Multispektral-Ferngläser Pulsar Symbion LRF DXT50 und LRF DXR50 − die hochauflösenden Tag- und Nachtsicht-Beobachtungsoptiken für den 24/7-Einsatz im Praxistest

Das Multispektral-Fernglas Pulsar Symbion LRF ist in zwei Ausführungen erhältlich, als DXT-50 und als DXR-50. Beide Versionen werden in einer ansprechenden Nylon-Tragetasche mit umfangreichem Zubehör geliefert.

Die meisten unserer Leser dürften mit Wärmebildkameras und digitalen Nachtsichtgeräten vertraut sein. 

In diesem Testbericht geht es jedoch um Multispektral-Ferngläser, genauer gesagt um die Modelle Symbion LRF DXT50 und LRF DXR50 von Pulsar, und daher sollte eine kurze Zusammenfassung wichtiger technischer Grundlagen an dieser Stelle hilfreich sein:

Die digitale Tag- und Nachtsicht liefert dank 4K-Sensoren eine beeindruckende Detailgenauigkeit und sogar Farbbilder bei sehr geringen Lichtverhältnissen. Wenn kein Umgebungslicht vorhanden ist, sorgt ein unsichtbarer IR-Strahler für hervorragende Schwarz-Weiß-Bilder. 

Allerdings ist die IR-Lichtquelle mit Blick auf den behördlichen Bereich auch für andere Nutzer von Nachtsichtgeräten sichtbar, und die digitale Nachtsicht weist gegenüber der  Taglichtoptik einige Einschränkungen auf: Unbewegliche, getarnte oder teilweise verdeckte Lebewesen können der Erkennung entgehen.

Sowohl das Multispektral-Fernglas Pulsar Symbion DXT-50 als auch das DXR-50 nutzen die gleiche Gehäuseform. Äußerlich kann man die beiden Modelle allerdings an den dezenten blau-weißen oder gold-schwarzen Einsätzen mit der Modellbezeichnung sowie der Farbe der Markenlogos und am Regler für den IR-Strahler unterscheiden.

Die Wärmebildtechnik hingegen erfasst die von Menschen, Tieren und Gegenständen abgegebene Infrarotstrahlung, wodurch herkömmliche visuelle Tarnung weitaus weniger wirksam ist. Da der Wärmebildkanal keine externe Beleuchtung benötigt, ist er zudem passiv und daher schwerer zu erkennen. Der Nachteil besteht darin, dass Wärmebildsysteme Temperaturunterschiede anzeigen und nicht das natürliche Erscheinungsbild und die Konturen von Objekten, während ihre Sensoren im Allgemeinen eine deutlich geringere Pixelauflösung aufweisen.

Das Symbion ist kein echtes Fernglas, zumindest nicht im herkömmlichen Sinne, da hier eine Objektivlinse für den Tag-/Nachtsichtkanal und die andere für die Wärmebildgebung vorgesehen ist. Der LRF nutzt ein Ein- und Austrittsfenster, das  sich zwischen den Okularen verbirgt.

Multispektrale Optiken vereinen digitale Tag- und Nachtsicht mit Wärmebildtechnik in einem einzigen Gerät und ermöglichen es dem Benutzer, sowohl sichtbare als auch unsichtbare Bereiche des Spektrums zu erkennen – manchmal sogar gleichzeitig. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Wellenlängenkanälen oder deren gemeinsame Darstellung im selben Sichtfeld mittels Bild-in-Bild-Funktion sorgt für mehr Sicherheit und eine bessere Identifizierung des Beobachteten. Diese Klasse optoelektronischer − alias optronischer − Geräte ist ein wichtiger Leistungsmultiplikator in den Bereichen Suche und Rettung, Strafverfolgung, Luftfahrt und Jagd, sprich überall dort,  wo Anwender die Umgebung klar erkennen und Personen oder sich bewegende Tiere mithilfe von Wärmebildtechnik schnell lokalisieren müssen –  zudem sind solche Geräte für einen echten 24/7-Einsatz geeignet. 

