Geartester Festival 2026 – Tag 3: Den letzten Tag in diesem Jahr testen, staunen und austauschen

Nach zwei vollen Festivaltagen startete der Sonntag in Coesfeld mit einer besonderen Mischung aus Rest-Euphorie, Endspurt-Stimmung und spürbarer Erschöpfung. Kein Wunder: Während des Wochenendes kletterte das Thermometer zeitweise auf bis zu 38 Grad Celsius im Schatten. Dazu kam am Vorabend noch das Public Viewing des Deutschland-Spiels bei der WM – mit erfolgreichem Ausgang für die Nationalmannschaft. Entsprechend gab es am Morgen auf dem Campingplatz und auf dem Festivalgelände manches Gespräch über die Hitze, späte Tore, lange Abende und die letzten Programmpunkte des Wochenendes.

Trotz des etwas kürzeren Sonntagsprogramms bleibt auch der dritte Festivaltag dicht gefüllt. Nach dem Frühstück und der Eröffnung des dritten Tages ging es noch einmal in die Community Area, zu den Ausstellern, an die Food- und Getränkestände sowie in die Experience Area. Dort standen unter anderem Schießen, GT-Challenge und Offroad-Erlebnisse auf dem Plan. Parallel liefen auf Mainstage, Academystage und Waldbühne erneut Masterclasses, bevor das Festival am frühen Abend früher als an den Tagen zuvor ausklingt.

Gerade dieser letzte Tag zeigt noch einmal, was das Geartester Festival ausmacht: ausprobieren, vergleichen, Fragen stellen, Erfahrungen austauschen – und nun bei etwas milderen Wetterbedingungen das gemeinsame Festivalgefühl mitnehmen. Bevor in Coesfeld der Abbau beginnt, nutzen viele Besucher die verbleibenden Stunden, um noch einmal Waffen, Ausrüstung und Angebote in der Praxis zu testen.

Wir beginnen unseren Rückblick deshalb dort, wo am Sonntag weiterhin viel Betrieb herrscht: auf den Schießständen. Dort sammeln die Besucher ihre letzten Eindrücke des Festivalwochenendes – und können verschiedene Testwaffen noch einmal unter realen Bedingungen erleben.


Geartester Festival 2026: Haenel LR/ONE in 6,5 Creedmoor auf dem Schießstand

Mit der Haenel LR/ONE stand eine Präzisions-Repetierbüchse für Long-Range- und PRS-Anwendungen auf dem Stand zur Verfügung. Geschossen wurde die Büchse in 6,5 Creedmoor. Je nach Ausführung ist die LR/ONE außerdem in .223 Rem. und .308 Win. erhältlich. Die Büchse setzt auf ein verstellbares Chassis mit AR-kompatiblen Schnittstellen. Schulterstütze, Wangenauflage und Schaftkappe lassen sich an den Schützen anpassen. Dazu kommen ein kaltgeschmiedeter 20-mm-Präzisionslauf, M-LOK-Schnittstellen, eine durchgehende NAR-Schiene, ARCA-Anschluss und ein Mündungsgewinde.

Der trocken stehende Direktabzug liegt bei rund 900 Gramm. Die Büchse kommt außerdem mit einer Daumenauflage, die eine entspanntere Handhaltung ermöglichen soll. Mit einer UVP von 2.696,- Euro richtet sich die Haenel LR/ONE vor allem an Sportschützen, die eine vielseitig ausbaubare Präzisionsbüchse für größere Distanzen suchen. Mehr Informationen zur Haenel LR/ONE gibt es oben im Video und direkt auf der Webseite des Herstellers.


Geartester Festival 2026: Pulsar Symbion LRF DXT50 vorgestellt

Mit dem Pulsar Symbion LRF DXT50 zeigt Pulsar ein binokulares Multifunktionsgerät, das Wärmebild, Nachtsicht und Sicht am Tag in einem System vereint. Damit richtet es sich vor allem an Jäger, die bei der Beobachtung möglichst flexibel bleiben und nicht zwischen mehreren Geräten wechseln möchten.

