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GLOCK G43: die kleinste und schmalste GLOCK in 9 mm Luger auf dem Schießstand

Es ist immer etwas komisch, über GLOCK Pistolen zu sprechen, und zu versuchen, etwas bahnbrechend neues hinzuzufügen. Denn die Pistolen des österreichischen Herstellers sind dafür zu bekannt, bewährt und geschätzt. Und die Tatsache, dass sie seit fast 40 Jahren praktisch ohne wesentliche Verbesserungen auskommen, zeugt von der herausragenden Beschaffenheit des originalen Designs – sicher, zuverlässig, robust und präzise. Was können wir also über die GLOCK 43 sagen, die wir auf dem Schießstand getestet haben?

Sie sind aktuell auf der Suche nach einer neuen GLOCK Pistole, wissen aber nicht so recht, welches Modell am besten zu Ihnen passt? Kein Problem, denn wir haben den GLOCK Buyer's Guide für Sie!

GLOCK Slimline Pistolen: Die G43 ist besonders kurz & schmal!

Die subkompakte Dienstpistole GLOCK 43 Slimline im Kaliber 9 mm Luger neben Magazin und Munition
Die subkompakte Pistole GLOCK 43 in 9 mm Luger.

Beginnen wir ganz einfach mit den Fakten: Die G43 ist eine Subkompaktpistole im Kaliber 9 mm Luger mit typischem Polymerrahmen, vorgespanntem Schlagbolzenschloss und wird mit single stack (einreihigen) Magazinen gefüttert. Wie auch das Modell G42 in .380 Auto gehört sie zu den GLOCK “Slimline" Pistolen. Hier tummeln sich die kleinsten GLOCK Pistolen, die je entwickelt wurden. Designt als perfekte Backup-Pistole fürs verdeckte Tragen in Alltagssituationen überzeugt die GLOCK 43 also mit ihren reduzierten Abmessungen, ergonomischen Design und der kurzen Abzugsdistanz. Und dennoch bietet sie die gleichen, vertrauten Vorzüge der größeren Modelle. Nur die GLOCK G42 in 9 mm kurz / .380 Auto ist in ihren Abmessungen noch einen Tick kleiner.


Die GLOCK 43 neben einem geladenen, einreihigen Magazin
Die G43 gehört zu GLOCK Slimline Pistolen und bietet entsprechende Eigenschaften.

Aber – jemand wird Einspruch erheben – GLOCK bietet doch bereits die subkompakte G26 im Kaliber 9 mm an: Warum haben sie überhaupt eine weitere Pistole für das verdeckte Tragen konstruiert? Nun, die Antwort kann in einem einzigen Wort zusammengefasst werden: Schlankheit. 

Im Gegensatz zur G26 für double stack (zweireihige) Magazine weist die G43 lediglich eine Gesamtbreite von 27 mm auf: das sind 6 mm weniger als beim Modell G26! Die Verschlussbreite beträgt übrigens nur 22 mm. Auch die Gesamtlänge mit 159 mm und die Höhe von 108 mm (inkl. Magazin) sind minimalistisch. Die Verschlusslänge kommt hierbei auf 154 mm, der Lauf auf 86,5 mm. Diese Dimensionen machen den Unterschied in Bezug auf Komfort und Unauffälligkeit beim verdeckten Tragen aus. Tatsächlich ist die GLOCK G43 damit die kürzeste und schmalste GLOCK im Kaliber 9 mm Luger. 

Die technische Daten der GLOCK 43

Modell:G43 Slimline
Hersteller:GLOCK
Typ:Subkompaktpistole
Kaliber:9 mm Luger
Magazinkapazität:6 Patronen
Gesamtlänge:159 mm
Verschlusslänge:154 mm
Lauflänge:86,5 mm
Gesamtbreite:27 mm
Höhe:108 mm (inkl. Magazin)
Gewicht:510 g (inkl. ungeladenem Magazin)
Abzugsdistanz:65 mm
UVP:644,- Euro

Die unverbindliche Preisempfehlung für die Subkompaktpistole GLOCK 43 Slimline 9 mm Luger beträgt 644,- Euro. Wie alle GLOCK Pistolen kommt sie in einem Koffer aus Kunststoff mit 2 Magazinen, Ladehilfe, Putzstock mit Bürste sowie Schraubendreher für die Visierverstellung.

GLOCK G43: unser Test auf dem Schießstand

In der Hand gehalten werden die minimalistischen Dimensionen der GLOCK 43 Slimline in 9 mm Luger offensichtlich.
GLOCK 43: Wenn das mal kein Taschenformat ist, wissen wir auch nicht!