Dennoch sind auch Jäger nach wie vor eine wichtige Kundengruppe, da eine multispektrale Optik im jagdlichen Einsatz enorme Vorteile und einen hohen Mehrwert bietet – und im Fall der Pulsar Symbion-Ferngläser sind 4K-Digitalbildgebung bei Tag und Nacht, Wärmebildtechnik, ein IR-Strahler sowie ein integrierter Laser-Entfernungsmesser in einem einzigen handgehaltenen optischen Beobachtungsgerät vereint.

Video: Die Multispektral-Ferngläser Pulsar Symbion LRF DXT50 und Symbion LRF DXR50 im Praxis-Check

Wichtige Unterschiede und Gemeinsamkeiten der  Multispektral-Ferngläser Pulsar Symbion LRF DXT50 und LRF DXR50

Die Okulare des Pulsar Symbion können auf den Pupillenabstand des Nutzers angepasst werden und haben jeweils eine eigene Dioptrienverstellung. Der kleine rote Sensor zwischen den Okularen an der Mittelbrücke schaltet die Displays aus, um Strom zu sparen, wenn sich das Fernglas vom Gesicht des Benutzers entfernt.

Das Multispektral-Fernglas von Symbion ist in zwei Modellvarianten erhältlich: das Symbion LRF DXT50 und das Symbion LRF DXR50; beide Versionen verfügen über dasselbe aus einer Magnesiumlegierung gefertigte Gehäuse, eine ergonomische Bedienoberfläche, einen IR-Strahler, einen Laser-Entfernungsmesser sowie einen digitalen 4k-CMOS-Tag-/Nachtkanal mit 6,5- bis 26-fachem Digitalzoom.

Der Unterschied liegt im Wärmebildmodul: Das DXT50 basiert auf einem hochauflösenden, ungekühlten Mikrobolometer mit einer Auflösung von 1280 × 1024 Pixeln und einer Pixelgröße von 12 µm sowie einer System-NETD-Empfindlichkeit von < 20 mK, während der DXR50 einen hochempfindlichen 640×480/12 µm-Sensor mit einer System-NETD von besser als 18 mK verwendet. Alle Wärmebildmodule bieten eine volle Bildrate von 50 Hz. Da sowohl der Pixelabstand als auch das Objektiv – ein Germaniumelement mit F1,0 und 50 mm Brennweite – identisch sind, unterscheidet sich die feste native Vergrößerung aufgrund des Bildsensor-Crop-Faktors: 2-fach beim DXT50 und 4-fach beim DXR50; außerdem ist das Zoomverhältnis unterschiedlich, weshalb die thermische digitale Vergrößerung 2 bis 24-fach bzw. 4 bis 32-fach beträgt.

Um die ergonomische Fokussierung zweier separater optischer Kanäle zu ermöglichen, gibt es eine elegante Lösung: zwei koaxiale Drehknöpfe, die sich optisch und haptisch unterscheiden und die thermale und die digitale Tag-/Nacht-Funktion steuern.
Das Fenster zwischen den Okularen des Symbion schützt die Optik und den Sensor des Laser-Entfernungsmessers mit 1.500 m Reichweite; darüber befindet sich hier auch die Ausgangslinse für den fokussierbaren IR-Strahler.

Zu den gemeinsamen Funktionen gehören außerdem die Aufnahme von Videos und Fotos (auf einem integrierten 64-GB-Speicher), Anschlussmöglichkeiten an Computer und Aufladen über einen USB-C-Anschluss, die Verbindung zu Smart-Geräten über WLAN sowie die kostenlosen mobilen Apps „Stream Vision 2“ und „Stream Vision Ballistics“, den bereits erwähnten integrierten Laser-Entfernungsmesser und den IR-Strahler mit einer effizienten und leistungsstarken 850-nm-IR-LED. Nicht zuletzt ist das kompakte, robuste und dennoch leichte, gummiarmierte Gehäuse nach IPX67 zertifiziert Staub und wasserdicht.

Das Pulsar Symbion verwendet einen hauseigenen APS5-Akku (zwei werden mitgeliefert), dessen Laufzeit laut Pulsar für 10 Stunden Dauerbetrieb beim DXR50 und 8 Stunden beim DXT50 ausreicht.

