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4th International Bodyguard Conference 2019 − worum ging es und welche Techniken wurden dort trainiert?

Auch dieses Jahr gelang es dem Veranstalter der International Bodyguard Conference (IBC) kompetente Instruktoren mit unterschiedlichsten Backgrounds aus verschiedenen Herkunftsländern zu engagieren. Die Kursteilnehmer waren allesamt Profis aus der ganzen Welt. Unter ihnen: Deutsche, Schweizer, Österreicher, Portugiesen, Albaner, Kosovaren, Südafrikaner, Australier und Japaner. Die sich unter Eigenbeurteilung in 2 Gruppen eintrugen. Gruppe A "routiniert" und Gruppe B "weniger erfahren".

Erste Aufgabe: auf Basis eines vergangenen Wodan Security-Vortrages ein Sicherheitskonzept unter Zeitdruck zu erstellen. In einer zusammengewürfelten Gruppe, bestehend aus verschiedensten Nationalitäten, war hier auch Improvisationstalent gefragt und es kristallisierten sich schnell die Stärken der einzelnen Teilnehmer heraus.

"Hostile Vehicle Checkpoint Drills" − Kampf im und um den PKW:

Danach verlegten wir für das praktische Training auf die weitläufige Schießanlage Camp X. Unsere Gruppe startete bei Andrej, einem aktiven Mitglied einer Spezialeinheit einer osteuropäischen Armee. In seinem Kurs „Hostile Vehicle Checkpoint Drills“ vermittelte er mit einer unglaubliche Expertise, wie man Fahrzeuge für eine eventuelle bewaffnete Konfrontation ("Low-Vis/ High-Risk"-Szenario) vorbereiten kann. Andrej schaffte es hierbei, jeden Teilnehmer mit seinen Ideen zu überraschen. Es folgte eine Sicherheitsunterweisung ("Safety Briefing"), bevor es im scharfen Schuss weiter mit dynamischen Übungen ging. Wir trainierten als Fahrer, Beifahrer und im Team Bewegungsmuster im Fahrzeug und um das Fahrzeug herum. Nun galt es Ziele aus verschiedenen Lagen mit der Kurzwaffe effektiv aus dem Fahrzeug heraus zu bekämpfen. Hierzu betreute Andrej mit 2 Helfern insgesamt 3 Stationen, an denen es unterschiedliche Fahrzeuglagen zu bewältigen gab. Die Teilnehmer wurden mit dem Absolvieren jeder Station und Übungslage sicherer und besserer, was sicherlich auch Andrejs ruhiger, professioneller Art geschuldet war. Nach einer weiteren Sicherheitsüberprüfung wechselte man zu FX-Waffen und in einem abschließenden Höhepunkt wurde eine Lage simuliert, in der 2 Teilnehmer jeweils in einem unterschiedlichen PKW aufsaßen und sich auf Kommando gegenseitig bekämpften.

International Bodyguard Conference 2019
Im Kurs "Hostile Vehicle Checkpoint Drills" ging es um ...
International Bodyguard Conference 2019
... Taktiken und Schießtechniken im und um den PKW herum.

Südafrika Stil bei der Messerabwehr:

Mark Human aus Südafrika gilt weltweit als einer der Spezialisten in den Bereichen Messerkampf, Messerabwehr und Nahbereichsschießen. Seit vielen Jahren bildet er Behördenmitglieder in Afrika aus. In seinem "Knife Defense"-Kurs ging es weniger um die waffenlose ("Empty Hands")-Abwehr von Attacken mit Klingen, sondern vielmehr um die Reaktion mit  der eigenen Schusswaffe oder dem eigenen Messer auf einen unerwarteten Messerangriff. Hierbei offenbarte sich beispielsweise schnell, dass die Schusswaffe nicht immer das effektivste Mittel ist. Messerattacken nehmen nicht nur in Deutschland zu, es ist auch allgemein wahrscheinlicher, von einem Täter mit einem Messer als mit einer Schusswaffe angegriffen zu werden. Umso aktueller und wichtiger war, dass Ralf Kassner mit Mark Human einen Spezialisten zu diesem Thema eingeladen hatte. Am 2. Kurstag wiederholten ein Teil der rollierenden Teilnehmergruppen die "Knife Defense"-Inhalte bei Mark Human und kombinierten anschließend die Messerabwehrtechniken nun mit der Kurzwaffe. Hier zeigte sich, wie dynamisch und trotzdem einfach Mark mit der Kurzwaffe arbeitet. Wir begannen mit der Schussabgabe im Nahbereich, gefolgt von Techniken aus dem Bereich der Eigensicherung der Waffe ("Weapon Retention"). Der Umgang mit mehreren Angreifern wurde ebenso einstudiert. Mark verfolgte hier ein striktes Konzept aus Feuer und Bewegung.

