
Die Echelon-Reihe von Springfield Armory wird um drei neue Modelle mit leistungsorientierten Eigenschaften erweitert. Sie heißen Echelon Pro 4.0C Comp, 4.0FC Comp und 4.5F Comp und verfügen über die modulare Konstruktionsweise der Serie, ergänzt durch eine Ausstattung, für die normalerweise Aftermarket-Komponenten erforderlich wären.
Alle Echelon Pro-Modelle sind halbautomatische Pistolen mit Polymergriffmodul, ergonomisch konzipiertem Verschluss und Schlagbolzenschloss. Das Griffstück basiert auf der Central Operating Group (COG), einer eigenständigen Baugruppe, die die Seriennummer der Waffe trägt und − wie bei manch anderem Hersteller auch − einfach aus dem Griffmodul herausgenommen werden kann. So lässt sich COG dann auch leicht in Griffmodule anderer Größe oder Farbe einsetzen, um die Waffe an die individuelle Handgröße des Nutzers oder dessen Farbpräferenz anpassen zu können.
Ein weiteres gemeinsames Merkmal ist die vom Hersteller als "Variable Interface System" bezeichnete Schnittstelle, die es ermöglicht aus einer breiten Palette an unterschiedlichen Rotpunktvisieren für die direkte Montage auf dem Schlitten zu wählen, ohne auf die meist üblichen Adapterplatten zurückgreifen zu müssen. Mit Blick auf die mechanische Visierung ist zu sagen, dass die in mattem Schwarz gehaltene Kimme eine feiner Querriffelung aufweist, um Reflexionen zu vermeiden. Als Pendant dazu dient ein Korn mit einem Tritium-Einsatz, der von einem orangefarbenen, nachleuchtenden Ring umgeben ist.
So wird aus einer Springfield Armory Echelon ein Pro-Modell

Der auffälligsten Unterschiede zu den Vorgängerversionen sind der Verschluss, der über eine "Springfield Grey Cerakote"-Beschichtung verfügt und der integrierte Kompensator. Die beim Schuss entstehenden Gase werden durch eine Öffnung im vorderen Teil der Lauf-Verschluss-Einheit nach oben abgeleitet, wodurch ein Ansteigen der Mündung verhindert wird. Dazu weisen sowohl der Schlitten wie auch der Lauf in unmittelbarer Nähe der Mündung eine von oben quer zur Schussrichtung eingefräste Aussparung auf. Diese Kompensatoröffnung soll die Waffe besser kontrollierbar machen und eine schnellere Zielerfassung bei Folgeschüssen ermöglichen.
Das Griffmodul wartet mit einer neuartigen Oberflächentextur im Griffbereich auf, die Springfield Armory als "LightForged Grip Texture" definiert, was soviel bedeutet wie "mit Licht geschmiedete Griff-Oberflächenstruktur". Dahinter verbirgt sich ein per Laserstrahl in das Polymerteil eingeschnittenes Stippling. Das für die Premiere dieser Technologie bei Springfield Armory gewählte Muster heißt "Badlands", erinnert optisch an ausgetrockneten, rissigen Boden und schaut auf den ersten Blick schaut auch schon sehr griffig aus.

Die besonders ausgeprägte Textur des Badlands-Stipplings gewährleistet einen festen und gleichmäßigen Halt und kommt dem Ergebnis einer handwerklichen Bearbeitung der Oberfläche nahe, weist jedoch die für ein industrielles Verfahren typische Gleichmäßigkeit auf.
Am unteren Ende des Griffs befindet sich ein kurzer Magazintrichter aus Stahl, der das Einführen des Magazins bei schnellen Magazinwechseln erleichtert. Dieses Bauteil kann entfernt werden, wenn man Magazine verwenden möchte, die bündig mit dem Griff abschließen.
Zur Ausstattung der neuen Pro-Modelle gehören zudem eine durchgehende Federführungsstange aus Edelstahl und jeweils insgesamt drei Magazine mit verlängertem Magazinschuh für eine höhere Kapazität.
Wie bei den anderen Echelon-Modellen sind die Bedienelemente vollständig beidhändig bedienbar. An der Vorderseite des Gehäuses ist eine Schiene zur Befestigung von Lampen und Zubehör integriert, während die tiefen Greifrillen an der Vorder- und Rückseite des Schlittens das Laden und die Bedienung der Pistole erleichtern.
Drei Konfigurationen für unterschiedliche Einsatzzwecke

Das kompakteste Modell der neuen Produktfamilie ist die Echelon Pro 4.0C Comp mit einem 4-Zoll-Lauf (ca. 102 Millimeter) und einem kompakten Griffmodul. Diese wird mit drei 18-Schuss-Magazinen geliefert und ist die Variante, die am stärksten auf den Einsatz zur Selbstverteidigung ausgerichtet ist.
Die Echelon Pro 4.0FC Comp verfügt über den gleichen Verschluss wie die 4.0C, ebenfalls mit 4-Zoll-Lauf, kombiniert dies jedoch mit einem Full-Size-Griffstück. Diese Hybridkonfiguration bietet eine kompakte Visierlinie und geringe Abmessungen in der Länge sowie eine größere Grifffläche und die 20-Schuss-Kapazität des großen Magazins.
An der Spitze der Produktpalette steht die Echelon Pro 4.5F Comp, eine Full-Size-Version mit einem 4,5-Zoll-Lauf, also 114 mm Lauflänge. Auch in diesem Fall wird die Pistole mit insgesamt drei 20-Schuss-Magazinen geliefert.
Technische Daten und Preise der neuen Springfield Armory Echelon Pro Pistolen in 9 mm Luger mit integriertem Kompensator
Modell: | Echelon Pro 4.0C Comp | Echelon Pro 4.0CF Comp | Echelon Pro 4.5F Comp |
Kaliber: | 9 mm Luger | ||
Magazinkapazität: | 18 Patronen | 20 Patronen | 20 Patronen |
Lauflänge: | 102 mm | 4,5" (114 mm) | 4,5" (114 mm) |
Drall: | 1:10" | ||
Visierung: | Korn mit Tritium-Einsatz, Rechteckkimme | ||
Optics Ready: | ja | ||
Abmessungen: | 188 x 31x127 mm | 188 x 31x165 mm | 203 x 31 x 165 mm |
Gewicht: | 652 g | 680 g | 709 g |
Preis (MSRP): | 899,- US-Dollar | ||
Ausstattung/ Ausführung: | integrierter Kompensator, 2 Reservemagazine | ||
In den Vereinigten Staaten haben alle drei Modelle denselben empfohlenen Verkaufspreis (Manufacturer's Suggested Retail Price, MSRP) von 899,- Dollar. Zum Zeitpunkt der Präsentation hat Springfield Armory noch keine Angaben zu Preisen und Verfügbarkeit für den europäischen Markt gemacht.
Weitre Infos zu diesen und anderen Waffen des Herstellers finden Sie auch auf der Webseite von Springfield Armory.










