KJI löst seine komplette Produktlinie im Bereich der Gewehrstative für Jäger, Sportschützen und professionelle Nutzer ab und bringt zudem zwei neue Kugelköpfe heraus

Wer beim jagdlichen oder sportlichen Schießen ein Stativ verwendet, benötigt vor allem eines: eine möglichst stabile und schnell anpassbare Auflage. Gerade wenn nur wenige Sekunden für die Schussabgabe bleiben, können Aufbau, Bedienung und Stabilität des Stativs entscheidend sein. KJI hat vor diesem Hintergrund sein bisheriges Sortiment grundlegend überarbeitet.

Dabei beschränkt sich der Hersteller nicht auf einzelne Produktneuheiten. Stattdessen wurde praktisch die gesamte Produktpalette auf einmal erneuert. Zum neuen Programm gehören die fünf Dreibeinstative K500, K700, K750, K920 und K950, das neue K100 Monopod sowie die beiden Kugelköpfe Nomad Ball Head und Titan Inverted Ball Head.

Die fünf neuen Dreibeinstative KJI K500, K700, K750, K920 und K950 für Jäger und Sportschützen: 

Den Einstieg bildet das KJI K500. Das Aluminiumstativ mit vier Beinsegmenten wiegt rund 1,4 Kilogramm und wurde insbesondere mit Blick auf den Pirschjäger entwickelt. Durch das vergleichsweise geringe Gewicht soll es sich auch auf längeren Reviergängen komfortabel transportieren lassen. Das kompakte Stativ ist laut Hersteller mit 36 kg belastbar und kostet 139,99 Euro. (Alle im Artikel angegebenen Preise beziehen sich auf die aktuellen Angaben auf der KJI-EU-Webseite.

Wie alle KJI-Stative wird auch das K500 ohne einen Stativkopf geliefert.

Das KJI K700 setzt ebenfalls auf Aluminium, legt den Schwerpunkt jedoch stärker auf Stabilität und den täglichen Einsatz. Es ist für komplette Gewehr-Setups ausgelegt und bietet gegenüber besonders leichten Konstruktionen entsprechend höhere Reserven − es soll laut KJI mindestens 68 kg tragen. Kostenpunkt für dieses Stativ: 149,99 Euro.

Mit dem KJI K750 folgt ein Modell aus Karbonfaser (Carbon Fiber). Nach Herstellerangaben liegt sein Gewicht auf dem Niveau des K500, während die zulässige Belastbarkeit annähernd doppelt so hoch ausfällt. Damit richtet sich das K750 insbesondere an Anwender, die geringes Transportgewicht mit einer höheren Tragfähigkeit verbinden möchten.

Das neu Karbon-Stativ K920 von KJI verwendet Beine mit nur zwei Segmenten. Es wird so zu einer extrem stabilen Plattform für anspruchsvolle Schießanwendungen.

Eine Besonderheit stellt das KJI K920 zum Listenpreis von 699,99 Euro dar. Das Karbonstativ besitzt lediglich zwei Beinsegmente. Die reduzierte Zahl der Segmente soll insbesondere der Steifigkeit zugutekommen. KJI positioniert das K920 dementsprechend als besonders stabile Plattform für anspruchsvolle Schießanwendungen wie etwa das dynamische Longe Range Schießen, bei dem häufige und schnelle Positionswechseln zu absolvieren sind. Wir haben dieses Modell bereits ausführlich testen können, hier finden Sie den all4shooters-Testbericht zum neuen KJI 920.

Die Spitze der neuen Produktfamilie markiert das KJI K950. Das viersegmentige Kohlefaserstativ bringt es zusammengeklappt und komplett ausgezogen auf eine Gesamtlänge von 1.816 mm  und bietet damit die größte Arbeitshöhe innerhalb des neuen Sortiments. Es wurde vor allem für taktische Anwendungen sowie für Wettkämpfe entwickelt, bei denen eine möglichst verwindungssteife Plattform gefragt ist. Das Stativ kann laut Herstellerangabe mit einem Gewicht von bis zu 76,8 Kilo belastet werden.