Zur Ausstattung gehören unter anderem ein integrierter Laserentfernungsmesser, Bildstabilisierung sowie ein 50-mm-Objektiv. Gerade auf weitere Entfernungen soll die Stabilisierung für ein deutlich ruhigeres Bild sorgen. Der binokulare Aufbau bringt dabei einen weiteren Vorteil: Da mit beiden Augen beobachtet wird, wirkt das Sehbild entspannter und weniger ermüdend als bei längerer Nutzung eines monokularen Geräts. Die Bedienung erfolgt über gut erreichbare Tasten auf der Oberseite. Auch im Dunkeln lassen sich die Bedienelemente ertasten, was den praktischen Einsatz erleichtert. Zwischen Wärmebild, Nachtsicht und Tagsicht kann direkt gewechselt werden. Zusätzlich stehen je nach Modus verschiedene Farbpaletten zur Verfügung.

Für die Energieversorgung nutzt das Pulsar Symbion LRF DXT50 das bekannte APS5-Wechselakkusystem. Mit den mitgelieferten Akkus sollen je nach Modell rund acht bis zehn Stunden Beobachtungszeit möglich sein. Ebenfalls an Bord sind Foto- und Videofunktionen, die in allen drei Beobachtungsmodi genutzt werden können – auch dann, wenn während einer laufenden Aufnahme der Modus gewechselt wird. Mehr Informationen zum Pulsar Symbion LRF DXT50 gibt es oben im Video und direkt auf der Webseite des Herstellers.


Geartester Festival 2026: Huntex Jungjägerpaket 2026 mit der Huglu Ovis G2 und dem Alpen Optics LT 2-12x44 im Set

Das in Hamburg ansässige Großhandelsunternehmen HUNTEX GmbH ist der deutsche Importeur für die Waffen des türkischen Herstellers Huglu und hat auch die Produkte von Alpen Optics im Programm. Da lag es nahe, eine preisgünstige Repetierbüchse von Huglu mit einem Zielfernrohr von Alpen Optics zu einem Paket für Jungjäger zusammenzuschnallen. Dieses Paket besteht dann aus einer Repetierbüchse Huglu Ovis G2 im Kaliber .308 Winchester und dem Alpen Optics 2-12x44 LT Glas sowie den passenden Montageringen. Das Paket kann über den Fachhandel bezogen werden und kostet in der Variante mit Holzschaft 1.299,- Euro und mit Kunststoffschaft 1.199,- Euro (jeweils UVP): Mehr zu dem günstigen HUNTEX Jungjägerpaket 2026 und warum sich das darin enthaltene Alpen Optics LT-Zielfernrohr hervorragend für den Einsatz mit Wärmebildvorsatzgeräten eignet, erfahren Sie in unserem oben verlinkten Video.


Geartester Festival 2026: Blaser Optik-Portfolio im Überblick

Am Stand von Blaser gab es einen kompakten Überblick über das aktuelle Blaser Optik-Portfolio. Für die Drückjagd ist unter anderem das RD20 Rotpunktvisier im Programm, das auf schnelle Zielerfassung und ein möglichst großes Sehfeld ausgelegt ist.

Bei den Zielfernrohren deckt Blaser mit den B1- und B2-Modellen verschiedene jagdliche Einsatzbereiche ab – vom Drückjagdglas bis zur Optik für weitere Distanzen. In der B2-Reihe finden sich beispielsweise Modelle wie das 1-6x24 iC, 1,7-10x42 iC, 2-12x50 iC, 2,5-15x56 iC und das 3-18x50 iC QDC+. Die B1-Serie umfasst unter anderem das 1-7x28 iC, 2,8-20x50 iC und 4-20x58 iC. Besonders im Fokus steht auf dem Festival die neue B1 Black Edition. Sie heißt vollständig B1 ZF 2,8-20x50 iC Black Edition. 

Bei QDC+ handelt es sich um die nachrüstbare Schnellverstellung für passende Blaser-Zielfernrohre. Über die QDC+-Ringauswahl lässt sich die Optik auf Kaliber, Laborierung und gewünschte Entfernung abstimmen. Mehr Informationen zum Blaser Optik-Portfolio gibt es oben im Video und direkt auf der Webseite des Herstellers.