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Schwerpunkt von "Knife Defense" war die effektive, ...
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... bewaffnete Abwehr von Messerattacken.

Akkurates AR-15-Handling:

Nach Pause und üppigem Mittagessen unterrichtete uns Diego, der seine Wurzeln im US Militär hat, in seinem "Carbine to Pistol"-Kurs im gekonnten Umgang mit dem Sturmgewehr/Selbstladegewehr auf technischer M16/AR-15-Basis. Dynamische und taktische Magazinwechsel, Deckung sowie Grundsätze von Feuer und Bewegung standen hier auf dem Stundenplan. Innerhalb kürzester Zeit schaffte es der Ausbilder, die Teilnehmer sicherer und besser im AR-15-Handling zu machen − Respekt!

International Bodyguard Conference 2019
In "Carbine to Pistol" drehte sich alles um den sicheren, gekonnten Umgang mit dem AR-15-Gewehr ...
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... sowie um den situationsbedingten, flüssigen Wechsel von Pistole auf Gewehr und vice versa.

Störenfriede im Gebäude

Nun verlegte man in eine 360° Raumschießanlage ("Kill House") in der Nähe von Camp X, wo das Team von Wodan Security mit dem auf die Teilnehmer wartetet und das "Wodan 360° Training" anstand. Es stand in Zweierteams das langsame und schnelle Eindringen mit FX-Waffen in Räume an. Entscheidend waren die Kommunikation sowie die richtige Balance zwischen Geschwindigkeit und Vorsicht, weil im Szenario auch keine nachrückende Verstärkung vorgesehen war. Aufgabe: Evakuierung einer Schutzperson aus einem mit Störern besetzten Gebäude. Manche Störer hatten Schusswaffen, andere nur Messer und andere waren tatsächlich nur Unbeteiligte. Wer es bis dahin noch nicht wusste oder erlebt hatte, musste nun die harte Realität des Kampfes von Raum zu Raum kennenlernen. Keiner blieb ohne Treffer. Doch von Durchgang zu Durchgang wurden wir durch die fachkundige Begleitung von Team Wodan besser.

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In der 360° Raumschießanlage mussten im Zweier-Team mit FX-Waffen Räumlichkeiten aufgeklärt werden, ...
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... um eine Schutzperson bei Gegenwehr sicher evakuieren zu können.

Improvisierte Kampfmittel

Zurückgekehrt ins Hotel, wartete Dozent und Journalist Dr. Kurt Pelda auf uns. Er war im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeiten 17 Mal in Krisengebieten unterwegs und begleitete reguläre Militärs, Guerillakämpfer, OK-Mitglieder und Terroristen. In seinem Vortrag "What we can learn from the wars in the arab world" erfuhren wir viel Wissenswertes rund um politische Hintergründe, Terroristengruppierungen und ihre Taktiken und Ausrüstung sowie unkonventionelle Spreng- und Bandvorrichtungen (IED = Improvised Explosive Devices). Der aus begrenzten Ressourcen resultierende Einfallsreichtum versetzte die Teilnehmer ins Staunen: ein Bettlacken gegen Scharfschützen, selbstgebaute Mörser und gepanzerte "Vehicle Borne IEDs" waren nur einige der Highlights dieses Vortrages.