Die Beine der neuen KJI-Stative lassen jeweils im Winkel von 23°, 55° und 83° Ausklappen. Dadurch kann das Stativ in vielfältigen Anschlagarten genutzt werden. 

Allen fünf Modellen gemeinsam sind drei einstellbare Beinwinkel von 23°, 55° und 83°. Damit lassen sich die Stative an unterschiedliche Schießpositionen vom stehenden über den knienden bis hin zum liegenden Anschlag anpassen. Austauschbare Gummifüße und solche mit Stahlspitzen gewährleisten jeweils den sicheren Halt der Beine auf unterschiedlichen Untergründen.

Für die Modelle K920 und K950 verspricht KJI übrigens, dass diese bei internen beziehungsweise informellen Belastungsversuchen deutlich über die angegebenen Belastungsgrenzen hinaus beansprucht worden seien.

Neu im KJI-Programm ist jetzt auch ein Einbeinstativ, das K100: 

Das Einbeinstativ KJI K100 verfügt über drei ausklappbare Füße.

Komplett neu im Sortiment ist das KJI K100, ein fünfsegmentiges Einbeinstativ mit Twist-Lock-Verschlüssen. Eine ausklappbare Basis mit drei Stützfüßen ermöglicht einen wackelfreien Dreipunktkontakt zum Boden. Alternativ lässt sich eine Spitze verwenden, wenn das Einbein beispielsweise bei der Pirsch wie ein klassischer Schießstock eingesetzt werden soll. Das K100 soll damit einen Mittelweg zwischen einer möglichst kompakten sowie äußerst mobilen Konstruktion und der für eine stabile Schießauflage notwendigen Standfestigkeit bieten. Die Tragfestigkeit gibt der Hersteller hier mit 7 kg an. Dank des Standart-Stativgewindes lassen sich bei Bedarf hier auch alle KJI-Aufnahmen oder auch Schießgabeln anderer Anbieter an dieser Schnittstelle montieren. Das K100 ist für knapp unter 100 Euro zu haben und bringt etwas weniger als 1 Kilogramm auf die Waage. Das K100 ist das erste Einbein-Stativ von KJI und soll neben Jägern insbesondere auch Fotografen, die viel draußen in der freien Natur unterwegs sind, ansprechen.

Die neuen Kugelköpfe KJI Nomad und KJI Titan für Schieß-Stative:

Ergänzt wird das neue Stativprogramm durch zwei Kugelköpfe mit unterschiedlichen Bedienkonzepten.

Der neue KJI Nomad-Kugelkopf verfolgt ein duales Bedienkonzept mit Drehknopf und Hebel zur schnelle Fixierung.

Der Kugelkopf KJI Nomad besitzt zwei Bedienelemente: Eine Klemmschraube mit großem, ergonomisch gestaltetem Drehknopf, die mit einem Schnellspann-Arretierhebel verbunden ist. Mit der Klemmschraube lässt sich der vom Nutzer präferierte Widerstand für präzise Bewegungen der Kugel in der Gelenkschale einstellen. Ist dieser Widerstand erreicht kann die Kugel mithilfe des Schnellspannhebels unmittelbar in ihrer Position fixiert werden. Das Konzept richtet sich vor allem an Schützen, die ihre Waffenposition fein korrigieren und anschließend möglichst schnell arretieren möchten. Zudem verfügt die Schale des Kugelkopfs − wie bei solchen Geräten üblich − auch noch eine Fixierschraube, um die ansonsten in der horizontalen Achse auf der Grundplatte des Stativs frei drehbare Gelenkschale festzustellen.  Oben auf dem Kugelkopf sitzt eine ARCA-Swiss-kompatible Klemmplatte, ebenfalls mit Schnellspannhebel. Der aktuelle Listenpreis für den KJI Nomad liegt bei 249,99 Euro.