Geartester Festival 2026: Steyr RMS WILD – der neue Geradezugrepetierer im Praxistest auf den laufenden Keiler

Mit dem RMS WILD hat Steyr Arms einen modernen Geradezugrepetierer auf den Markt gebracht, der an eine lange Tradition anknüpft: Denn bereits vor über 140 Jahren stellte das österreichische Unternehmen das erste Gewehr mit Geradezugsystem vor. Nun kommt die RMS Wild, wobei RMS für "Rapid Monobloc System" steht – die gesamte Waffe basiert auf Steyrs durchgehendem Monobloc-Konzept. Auf dem Geartester Festival 2026 zeigte uns AKAH-Repräsentant Mike Möglinger die RMS WILD im Kaliber .308 Winchester mit Red Dot auf den laufenden Keiler. Doch auch Kameramann Matze durfte Hand anlegen und sein Können auf die Präzisionsscheibe unter Beweis stellen. Die Waffe ist kompakt, schlank und in der Version mit 470-mm-Lauf mit einer Gesamtlänge unter einem Meter äußerst führig. Die Steyr RMS WILD gibt es jedoch auch mit 508 mm und 558 mm Lauflänge. Der Abzug löst bei 700 Gramm trocken und direkt aus – und lässt sich um 6 Millimeter in der Position verschieben. Eine höhenverstellbare Schaftbacke mit Memory-Effekt sowie wechselbare Spacer an der Schaftkappe erlauben eine individuelle Anpassung. Picatinny-Schienen oben und unten am Vorderschaft sowie ein 15x1-Mündungsgewinde für Schalldämpfer runden die Ausstattung ab. Aktuell fasst das Magazin drei Patronen plus eine im Lauf – bewusst schmal gehalten, um die Kompaktheit zu wahren. Auf dem Festival gab Möglinger jedoch eine Neuigkeit preis: Eventuell "zu Nikolaus", spätestens jedoch nächstes Jahr soll es auch ein 8-Schuss-Magazin geben.

Für die optimale Präzision aus Steyr-Läufen empfiehlt Möglinger schwere Geschosse – idealerweise 168 oder 185 Grain. Die von Matze auf dem Stand verwendete 150-Grain-Munition sei eigentlich etwas zu leicht. Trotzdem lieferte Matze eine ordentliche Dreiergruppe ab. Im Hintergrund schwang noch ein Wettstreit innerhalb der Familie mit: Sein Neffe hatte zuvor kalt eine besonders eng geschossene Fünfergruppe hingelegt. Toppen konnte er sie heute nicht – aber trotz nicht optimaler Munitionsauswahl war die legendäre Präzision der Steyr-Läufe auch mit der neuen RMS Wild unter Beweis gestellt worden. Auf den laufenden Keiler überzeugte Möglinger mit der Kombination aus Steyr RMS WILD und einem montierten GPO Spectra Dot Rotpunktvisier mit einer Serie sauberer 10er-Treffer umso mehr. Alle weiteren Infos zur Steyr RMS WILD gibt es unter steyr-arms.de, mehr zum GPO Spectra Dot finden Sie auf der Hersteller-Homepage. Die Verfügbarkeiten und Preise von Jagdwaffe und Red Dot können Sie auf der Webseite des Großhändlers AKAH abfragen.


Geartester Festival 2026: ThermTec zeigt das Ventus Multispektral-Fernglas und das Cyclops 335L 3.0 Wärmebildhandgerät 

Direkt am Stand von ThermTec konnten wir auf dem Geartester Festival 2026 in Coesfeld das neue Ventus aus erster Hand begutachten. Das Multispektral-Fernglas feierte wie von uns berichtet auf der IWA 2026 Premiere und ist seit Mai im Handel. Zwei Modelle vond verfügbar: Das ThermTec Ventus 635L mit 35-mm-Wärmebildobjektiv und breiterem Sichtfeld eignet sich für Wald und mittlere Distanzen, das ThermTec Ventus 650L mit 50-mm-Objektiv für weite, offene Feldreviere. Beide vereinen Wärmebildkanal und digitalen 4K-Tag-/Nachtsichtkanal (CMOS), dazu integrierten Laser-Entfernungsmesser und eine sehr praktische Bild-in-Bild-Funktion. Beim Blick durchs Okular fiel uns auf, wie zügig sich beide Kanäle dank getrennter Fokussierräder unabhängig scharfstellen lassen – laut Hersteller ein Alleinstellungsmerkmal im Reich der Multispektral-Ferngläser. Dazu kommen ein abnehmbarer Dual-IR-Strahler mit zwei Wellenlängen (850/940 nm) und ein Bildstabilisator für höhere Vergrößerungen, alles vereint in einem gummierten, kompakten Gehäuse.