Tipps zum Umgang mit dem Multispektralfernglas Pulsar Symbion

Das Fach für den Wechselakku ist von der rechten Seite des Pulsar Symbion zugänglich. Der hauseigene APS5-Akku von Pulsar lässt sich problemlos auch bei völliger Dunkelheit austauschen. Insgesamt zwei Akkus gehören jeweils zum Lieferumfang bei den Symbion-Modellen.

Schon beim Anfassen vermittelt das Symbion einen Eindruck von der dahintersteckenden hohen Produkt- und Verarbeitungsqualität – mit hervorragenden Materialien und einem Gewicht, das sich nicht schwer, sondern einfach solide anfühlt. Und das, obwohl es einschließlich Akku etwa ein Kilogramm wiegt und damit etwas schwerer ist als ein „durchschnittliches“ 8x42-Premium-Fernglas mit Dachkantprismen.

Die beiden im Lieferumfang enthaltenen APS-5-Li-Ionen-Akkus sollen eine Betriebsdauer von bis zu 8 Stunden beim Symbion LRF DXT50 und bis zu 10 Stunden beim LRF DXR50 ermöglichen.

Das Symbion verfügt über eine äußerst ergonomische Benutzeroberfläche, die für die vollständige Einhandbedienung ausgelegt ist, mit zwei koaxialen Fokussierrädern (eines für den Wärmebildmodus, eines für den Digitalmodus), die zwischen den Okularen an der Mittelbrücke sitzen. Hinzu kommt ein Scrollrad (Controller-Ring) auf der Oberseite samt sieben Multifunktionstasten – drei davon werden von dem Controller-Ring umschlossen, die anderen sind paarweise recht und links daneben gruppiert. Die Vielzahl an Funktionen, Menüs und Bedienelementen mag auf den ersten Blick überwältigend wirken. 

Jedes Mal, wenn ein Bedienelement betätigt wird, gibt es ein haptisches Feedback zur Bestätigung. Die Bedienoberfläche ist sehr intuitiv: Jede Taste verfügt über zwei Funktionen, je nachdem, ob man sie lang oder kurz drückt, und man braucht wirklich nur einen Nachmittag mit der Bedienungsanleitung, um alles zu verstehen und sich dann auf das konzentrieren zu können, was man durch die Okulare sieht, anstatt darauf, was man an den Bedienelementen des Symbion macht.

Der dreistufige Ein-/Aus-Schalter befindet sich in Form eines Drehhebels der Unterseite des Gehäuses, und die Steuerung des IR-Strahls erfolgt über einen Schieberegler direkt vor dem Scrollrad. Wenn man das Gerät in der Hand hält, fällt der Daumen ganz natürlich darauf, sodass eine sofortige Bedienung möglich ist.

Das Bedienfeld des Symbion LRF besteht aus insgesamt sieben Bedientasten, die innerhalb und neben dem als Scrollrad dienenden Controller-Ring angebracht sind. Die Tasten sind leicht zu erkennen und auch gut zu erreichen. Außerdem gibt es Fokusregler und die IR- Spot-/Flutlicht-Steuerung.

Der Pupillenabstand lässt sich leicht einstellen, und jedes Okular verfügt über eine unabhängige Dioptrieneinstellung. Das 1920×1080-AMOLED-Mikrodisplay in den Okularen hat eine neuartige Form mit abgerundeten Ecken, die sich irgendwie angenehmer bedienen lässt als das üblichere, scharfkantige Rechteck. Auf Wunsch lässt sich die Form jedoch über den Regler „Screen Shape“ auch in eine vollständig runde Form versetzen.

Wie bei optronischen Ferngläsern von Pulsar üblich, sorgt ein Näherungssensor dafür, dass sich das Display sofort einschaltet, sobald es an die Augen des Benutzers geführt wird, und sich ausschaltet, wenn es entfernt oder nicht benutzt wird – eine Funktion zur Energieeinsparung.

