DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 das Zielfernrohr-Trio des Chemnitzer Optikspezialisten im ausführlichen Praxistest

Nach Firmenangaben werden die hier im Folgenden vorgestellten DDoptics-Zielfernrohre in Deutschland entwickelt, in Japan produziert und, zurück in der Heimat, sprich am Firmensitz in Chemnitz endmontiert. Das weckt schon einmal Vertrauen, denn abseits der im deutschsprachigen Raum gefertigten Spitzenoptiken der üblichen Verdächtigen spielt Japan als Herkunftsland von Zielfernrohren ganz vorne mit. DDoptics ist dermaßen von der Qualität der hauseigenen Zielfernrohre überzeugt, dass man eine 30-jährige Garantie gewährt.

Zielfernrohr-Trio aus Chemnitz: DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 im Test
Das in diesem Testbericht geprüfte DDoptics-Trio (von rechts): Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP V10 4-40x50 und DDMP V6 5-30x56.
Zielfernrohr-Trio aus Chemnitz: DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 im Test
DDoptics DDMP V6-Zielfernrohr 5-30x56. Preis: 1.899,- Euro (UVP).

DDoptics DDMP Long-Range-Gläser 

DDMP steht für „DDoptics Match Precision“ und die beiden Modelle DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 sind wahlweise in MOA- oder MRAD-Ausführung erhältlich, wobei uns die Zielfernrohre in der MRAD-Version für Testzwecke zur Verfügung standen. Interessant hierbei ist, dass das DDMP V6 in 5-30x56 mit einem in der ersten Bildebene angeordneten „tac-A“-Absehen und das DDMP V10 in 4-40x50 mit einem ebensolchen Absehen, allerdings in der zweiten Bildebene, ausgestattet ist. Aktuell dominieren im Weitdistanzschießwesen die in der ersten Bildebene montierten Absehen. Bei Vergrößerungswechseln verändert sich also die Größe des Absehens in Relation mit, was die Entfernungsschätzung zuverlässig ermöglicht. Hierbei sollte das Absehen bei hohen Vergrößerungen nicht zu viel vom Ziel abdecken und bei geringer Vergrößerung dennoch ein klares Fadenkreuz aufweisen. Das Long-Range-taugliche „tac-A“-Absehen liefert ausreichend Informationen und ist dabei transparent genug, um nicht viel vom Zielmedium abzudecken.

Zielfernrohr-Trio aus Chemnitz: DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 im Test
DDoptics DDMP V10-Zielfernrohr 4-40x50. Preis: 1.799,- Euro (UVP).

Beim V10 4-40x50 stimmen die Strichmarkierungen im Absehen nur bei jener Vergrößerung mit den Daten überein, die der Hersteller dafür speziell angibt. Beim V10 ist das die 10-fache Vergrößerung. Der zentrale Zielpunkt hat einen Durchmesser von 1 cm auf 100 m. Die kleinen Zwischenstriche markieren 5 cm und die Linienstärke beträgt 0,4 cm. Sehr gut finden wir den Freiraum um den Zielpunkt, in jede Richtung mindestens 4,5 cm (5 cm ab dem Mittelpunkt). Logischerweise werden die Abstände der Striche bei 20-facher Vergrößerung halb so groß und bei 40-facher Vergrößerung sind es nur ein Viertel der Dimensionen, die für die 10-fache Vergrößerung gegeben wurden. Linien von einem Millimeter und ein Punkt von 2,5 mm – das ist schon sehr fein. Beim V6 5-30x56 mit Absehen in der ersten Bildebene bleiben die Abstände zwischen den Strichen und die weiteren Markierungen stets identisch, egal, welche Vergrößerung Sie wählen. So bleibt der Abstand zwischen zwei Strichen 5 cm auf 100 Meter. Wird die Entfernung verdoppelt, dann werden die 5 cm zu 10 cm und so weiter. Der Schütze kann so mit Hilfe der Striche im Absehen, und je nach Entfernung und ein bisschen Rechenarbeit (Ballistik-App), die Dimensionen im Zielbild bestimmen. Wenn also ein anderes Ziel auf einer anderen Entfernung anvisiert wird und die Zeit knapp ist, braucht man nicht umständlich am Turm zu klicken, sondern kann sofort im Absehen den Haltepunkt wählen und das Ziel treffen.

