power Factor von 125, der mit handelsüblicher 9 mm Luger-Fabrikmunition aus den typischen Lauflängen erreicht wird. Vorgeschrieben ist ein Abzugsgewicht von mindestens 2.270 g sowie eine Maximallauflänge von 5“/ 127 mm. Unabhängig von der originalen Magazinkapazität dürfen nur 15 Patronen geladen werden. Geringfügige Modifikationen sind erlaubt. Alle zugelassenen Waffen werden auf der stets aktualisierten "IPSC Production Division List" aufgeführt. Eine ergänzende Klasse mit MRDS könnte insofern Sinn machen, weil so nicht mehr ganz "taufrische" Action-Schützen mit altersbedingter Fehlsichtigkeit besser treffen würden. Aber auch für Schützen jeder Altersklasse wäre eine Klasse mit MRDS gerade bei weiten Scheiben bzw. schwierigen Zielen sicher hilfreich. 

GLOCK-Pistolen: Besonders beliebt in den USA

In den USA boomen moderne Polymerpistolen im ausgewachsenen sowie kompakten Format mit MRDS auf dem Schlitten. Etwaige Zusatzausrüstung wie Waffenleuchte oder Licht-Laser-Modul am "Dust Cover" des Griffstücks ist auch als Defensiv-Werkzeug beim Militär, der Polizei sowie bei Zivilsten (mit Lizenz zum verdeckten Führen) sehr beliebt. GLOCK hält 65% am Marktanteil in den USA bei Dienstpistolen. Seit nunmehr 30 Jahren ist man auf dem US-Markt heimisch und betreibt bereits seit 25 Jahren den eigens gegründeten US-Schießsportverband GSSF (GLOCK Shooting Sports Foundation). Das wiederum entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn man bedenkt, dass die GLOCK-Pistole bei ihrer USA-Premiere als "Terroristenpistole" diffamiert wurde, deren Baukomponenten man angeblich auf Flughafen-Kontrollgeräten nicht erkennen könne. Lang ist's her! 

Glock 19 Pistole mit Visier
Glock G19 M.O.S.: auf verschiedenen Adapterplatten sind eine Vielzahl von Reflexvisieren möglich
Pistole mit Leuchtpunktvisier
Glock G19 M.O.S.: das Zielen soll mit den Minileuchtpunktvisieren vereinfacht werden

IWA 2016: Neue Modelle der GLOCK G17 Gen4 und G19

Die GLOCK G17 Gen4 M.O.S.
Glock G17 Gen 4 M.O.S. nun auch mit Montageplatten.

Nach den "langen" Sportpistolen-Modellen zeigte Glock nun auch die "klassische" Dienstpistole G17 Gen 4 und deren G19 Gen 4-Kompaktversion in 9 mm Luger in der M.O.S.-Variante, für die Schützen bei denen es etwas weniger sein darf. 

Beide Modelle verfügen über die typischen Gen4 Merkmale: 

  • Polymer-Kunststoff-Griffstück mit auswechselbarem Griffrücken
  • Vergrößerter Magazinauslöseknopf undGriffigere Oberflächenstruktur
  • Die Adapterplatte in der 00-Ausführung deckt lediglich den Fensterausschnitt im Schlitten ab. Somit bleiben bei nicht montierter Optik die Verschlusskontur und das gewohnte Erscheinungsbild einer Glock G17 bzw. G19 mit mechanischer Visierung erhalten.

Der UVP der beiden neuen Modelle ist uns noch nicht bekannt. Geht man allerdings vom Preis der Modelle G34 und G41 M.O.S. aus, die letztes Jahr am Markt eingeführt wurden, werden diese Modelle unter 1.000 Euro kosten.

GLOCK-Pistolen: "Flip-Up"-MRDS

Hinter verschlossenen Türen eines renommierten US-Herstellers konnten wir bereits Prototypen eines MRDS mit auf "Fingerschnipp" hochklappender Rotpunkt-Linse bestaunen. Im eingeklappten Zustand baut dieses MRDS in der Silhouette nicht höher auf als eine fixe, mechanische Kimme (die übrigens auch noch vorhanden ist). Schon jetzt sind viele Holster je nach Bautyp bereits von Hause aus ohne Modifikationen mit MRDS-Pistolen kompatibel und ein "Flip-Up"-MRDS würde die nächste Evolutionsstufe in der Praxistauglichkeit bedeuten. Man darf also gespannt sein.

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