Sowohl die Fokussierknöpfe für den Wärmebildkanal als auch für den Tag-/Nacht-Digitalkanal lassen sich angenehm bedienen – sie sind leicht mit einem Finger zu bewegen und einzustellen. Überdies sind sie ausreichend gebremst, um ein versehentliches Verstellen während der Benutzung des Fernglases zu verhindern. Beim Batteriewechsel vibriert das Gerät auch im ausgeschalteten Zustand und bestätigt so selbst in stockfinsterer Nacht, dass die Batterie erfolgreich eingelegt wurde.

So schlägt sich der Digitalkanal des Pulsar Symbion im Praxistest

Dieses Foto verdeutlich die ergonomische Anordnung der Bedienelemente bei den Pulsar Symbion Ferngläsern. Alle beim Beobachten nötigen Räder und Tasten lassen sich bequem erreichen und bedienen.

Für den Testbericht stellte uns Pulsar gleich beide verfügbaren Modelle des Multispektral-Fernglases „Pulsar Symbion“ zur Verfügung: das LRF DXT50 und das LRF DXR50. Da sich die beiden Modelle lediglich im Wärmebildkanal unterscheiden, befassen wir uns daher zunächst einmal mit den recht beeindruckenden 4K-CMOS-Vollfarb-Digitalkanal für den Tag- und Dämmerungsbetrieb, der im Nachtsichtmodus auf Schwarz-Weiß (oder Grün) umschaltet. 

Unter dem Symbion befindet sich die versenkte Stativbefestigungsstelle, für die ein spezieller  Adapter mitgeliefert wird. Dieser Adapter dient gleichzeitig als Arca-Swiss-Schiene.

Zunächst einmal bleibt die Bilddetailgenauigkeit, da der Sensor eine 4K-Auflösung und das Okular-Display eine Full-HD-Auflösung aufweist, sind die Bilddetails von der nativen 6,5-fachen Vergrößerung bis hin zur 13-fachen Vergrößerung praktisch unverändert (wobei übrigens das Bild des beschnittenen Sensors und die Displayauflösung identisch sind!); erst bei Annäherung an die maximale 26-fache Vergrößerung macht sich ein leichter Schärfeverlust bemerkbar. Der Zoom lässt sich bequem über den Controller-Ring einstellen.

Bei Dämmerung oder schlechten Lichtverhältnissen führt die Auswahl von Farbe – selbst im Dämmerungsmodus – aufgrund von Bildrauschen natürlich zu körnigen Bildern, doch durch den Wechsel in den vollständigen Nachtsichtmodus in Schwarz-Weiß werden Bildschärfe und Konturenschärfe sofort wieder auf das Niveau bei Tageslicht angehoben. Das Symbion nutzt EIS (elektronische Bildstabilisierung), um das Bild bei hoher Vergrößerung zu stabilisieren, was sehr effektiv funktioniert. Die EIS-Funktion lässt sich ein- und ausschalten und ist bei Verwendung des LRF-Moduls deaktiviert. Apropos: Die Reichweite des Entfernungsmessers beträgt nun 1.500 Meter, und das Gerät funktioniert im Einsatz sehr gut, selbst unter widrigen Bedingungen wie leichtem Nebel, Dunst und Regen. Der LRF verfügt über Punkt- und Dauermessmodi, misst den Zielwinkel und die THD (True Horizontal Distance) und sein Absehen zum Anvisieren des Zielobjekts lässt sich ändern. Interessanterweise ist der Strahl im Nachtmodus perfekt sichtbar.

Der IR-Strahler ist leistungsstark, lässt sich auf drei verschiedene Leistungsstufen einstellen, und die clevere Schieberegler-Zoomsteuerung zur Einstellung des Lichtstrahls von breit bis punktförmig funktioniert sehr intuitiv.

Das können das Symbion LRF DXT50 und LRF DXR50 im Bereich ihrer Wärmebildkanäle leisten

Die Wärmebildkanäle der beiden Symbion-Ferngläser verfügen jeweils über eine Reihe sehr interessanter Funktionen. Dabei ist keines der Modelle im eigentlichen Sinn besser als das andere, vielmehr ist jedes für einen bestimmten Zweck ausgelegt. Das DXR50 verwendet einen 640×480-Sensor, verfügt jedoch über einen höheren digitalen Zoomfaktor, der bei einer nativen 4-fachen Vergrößerung beginnt, und zeichnet sich zudem durch eine bessere Systemempfindlichkeit von <18 mK aus.