Optische Leistung der Zielfernrohre von DDoptics

Zielfernrohr-Trio aus Chemnitz: DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 im Test
Blick durch das tac-A-Absehen des DDoptics DDMP V10 4-40x50 auf 100-m-Testscheibe. Bei 40-facher Vergrößerung erkennt man jedes Detail und das Absehen ist extrem fein. Der Punkt im Zentrum weist einen Durchmesser von nur 2,5 mm auf.

Hinsichtlich der Auflösung schneiden die beide DDMP Zielfernrohre sehr gut ab, einen Tick besser wären beispielsweise die Mark 5 HD-Zielfernrohre von Leupold, aber dann bewegt man sich auch in einer anderen Preisklasse. Das 5-30x56 ist in Auflösung und Kontrast geringfügig besser als das 4-40x50 mit zehnfachem Zoomfaktor und gigantischem Vergrößerungsbereich von 4-fach bis 40-fach. Eine solche Topleistung birgt aber auch den einen oder anderen Nachteil. Abgesehen von einer kleinen Austrittspupille bei großer Vergrößerung gibt es laut Hersteller eine Einschränkung bei großen Entfernungen über 1.000 Meter.

Zielfernrohr-Trio aus Chemnitz: DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 im Test
Bei 4-facher Vergrößerung bietet das DDoptics DDMP V10 4-40x50 ein Sehfeld von 8,9 m.

Wenn die Absehenjustierung im äußersten Randbereich verstellt wird, ist die Auflösung des Zielfernrohrs aus technischen Gründen nicht mehr gut genug für die 40-fache Vergrößerung. Hier müsste man laut DDoptics besser auf eine 20-fache Vergrößerung runterdrehen. Gut, dass der Hersteller ehrlich ist. Bei großen Verstellungsbereichen, so ungefähr ab 270 cm/100 m, kommt es oft vor, dass die Auflösung der Optik abnimmt. Der Grund? Der innere Tubus des Zielfernrohrs wird so verstellt, dass der Strahlengang etwas schräg durch das Zielfernrohr verläuft. Man sieht also nicht mehr durch das Zentrum des Objektivs, sondern mehr durch den Randbereich. Logisch, dass dann die Schärfe etwas abnimmt. Aus diesem Grund empfiehlt sich für Long Range immer eine Montage mit Vorneigung. Umso geradliniger der Strahlengang durch die Optik verläuft, desto besser die Leistung. Wir haben als Versuch ein Ziel auf 1.800 Meter Entfernung bei maximaler Höheneinstellung mit der 40-fachen Vergrößerung anvisiert und festgestellt, dass das Ziel unscharf war. Mit 20-facher Vergrößerung nahm die Bildschärfe zu. Eine wesentlich bessere Bildschärfe wurde auch erreicht, wenn die 40-fache Vergrößerung beibehalten, aber die Höheneinstellung um 60 Klicks reduziert wurde.

Zielfernrohr-Trio aus Chemnitz: DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 im Test
Blick durch das in der 1. Bildebene angeordneten tac-A-Absehens des DDoptics DDMP V6 5-30x56. Der Zielpunkt hat einen Durchmesser von 1 cm und die Linien haben eine Stärke von 4 mm. Der Ausschnitt zeigt das aus 0,2-mm-Linien bestehende Raster und die sehr gute Auflösung.
Zielfernrohr-Trio aus Chemnitz: DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 im Test
Das Sehfeld des DDoptics DDMP V6 5-30x56 ist bei 5-facher Vergrößerung mit 6,67 m ausreichend.