Auch wenn die Abmessungen extrem reduziert wurden, teilt die G43 technisch gesehen die üblichen Merkmale aller GLOCK Pistolen: nämlich das patentierte "Safe Action"-Abzugsystem mit konstantem Abzugsweg sowie vom ersten bis zum letzten Schuss gleichbleibenden Abzugsgewicht, 3 Sicherungen (Abzugssicherung, Schlagbolzensicherung, Fallsicherung), einfachste Bauweise, den extrem widerstandsfähigen Kunststoff, die praktisch unzerstörbare Teniferbeschichtung der Metallteile und natürlich höchste Präzision. 

Ergonomisches Design für eine bessere Kontrolle: Dazu kommt das Griffstück mit eingebautem Beavertail und rauer Oberfläche, das einen hohen und festen Griff ermöglicht. Das Zuführen und Entnehmen des Magazins wird durch den großflächigen Magazinhalter erleichtert. 

Bemerkenswert: Auch die Abzugsdistanz der GLOCK Slimline Pistolen ist im Vergleich zu anderen Modellen des Herstellers tatsächlich geringer – bei der G43 beträgt sie 65 mm.

GLOCK G43: Sehen Sie sich das Video unseres Tests auf dem Schießstand an…

Wie erwartet, haben wir mit der GLOCK 43 im Schießtest keine unerwarteten Überraschungen erlebt. Denn das Schießen der G43 fühlt sich sehr angenehm an: Der Rückstoß ist höher, offensichtlich – das ist physikalische Gegebenheit, denn wir schießen hier nun mal Vollmantel in 9 x 19 mm Luger – aber die gefühlte Kontrolle dieser kleinen Waffe ist sehr gut. Auch dank ihrer niedrigen Laufseelen-Achse lässt sie sich im Schuss gut herrschen. Und ihr tatsächlicher Hochschlag kann bereits mit dem beiliegenden überstehenden Magazin leicht gezähmt werden. 

Blich in die Patronenkammer der GLOCK 43 Subkompaktpistole offenbart einen Patrone
Eine Kleine ganz groß: Trotz ihrer minimalistischen Dimensionen hat die GLOCK 43 die gleichen Attribute wie die größeren Modelle.

Der schlanke Griff erwies sich in jeder Situation als komfortabel, kaum abhängig von der Handgröße des Schützen. Trotz der Tatsache, dass die Fläche des Griffrückens im Vergleich zu zweireihigen Modellen reduziert ist, zeigen die hervorragenden Dämpfungseigenschaften des leichten Griffstücks sowie die optimale Lage der Laufachse Wirkung, indem sie den Rückstoß dämpfen und das Handling der Waffe verbessern. Gut platzierte Doubletten sind nicht sehr schwer zu erzielen. 

Ein schneller Magazinwechsel ist ohne gewisse Eingewöhnung nicht möglich. Die Tatsache, dass der Griff in der Handfläche der Schusshand endet, macht den freien Fall des leeren Magazins aber unwahrscheinlich. Doch mit Training kann eine angemessene Geschwindigkeit erreicht werden, insbesondere mit zusätzlichen erweiterten Magazinen. Die Bedienelemente sind einfach zu betätigen, ausreichend dimensioniert und fühlen sich gewohnt intuitiv an. 

Die GLOCK 43 in ihre Einzelteile zerlegt.
Die GLOCK 43 in ihre Hauptgruppen zerlegt.

Die Präzision ist genau das, was man von einer GLOCK erwarten kann, obwohl die sehr kurze Visierlänge der G43 nicht gerade ein Garant erhöhter Präzision ist. Was wir am meisten schätzten, waren natürlich die ultra-schlanken Eigenschaften der G43. Mit ihrer Kompaktheit und Schmalheit, die aber immer noch die volle Leistung einer 9 mm-Pistole bietet, ist diese winzige, wirklich "handtaschentaugliche" Pistole als dezentes Selbstverteidigungswerkzeug die ideale Wahl. 

Der einzige Nachteil ist, dass das Magazin als subkompakter Einzelreiher nur 6 Schuss (plus eine in der Kammer) fasst. Aber in der realen Welt können wir sicher sein, dass sie für jede Selbstverteidigungssituation mehr als ausreichend sind.

Sportschütze führt geladenes Magazin an die GLOCK 43 heran
Ein schneller Magazinwechsel der GLOCK 43 erfordert eine gewisse Eingewöhnung.
Sportschütze lädt die subkompakte Pistole GLOCK 43 im Kaliber 9 mm Luger
Ansonsten hat uns die handliche Dienstpistole auf dem Schießstand voll und ganz überzeugt.
Sportschütze schießt die subkompakte Pistole GLOCK 43
Die Subkompaktpistole ist ergonomisch, liegt gut in der Hand und lässt sich im Feuer kontrollieren.
Sportschütze kontrolliert die GLOCK 43 Taschenpistole im Schuss
G43: Die kürzeste und schmalste aus dem Hause GLOCK ist einfach klasse!
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