Das DXT50 verfügt über einen hochauflösenden 1280x1024-Sensor, ist jedoch mit < 20 mK etwas weniger empfindlich und bietet zudem eine geringere Gesamtvergrößerung, beginnend bei einer nativen 2-fachen Vergrößerung. Pulsar vermarktet das DXT50 als Lösung für die Beobachtung und das Abtasten komplexer und unübersichtlicher Geländeabschnitte im mittleren Bereich, wie beispielsweise Wälder und dichte Vegetation, wo sein Weitwinkel und die geringere thermische Vergrößerung in Kombination mit seiner extrem hohen Auflösung dabei helfen, subtile Bewegungen im dichten Gehölz zu erkennen.

Der dreistufige An-und-Ausschalter ist eine willkommene Rückbesinnung – ein an der Unterseite des Geräts verborgener Drehhebel mit dem sich das Gerät ein- und ausschalten sowie in einen Standby-Modus  zum Energiesparen versetzen lässt. Hier könnte man schlicht sagen: Warum etwas ändern, was sich bewährt hat...

Eine höhere Empfindlichkeit bedeutet eine bessere Erkennung, und Pulsar empfiehlt das DXR50 für Beobachtungen über größere Entfernungen auf offenem Gelände sowie zur Überwachung entfernter Ziele von Bergrücken aus. Die Erkennungsreichweite für ein Ziel von der Größe eines Rehs oder eines Menschen beträgt unter optimalen Bedingungen 2.300 m, und der höhere 32-fache Digitalzoom hilft bei der Identifizierung – obwohl das angezeigte Bild in diesem Fall nur aus 80 × 60 der ursprünglichen Sensorpixel zusammengesetzt ist. Im Vergleich dazu zeigt das DXT50 bei 24-facher Vergrößerung 107 × 85 Pixel der ursprünglichen Sensordetails an. Hier sollte man auch beachten, dass der digitale Kanal eines Symbions bei 26-facher Vergrößerung 960 × 540 Pixel anzeigt. Doch zurück zum Wärmebildkanal. Dieser verfügt über zahlreiche Filter, Bildverbesserungen, wählbare Farbpaletten und Modi, um Qualität und Leistung in jeder Situation und unter allen Umgebungsbedingungen zu steigern und die Erkennungsreichweite sowie die Identifizierung in Szenarien mit geringem Temperaturkontrast, wie etwa bei Nebel, Niederschlag oder hoher Luftfeuchtigkeit, zu verbessern; In diesem Fall bietet der Softwarealgorithmus von Pulsar eine spezifische und sehr interessante Bildverbesserung, in dem die Empfindlichkeitsverstärkung in drei Modi eingestellt werden kann, um die Qualität der Erkennung und Objekterkennung zu verbessern. Um digitale Verzerrungen zu reduzieren, die durch andere Verstärkungsstufen als „Normal“ verursacht werden, kann der Glättungsfilter verwendet werden.

Beim Praxistest des multispektralen Fernglases Pulsar Symbion LRF fiel positiv auf, dass der Hersteller strategisch geschickt platzierte Gummieinlagen am Gerät angebracht hat, um die Griffigkeit und Ergonomie zu verbessern

Beim Einsatz war der Tester von der Qualität des vom Pulsar Symbion DXR50 angezeigten Wärmebildes beeindruckt – zweifellos das beste Bild, das der Autor je von einem Sensor mit einer Auflösung von 640 px Breite gesehen hat, und es übertrifft bei weitem das Gerät, das er zuvor für das beste in seiner Klasse gehalten hatte – das Merger, ebenfalls von Pulsar. 

Die Ergonomie ist eine der Stärken des Pulsar Symbion: Die Taste, der Drehregler und das Scrollrad liegen ganz natürlich unter den Fingern des Benutzers und ermöglichen eine intuitive und unmittelbare Steuerung der Funktionen des Multispektralgeräts.