Eyebox & Sehfeld: DDoptics DDMP 4-40x50 und 5-30x56

Gerade in dynamischen Long-Range-Wettkämpfen wie etwa der Precision Rifle Series, oder kurz PRS, möchte man die Geschosseinschläge auch bei Fehlschüssen beobachten, um möglichst schnell korrigieren zu können. Das bedeutet, dass im Rückstoß das Zielbild erhalten bleiben muss. Ein zu großer Rückstoß, möglicherweise auch noch in Kombination mit einer kleinen Austrittspupille, vermiest einem diese Aufgabe. Deswegen sieht man beim PRS keine schweren Kaliber, aber wohl schwere Gewehre mit Schalldämpfern oder Mündungsbremsen. Außerdem kann je nach den persönlichen Fähigkeiten nur mit einer passenden Vergrößerung und daraus resultierender Austrittspupille geschossen werden. Bei 15-facher Vergrößerung hat das DDMP 5-30x56 immerhin 3,9 mm Austrittspupille, wohingegen das V10 DDMP 4-40x50 bei 16-facher Vergrößerung 3,1 mm bietet. Der Vergrößerungseinstellring des V10 weist keine 15x-Markierung auf, aber die Austrittspupille würde sich hierdurch nur gering ändern. Das 56er-Objektiv offeriert hier einen Mehrwert, denn größere Objektivdurchmesser bringen bei gleicher Vergrößerung und gleichen Konstruktionsmerkmalen immer eine größere Austrittspupille.

Türme & Justiergesamtumfänge 

Zielfernrohr-Trio aus Chemnitz: DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 im Test
Stufenloses Nullen und Zero-Stop der DDoptics DDMP-Zielfernrohre: Die Scheibe mit dem Anschlagstift kann auf der Messingachse radial und axial bewegt werden, wenn die drei Madenschräubchen gelöst sind. So kann jeder Stopp stufenlos eingestellt werden.

Die drei Testgläser besitzen griffige Justiertürme für stets sichere Einstellarbeiten, wobei wir die mechanische Wiederholgenauigkeit überprüft haben. Bei einer vollen Umdrehung von 360 Grad liefern die beiden DDMP-Modelle 100 Klicks, wobei hier keine toten Klicks feststellbar waren und es auch ansonsten nichts zu bemängeln gab. Die DDMP-Türme haben einen Durchmesser von 42 mm, wodurch die Striche 1,2 mm voneinander getrennt sind. Alles ist sauber markiert und funktioniert zuverlässig, was auch für den Parallaxenausgleich und die Absehenbeleuchtung gilt. Die DDMPs können durch das Lösen von drei Madenschrauben und des Turms stufenlos genullt werden. Bei der Einstellung der Zero-Stopp-Funktion verwendet man ein bekanntes, bewährtes System: Erst den Turm entfernen, anschließend die schwarze Einstellscheibe lösen und so positionieren, dass die beide Anschlagstifte gegeneinanderstehen. Die drei Madenschräubchen anziehen und Turm auf die Position "-0-" oder "-5-" nach eigenem Gusto montieren – fertig. Der Höhenjustierbereich wird angegeben mit 332 (DDMP 4-40x50) und 300 Klicks (DDMP 5-30x56). Gemessen haben wir in der gleichen Reihenfolge: 334 und 287 Klicks. Das DDMP 5-30x56 erreichte somit den Sollwert nicht, aber der Gesamtumfang, vor allem auch mit vorgeneigter Montage, dürfte für alle relevanten Einsatzgebiete ausreichen.

Absehenbeleuchtung der Gläser von DDoptics

Beim Einschalten gibt der Drehschalter einen sanften „Klick“, wonach die Intensität des Leuchtpunktes kontinuierlich zunimmt. Die Markierungen von 1 bis 11 dienen als Einstellerinnerung. Die Leuchtkraft der DDMP-Zielfernrohre beginnt wie ein Glühwürmchen in finsterster Nacht und reicht auch bei Tageslicht aus, wenn das Ziel nicht hell beleuchtet ist. Auf 80 Meter wurde auf eine weiße, sonnenbeleuchtete Fläche gezielt, für diese Aufgabe war der Leuchtpunkt zu schwach. Um sicher zu sein, tauschten wir die Batterie gegen einen frischen Energielieferanten aus. Nun war der Leuchtpunkt ein Tick heller, aber trotzdem nicht ausreichend stark.

DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX 

Zielfernrohr-Trio aus Chemnitz: DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 im Test
DDoptics Nighteagle V6-Zielfernrohr 5-30x50 NFX (Schutzdeckel im Lieferumfang enthalten). Preis: 1.129,- Euro (UVP).

Das Mil-Dot-Absehen dieses leistungsstarken Glases ist für den Sport wenig geeignet, sodass es sich hierbei mehr um ein Long-Range-Jagdzielfernrohr handelt. Die dickeren Linien des in der zweiten Bildebene montierten Absehens decken bei 30-facher Vergrößerung schon 5 mm ab. Bei geringerer Vergrößerung, zum Beispiel 15-fach, decken die Linien 1 cm auf 100 Meter ab. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Abstand zwischen den Dots (Punkten). Normalerweise sind es 5 cm auf 100 Meter, hier knapp 4 cm bei 30-facher Vergrößerung. Hinsichtlich Auflösung und Kontrast ist das preisgünstigere Nighteagle den DDMP-Zielfernrohren nicht ebenbürtig. Nichtsdestotrotz hat das Zielfernrohr mit dem sechsfachen Vergrößerungsfaktor bei guter bis befriedigender optischer Qualität und einem größeren Sehfeld schon Einiges zu bieten. Das Sehfeld des Nighteagle ist mit 8 Metern bei 5-facher Vergrößerung besser als das Sehfeld des DDMP 5-30x56 (6,67 Meter). Auch bei der 30-fachen Vergrößerung gewinnt es locker (1,32 m gegenüber 1,14 m). Das sind sehr gute Werte.

Zielfernrohr-Trio aus Chemnitz: DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 im Test
Der Turm des DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 kann genullt werden. Schnell, solide und supereinfach ist die Zero-Stopp-Funktion: Ein Klemmring wird mit einer kleinen Schraube fixiert.

Damit hat das Nighteagle auch im Vergleich zu anderen Herstellern gute Karten. Beim Nighteagle werden bei voller Umdrehung am Justierturm 50 Klicks verstellt, wodurch die Klicks mit Zwischenräumen von 1,7 mm vergleichsweise grob ausfallen. Hier verstellt sich nie etwas ungewollt. Auch dieses Zielfernrohr kann genullt werden, wobei wir die ebenso simple wie solide Zero-Stopp-Funktion des Nighteagle nahezu genial finden. Einfach die kleine Klemmschraube lösen, den Ring bis unter den Turm hochdrehen, Schräubchen ganz sanft anziehen, Turm einige Klicks hochdrehen und Schräubchen mit Gefühl anziehen. Vorsicht – das Schräubchen ist nur fein und hier sollte kein allzu großer Kraftaufwand betrieben werden! Auch hier stimmte der überprüfte Gesamtweg der Justiermechanik des Höhenturms mit 271 gegenüber 270 Klicks (Herstellerangabe) perfekt. Die Absehenbeleuchtung des Nighteagle leuchtete bei maximaler Einschaltung so stark, dass der Leuchtpunkt deutlich überstrahlte. Die weiße Fläche stellte überhaupt kein Problem dar. Die Beleuchtungen aller getesteten DDoptics-Zielfernrohre funktionieren gut, bieten aber keine automatische Abschaltung oder jegliche Sensoren. Als Option kann jedoch bei DDoptics ein Zielfernrohr mit „IFiber Control“-Bewegungssensor und automatischer An/Aus-Steuerung geliefert werden.

Zielfernrohr-Trio aus Chemnitz: DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 im Test
Mit 8 Metern bietet das DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 ein gutes Sehfeld bei 5-facher Vergrößerung auf 100 Meter.
Zielfernrohr-Trio aus Chemnitz: DDoptics Nighteagle V6 5-30x50 NFX, DDMP 5-30x56 und DDMP 4-40x50 im Test
Das Mil-Dot-Absehen in der 2. Bildebene des DDoptics Nighteagle V6 5-30x50. Die 30-fache Vergrößerung zeigt eine gute bis befriedigende  Auflösung.