Alles umgekehrt: Beim neuen KJI Titan Inverted Ball Head sitzt die Gelenkschale frei beweglich auf der Kugel und kann per Schnellspannschraube fixiert werden.

Der KJI Titan Inverted Ball Head dagegen nutzt einen umgekehrten Kugelkopf und verfolgt einen weiter reduzierteren Ansatz. Dadurch, dass die Gelenkschale hier auf der festen Kugel liegt, ist er für höhere Belastungen geeignet und lässt auch auf der Kugel gut um die Horizontalachse drehen. Dadurch kommt der Schütze hier mit einer großzügig dimensionierten Klemmschraube aus, um das Ganze hinreichend schnell zu fixieren. Die bewusst einfache Bedienung soll dabei die Zahl der Handgriffe im praktischen Einsatz reduzieren. Oben auf der umgekehrten Gelenkschale sitzt auch hier eine ARCA-Swiss-kompatible Klemmplatte mit Schnellspannhebel. Der KJI Titan mit umgekehrtem Kugelkopf schlägt laut der unten verlinkten KJI-EU-Webseite mit 349,99 Euro zu Buche.

Ein wesentlicher Punkt bei der Neuausrichtung des KJI-Sortiments war die Vereinheitlichung der Schnittstellen. Sämtliche neuen Modelle setzen auf vollständige ARCA-Swiss-Kompatibilität. Darüber hinaus sollten sich die bereits etablierten KJI- Zubehörteile, wie Reaper-Aufnahmen und Kugelköpfe innerhalb des Systems modellübergreifend verwenden lassen.

Die beiden neuen Kugelköpfe Nomad und Titan (Foto) sind jeweils mit einer ARCA-Swiss-kompatiblen Schnittstelle mit Schnellspannhebel ausgestattet.

Auch bei den Stativbeinen gab es eine Vereinheitlichung: Bei allen neuen Stativen kommt ein CNC-gefertigtes Twist-Lock-System aus hochfestem Aluminium zum Einsatz. Insgesamt verfolgt KJI bei der neuen Generation also einen einheitlichen technischen Ansatz, anstatt auf unterschiedliche Bedien- und Befestigungssysteme innerhalb der Produktpalette zu setzen.

Die Zielgruppe bleibt dabei klar auf Anwendungen rund um Jagd und Schießsport sowie professionelle Anwender aus dem taktischen Bereich ausgerichtet. KJI hat hier neben Jägern insbesondere Long-Range- und Präzisionsschützen, Wettkampfschützen sowie polizeiliche und militärische Spezialeinsatzkräfte im Fokus.

Unser Fazit zu den neuen Stativen und Kugelköpfen von KJI: 

Bei den fünf neuen Dreibeinstativen, einem erstmals angebotenen Einbein-Modell und zwei neuen Kugelköpfen handelt es sich weniger um die übliche Modellpflege als um einen weitgehenden Neustart des Portfolios, mit dem KJI zu gleich einen neuen Standardart in diesem Segment setzen möchte. Zudem eigenen sich die hier vorgestellten Stative und Kugelköpfe nicht nur für den Einsatz unter einem Waffen-Setup, sondern machen auch unter einer Kamera eine gute Figur. Wenn sie also gerade nicht im jagdlichen oder schießsportlichen Einsatz sind, können Sie diese KJI-Produkte auch bestens für wackelfreie Foto- oder Videoaufnahmen verwenden. 

Für das laufende Jahr hat der US-Hersteller bereits weitere Neuheiten angekündigt − wir sind bereits jetzt gespannt, was getreu dem Motto "Gut war nie unser Ziel − darüber hinaus zu gehen war es" bis Ende 2026 noch aus dem Hut zaubern wird. Wenn Sie darauf auch schon mit Spannung warten, dann bleiben Sie uns treu −  wir von all4shooters halten Sie auf dem Laufenden.


Weitere Informationen zu den neuen und anderen KJI-Produkten finden Sie auch hier auf der KJI-EU-Webseite

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