Auch auf die Gefahr einer inhaltlichen Wiederholung hin: Das Bild des Symbions zeichnet sich durch Kontrast, Detailreichtum, eine gleichmäßige Graustufenwiedergabe und einen Gesamtdynamikbereich aus, der wirklich eine Klasse für sich ist. Ehrlich gesagt ist die 32-fache thermische Vergrößerung der Auffassung des Autors nach  etwas zu hoch, obwohl sie durchaus brauchbar ist. Im praktischen Einsatz hat er sich daher meist nur etwa bis zur 20-fachen Vergrößerung bewegt und ist nur selten auf 26- bis 28-fach gegangen. 

Aber für den Fall der Fälle hat man hier dann noch etwas in der Hinterhand, falls man es wirklich braucht. Und es gibt ja durchaus auch Situationen, in denen man dann doch für eine höherer Vergrößerung dankbar ist.  Das gilt analog natürlich auch für den 24-fachen Zoom des DXT50. Und wo wir gerade vom „großen Bruder“ sprechen: Was bringt der hochauflösende Sensor mit sich? Nun, das Bild ist für ein Wärmebildgerät unglaublich detailreich, ideal für das sofortige eindeutige Ansprechen und das Gerät bietet, wie bereits erwähnt, ein enorm breites Sichtfeld bei geringerer Grundvergrößerung. Das bedeutet, dass es eine wahnsinnige Geschwindigkeit beim Abglasen ermöglicht: Dank des weiten Sichtfelds und der vierfachen Auflösung erhält man im Grunde die vierfache Absucheffizienz und kann große Felder oder Hänge schnell absuchen, ohne dass einem Bewegungen entgehen – selbst wenn Tiere oder Personen teilweise verdeckt und hinter dichter Vegetation verborgen sind.

Das Pulsar Symbion Multispektral-Fernglas im DUO-Modus − gleichzeitige Nutzung von Digital- und Wärmebildkanal

Vergessen wir nicht, dass das Pulsar Symbion ein multispektrales optisches Gerät ist; und dass das Umschalten zwischen den Kanälen zwar wirklich cool ist, es aber der Inbegriff von Coolness ist, sowohl Wärmebild als auch 4K-Digitalbild gleichzeitig im Sichtfeld zu haben. Das Symbion verfügt über den sogenannten DUO-Modus, der mithilfe der Bild-in-Bild-Funktion einen Kanal im Hauptsichtfeld und den anderen im PiP-Fenster (Bild-im-Bild-Fenster) anzeigt; die Kanäle lassen sich nach Belieben über dieselbe DUO-Steuerung umschalten (kurzer Druck, sobald aktiviert). Das ist schnell und einfach zu bedienen und in den meisten Anwendungsszenarien – und natürlich bei der Jagd – äußerst nützlich. So nutzt der Autor gerne die Wärmebildkamera als Hauptkanal und das PiP-Fenster für die digitale Bildgebung. Das erlaubt eine schnelle und einfache Erkennung sowie sofortige Bestätigung/Identifizierung dessen, was man sieht – über den Dämmerungs- oder Nachtsichtkanal, den man bei Bedarf auch vergrößern kann.

Die Objektivdeckel des Symbion sind stabil und schützen die Objektivlinsen, insbesondere das empfindliche Germaniumelement für den Wämebildkanal.
Die Objektivdeckel des Symbion sind abnehmbar und verfügen über robuste Steckklemmen, die mit einem Klicken in ihre Gegenstücke am Gehäuse einrasten.