Technische Daten der DDoptics Long Range-Zielfernrohre

Zielfernrohr:

DDMP V10 4-40x50 LR

DDMP V6 5-30x56 LR

Nighteagle V6 5-30x50 NFX

Länge:

387 mm

368 mm

330 mm

Gewicht:

1.077 g

1.068 g

750 g

Mittelrohrdurchmesser:

34 mm

34 mm

30 mm

Länge Okular:

92,7 mm

84 mm

91 mm

Außendurchmesser Okular:

44 mm

44 mm

45 mm

Außendurchmesser Objektiv:

59 mm

65 mm

59 mm

Vergrößerung:

4-40x

5-30x

5-30x

Objektivdurchmesser:

50 mm

56 mm

50 mm

Transmission:

keine Angabe

Sehfeld, Minimalvergrößerung:8,80 m/10 m7,04 m/10 m8,00 m/10 m

Sehfeld, Maximalvergrößerung:

0,90 m/100 m

1,05 m/100 m

1,30 m/100 m

Austrittspupille, Minimalvergrößerung:

7,2 mm

9,0 mm

9,2 mm *

Austrittspupille, Maximalvergrößerung:

1,3 mm

2,0 mm

1,8 mm *

Dioptrienverstellbereich:

-3 bis +3

-2,5 bis +3

-3 bis +3

Augenabstand, Minimalvergrößerung:

101 mm

97 mm

91 mm

Augenabstand, Maximalvergrößerung:

87 mm

85 mm

77 mm

Parallaxenausgleich:

ja

ja

ja

parallaxenfreie Einstellung ab:

25 m

20 m

20 m

Verstellung pro Klick:

1 cm/100 m

1 cm/100 m

1 cm/100 m

Verstellbereich Höhe:

332 cm/100 m

300 cm/100 m

270 cm/100 m

Verstellbereich Breite:

240 cm/100 m *

164 cm/100 m *

217 cm/100 m *

Zero Stop:

ja

ja

ja

Absehen:

tac A

tac A

MilDot

Absehenbeleuchtung:

ja

ja

ja

Abschaltautomatik:

nein

nein

nein

Wasserdichtigkeit:

keine Angabe

Absehen Bildebene:

2

1

2

Preis (UVP):

1.799,- Euro

1.899,- Euro

1.129,- Euro

*keine Angabe, eigene Messung

Fazit: DDoptics DDMP V10 4-40x50 LR, DDMP V6 5-30x56 LR und Nighteagle V6 5-30x50 NFX

Auch wenn die enorme 40-fache Vergrößerung des DDMP V10 imponiert, gefiel uns das DDMP V6 in 5-30x56 mit ausreichender Vergrößerung für den Long-Range-Einsatz besonders gut. Optisch ist es ein wenig besser als das 4-40x50 und auch die großzügigere Austrittspupille aufgrund des größeren Objektivdurchmesser empfinden wir als Plus. Wir würden uns dann aber für die MOA-Ausführung mit feinerer Klickverstellung von 3,8 mm/100 m und feinerer Absehenstricheinteilung von 3 cm anstatt 5 cm entscheiden. Das Nighteagle-Zielfernrohr besticht vor allem auch durch das große Sehfeld von 1,32 m bei 30-facher Vergrößerung. Es gibt nicht viele Mitbewerber, die das schaffen. Alle drei DDoptics überzeugen durch ein sehr ausgewogenes Preis-/Leistungsverhältnis. Das DDMP V6 mit 30-facher Vergrößerung kostet 1.899,- Euro, das DDMP V10 mit 40-facher Vergrößerung 1.799 Euro und das Nighteagle 1.129,- Euro. Berücksichtigen wir dann noch die 30-jährige Garantie, dann kann man mit diesen Zielfernrohren eigentlich nichts falsch machen. 


Dieser Artikel erschien auch in der caliber, Ausgabe 2/2025. Dort sind zusätzlich die detaillierte Tabellen mit Angaben zu Eyebox und Sehfeld sowie für die Bewertung enthalten. Das Heft können Sie im VS Medien-Shop online kaufen. Dort steht es auch als ePaper zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den getesteten Zielfernrohren, erhalten Sie direkt beim Hersteller DDoptics.