Früherkennung & Prävention

Es folgte ein Vortrag von James Collier, ehemaliges Mitglied einer britischen Spezialeinheit und CEO von "3 Corners Risk Consulting". In seinem Vortrag ging es um typisches Täterverhalten von Gewalttätern, Terroristen, Selbstmordattentätern. Wie erkenne ich einen Gewalttäter? Wie spreche ich ihn an? Was verrät uns seine Gestik, Mimik und Stimme? So gibt es beispielweise markante Bewegungsmuster und Verhaltensweisen, durch die sich potentielle Täter verraten. Videos von tatsächlichen Straftaten und Anschlägen untermalten seine Thesen plausibel. Jeder Teilnehmer sah für sich eine Möglichkeit, das Erlernte in seinen alltäglichen Dienst als Personenschützer zu implementieren und etwas gegen Angriffe zu unternehmen bevor sie passieren. James Vortrag war nicht nur für die Aufklärer unter den Teilnehmern eine Bereicherung.

Schießstand-Abschlusstag

International Bodyguard Conference 2019
Wodan Security-Chef Ralf Kassner, hier im Vordergrund bei einem trockenen Übungsdurchgang im "Kill House", organisierte mit vollem Erfolg zum vierten Mal die IBC. Auch für 2010 hat man viel vor.

Auf der Range ging es nun zunächst zu Mark Human. Die Teilnehmer wiederholten alles, was sie an den 2 Tagen zuvor gelernt hatten als Trockenübung, um es danach im scharfen Schuss ("Live Fire Drill") mit der Kurzwaffe durchzuführen. Zuletzt ging es darum, einen Messerangreifer mit den Händen abzuwehren und direkt danach 2 Ziele parallel mit der Kurzwaffe zu bekämpfen. Der Instruktor machte das Unmögliche möglich: Schüler mit verschiedensten Backgrounds und Erfahrungswerten schafften es, den dynamischen Drill, der Selbstverteidigung und Schießtechnik kombinierte, sicher und flüssig durchzuführen. An der letzten Station wartete erneut Andrej mit seinen Ausbildern auf die Teilnehmer. Andrej erklärte zunächst das Verhalten einer Fahrzeugbesatzung, die in einen illegalen Checkpoint oder einen Überfall durch organisierte Kriminalität gerät. Gestartet wurde mit Trockenübungen für das kurzzeitige Absitzen und für das langfristige Ausweichen und Lösen vom Feind. Die Teilnehmer mit militärischer Vorerfahrung konnten hier die infanteristischen Grundsätze von Feuer und Bewegung und überschlagendem Vorgehen verfeinern, während andere diese Grundsätze im Rahmen des Trainings verinnerlichten. Sicherheit wurde hergestellt um anschließend scharf und parallel an 3 unterschiedlichen Stationen, zu zweit oder zu viert, zu trainieren.

Aussicht auf 2020

Wodan Security plant auch für das kommende Jahr eine internationale Personenschützer-Konferenz sowie darüber hinaus CQB- und Taktik-Kurse für Personenschützer. Für Profis aus dem Bereich "Close Protection" sind die kompetenten, praxisnahen Fortbildungsseminare von Wodan Security eine absolute Empfehlung. Weitere Informationen unter: www.wodan-security.de


Das war die International Bodyguard Conference 2018:

Die International Bodyguard Conference 2018 fand im Camp X in Polen statt. Im Oktober 2018 trafen sich dort Personenschützer aus aller Herren Länder, um ihre Fähigkeiten zu trainieren und neues zu lernen. Lesen Sie hier den Event-Bericht zur International Bodyguard Conference 2018 mit vielen actiongeladenen Bildern und einem spannenden Video.


Das war die International Bodyguard Conference 2017:

Die ehemalige Luftlande-Kaserne in Tschechien bietet ideale Trainingsbedingungen für diesen in Europa wohl einmaligen Lehrgang. Unter Mitwirkung routinierter Ausbilder mit professionellem Background wurde Praxis und Theorie vermittelt.  