Technische Daten der Pulsar Multispektralferngläser Symbion LRF DXT50 und Symbion LRF DXR50

Modell: Symbion LRF DXT50 Symbion LRF DXR50
Geräteart:

Binokulares Wärmebildgerät mit Laser-Entfernungsmesser

Thermalsensor:1280 × 1024 px, 12 µm640 × 480 px, 12 µm
Typ des Thermalsensors:

Ungekühltes Mikrobolometer

System NETD:<20 mK<18 mK
Digitaler Sensor:

4K-CMOS, 3840 × 2160 px

Bildwiederholfrequenz:

50 Hz

Objektive:

Thermal F50 / 1,0; digital F50 / 1,8

Thermale Vergrößerung: 2-fach bis 24-fach 4-fach bis 32-fach
Digitale Vergrößerung:

6,5-fach bis 26-fach

Dioptrienverstellung:

 -5 bis +5 dpt

Augenabstand:

13 mm

Pupillenabstand:

62,5 bis 74 mm, einstellbar

Displaytyp:

1920 × 1080 px, MicroLED (AMOLED)

Wärmedetektionsreichweite:

2.300 m

Maximale Reichweite LRF:

1.500 m, Genauigkeit ±1 m

IR-Strahler:

Fokussierbare LED, 850 nm, mit drei einstellbaren Leistungsstufen

Audio-/Videoaufzeichnung:

Videos und Fotos mit einer Auflösung von 1440 × 1080 px auf dem internen 64-GB-Speicher

Konnektivität:

WLAN 2,4 / 5 GHz; USB-C (Stromversorgung und Datenübertragung)

Batteriesystem:

2 × externe APS5-Akkus, 3,7 V, 4900 mAh

Betriebszeit bei +22 °C:8 Stunden mit 2 × APS5-Akkus

10 Stunden mit 2 × APS5-Akkus

Material des Gehäuses:

Magnesiumlegierung

Abmessungen:

207 mm × 132 mm × 72 mm

Gewicht:

1,0 kg, inklusive Akku

Wasserdichtigkeit:

nach Schutzart IP67

Stativ-Schnittstelle:

1/4"-Standard-Gewinde und ARCA-SWISS

Preis (UVP):  5.990,- Euro

3.990,- Euro

Unterm Strich − das Fazit zu den neun Pulsar Symbion-Modellen:

Welches der beiden Modelle des Multispektralfernglases „Pulsar Symbion“ ist also das richtige für Sie? Laut den technischen Angaben von Pulsar gilt: „Entscheiden Sie sich für das DXT50, wenn Sie Wälder absuchen, schnellere Schwenks und ein breiteres Sichtfeld benötigen. Entscheiden Sie sich für das DXR50 für Fernbeobachtungen und eine längere Betriebsdauer.“
Vielleicht hilft Ihnen ja das persönliche Fazit unseres Testers bei der Entscheidung für das eine oder andere Modell: "Ich muss zugeben, dass mich die ultrahohe Auflösung und die Leistung des DXT50 umgehauen haben. Die Bildqualität bei der nativen 2-fachen Vergrößerung mit dem Sensor mit vollen 1280 × 1024 Pixeln ist unglaublich. Klar, scharf und so flüssig. Kurz gesagt – fantastisch. Aber meiner bescheidenen Meinung nach läuft es letztendlich darauf hinaus, dass das DXR50 eine höhere Vergrößerung, eine längere Akkulaufzeit und einen niedrigeren Preis bietet. Und zwar mit deutlichem Abstand. Der UVP des DXR50 liegt genau 2.000 Euro unter dem angegebenen UVP des DXT50, der bei 5.990,- Euro liegt. Rechnen Sie einfach mal selbst … entweder spielt Geld keine Rolle, oder man muss eine Entscheidung treffen, bei der sowohl das Budget als auch die jeweiligen Anwendungsszenarien berücksichtigt werden.

Der Preis beider Modelle ist jedoch gerechtfertigt; die Leistung ist nach wie vor kaum schlagbar. Ich bin der Meinung, dass diese beiden Geräte zu den besten kommerziellen Multispektral-Ferngläsern für den 24/7-Einsatz gehören, die derzeit auf dem Markt sind – wenn nicht sogar die besten. 

Im Lieferumfang sind zahlreiche Zubehörteile enthalten: zwei Akkus, eine sehr schöne schwarze Nylon-Tragetasche, ein Ladegerät sowie ein ultraschneller Ladeadapter für zwei Akkus und ein USB-C-Kabel." 


Weitere Infos finden Sie auf der deutschsprachigen Produkt-Webseite von Pulsar mit den neuen Symbion LRF-Modellen.

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