Als zweites Gerät zeigte uns ThermTec das neue Monokular Cyclops 335L 3.0: Mit 384x288-Pixel-Sensor, 35-mm-Objektiv mit Einhand-Fokussierung, Laser-Entfernungsmesser bis 1.000 Meter und Betrieb mit 18650-Akkus ist das Cyclops in der Variante 3.0 vollgepackt mit Features für preisbewusste Einsteiger, zum Marktpreis von nur rund 1.300 Euro. Wer mehr über die Ventus-Serie, das Cyclops 335L 3.0 und das übrige ThermTec-Sortiment erfahren möchte, wird auf der Website von ThermTec beziehungsweise des deutschen Vertriebspartners Lippejagd Brinkmann fündig.


Geartester Festival 2026: Mauser M25 Max Repetierer mit Minox RS-6 3-18x56 Zielfernrohr – Starke Kombination am Schießstand

Nach einem langen Festival-Tag mit zehn Stunden auf den Beinen – Hitze inklusive – hat Reporter Matze auf dem Geartester Festival 2026 in Coesfeld noch einen weiteren Aufritt am Schießstand. Die Waffe der Wahl ist dieses Mal die Mauser M25 Max im Kaliber .308 Winchester, bestückt mit dem Zielfernrohr Minox RS-6 3-18x56 S BDC. Die Mauser M25 Max ist das Topmodell der Mauser-25-Serie und setzt auf einen markanten Schichtholz-Lochschaft aus Buche mit verstellbarer Wangenauflage. Besonders schnelles und geschmeidiges Repetieren ermöglicht der "Mauser Spread-Lock 250"-Geradezugverschluss mit zwei Verschlusswarzen. Der stufenlos einstellbare Direktabzug lässt sich zwischen 700 und 1.700 Gramm konfigurieren. Die Gesamtlänge der Mauser M25 Max beträgt 100 cm bei einem Gewicht von rund 3,4 Kilogramm – ein ausgewogenes Paket für Pirsch und Ansitz.

Per Schiene montiert kommt das Minox RS-6 3-18x56 S BDC zum Einsatz, ein Zielfernrohr, das für Dämmerungsjagd und weite Distanzen konzipiert ist. Neben einem feinen Fiberoptik-Leuchtpunkt ist das Glas mit einer BDC (Bullet Drop Compensator) Absehenschnellverstellung ausgestattet, die schnelle Distanzanpassungen ermöglicht. Am Stand setzte Matze die ersten beiden Schüsse exakt ins Schusspflaster. Der dritte riss zwar leicht nach oben aus, blieb aber, wie es aus dem Off zu hören war, "immer noch Hochblatt". Kein schlechtes Ergebnis nach einem echten Marathontag. Wie die Mauser M25 mit dem Minox RS-6 3-18x56 S BDC genau harmonierte, sehen Sie im Video. Mehr Informationen zur Mauser M25 Max für eine UVP von 1.995,- Euro finden Sie unter mauser.com, alles Weitere zum Minox RS-6 3-18x56 BDC für UVP 1.600,- Euro und das gesamte Zielfernrohr-Sortiment erfahren Sie auf der Minox-Webseite.


Geartester Festival 2026: Hornady-Geschosse in der jagdlichen Praxis – Ein Überblick mit Jens Tigges

Welche Geschosswahl passt zu welchem Wild und welchem Trefferbild? Im Video erklärt Jens Tigges anhand praktischer Erfahrungen, warum nicht allein das Kaliber entscheidend ist, sondern vor allem der Aufbau des Geschosses.

Weichere, schnell ansprechende Geschosse wie Hornady ELD-X können sehr gut funktionieren, wenn der Schuss passend platziert wird – etwa hinters Blatt. Geht es dagegen durch starke Blätter, Knochen oder viel Muskelmasse, sind härtere Geschosse mit hoher Tiefenwirkung im Vorteil. Gerade bleifreie Hornady-Geschosse wie das CX beziehungsweise vergleichbare harte Deformationsgeschosse bieten hier Reserven, weil sie auf kontrollierte Expansion, Tiefenwirkung und eine hohe Ausschusswahrscheinlichkeit ausgelegt sind.

Als einfache Faustregel bleibt: weiches Geschoss – weich rein, hartes Geschoss – hart rein. Tigges' ausführlichen Erfahrungen und Beispiele dazu gibt es oben im Video.