Diesmal deckt die International Bodyguard Conference folgende, praxisorientierte Themenbereiche ab:

Flyer und Logo der 2. International Bodyguard Conference
Veranstalter der 2. Internationale Personenschützer Konferenz ist die Wodan Security.
  • Taktisches Schießen im Personenschutz
  • Taktisches Vorgehen in Räumen
  • Medizinische Erstversorgung unter Feuer und Stress
  • Schießen im und am PKW
  • Theoretische Übungen und Einsatztaktiken im Personenschutz

Ablauf der 2. Internationalen Bodyguard Konferenz 

Traditionsgemäß startete das Seminar im Konferenzsaal nach einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde mit einer theoretischen Gruppenaufgabe. Hier möchte der ehemalige GSG-9-Beamte und Veranstaltungsorganisator Ralf Kassner die Teilnehmer gedanklich auf die nächsten Tage einstimmen. 

Einweisung von Instructor Zero und Ralf Kassner bei der 2. International Bodyguard Conference
Instructor Zero und Ralf Kassner bei der Sicherheitseinweisung zum Konferenzbeginn.

Weil die Kursteilnehmer aus aller Herren Länder (Österreich, Schweiz, Luxemburg, Italien, Slowakei, Malta, Großbritannien, Australien, Guinea-Bissau) stammten, war die vorwiegende Kurs-Sprache Englisch. Die Kursbesucher waren allesamt Mitglieder von Militär, Polizei, anderen behördlichen Sicherheitsinstitutionen oder Sicherheitsfachkräfte.

Unterstützt wurde die 2. International Bodyguard Conference 2017 durch die Firmen Bonowi, BSST, UF PRO und die Organisation "Good Guys in Bad Lands".

Die Theorieaufgabe bestand darin, einen fünftägigen Personenschutz-Einsatz mit zwei Schutzpersonen in Somali zu planen.

Medizinisches Training bei der 2. International Bodyguard Conference
Medizinische Notfallversorgung im Ernstfall bei Schusswunden und Verletzungen im Gefecht wurden im Seminar in Theorie und Praxis vermittelt.

Danach folgte das erste Tactical Combat Casualty Care (TCCC)-Seminar unter Leitung des hoch qualifizierten, erfahrenen und engagierten Ausbilders Christian. Es ging um die medizinische Notfallversorgung von Schusswunden und Verletzungen, die in einem Gefecht oder bei einer Flucht mit der Schutzperson am häufigsten vorkommen. Die Schüler lernten, wie man Tourniquets benutzt, Druckverbände anlegt oder eine Lunge punktiert. 

Abschließend verblieb für die Teilnehmer Zeit, sich über die ausgestellten Exponate der beteiligten Unternehmen zu informieren, Produkte zu testen und vor Ort zu Vorzugspreisen einzukaufen.

2. International Bodyguard Conference: Schießtraining mit Instructor ZERO

Die Teilnehmer sammelten sich, wie am Vortag ausgemacht, mit kompletter Ausrüstung im Seminarraum. Instructor Zero und Ralf Kassner führten gemeinsam die Sicherheitsbelehrung durch. Nun ging es endlich auf die Schießanlage, die die Teilnehmer am Abend zuvor bereits ansehen durften – inklusive Führung durch die Waffenkammer und den Ausrüstungsbereich.

Instructor Zero beim Schießtraining der 2. International Bodyguard Conference
Zu Beginn wurde beim Schießtraining ausschließlich Trockentraining betrieben, wobei sich Instructor Zero Zeit für individuelle Fehlerkorrekturen nahm.

Gleich nach dem Betreten der Range wurden alle Waffen und Magazine überprüft, um sicherzustellen, dass vorerst im zwei- bis dreistündigen Trockentraining keine Munition im Spiel war. Das trockene Einstudieren der einzelnen Abläufe ist sehr wichtig, weil jede Bewegung später sitzen muss. Am Sonntag sollte nun einmal das Car-Shooting stattfinden. In und an einem Auto ist schließlich kein Platz für Fehler. 

Zero erläuterte nochmals, dass es sich hier nicht um einen Wettkampf handelt und ihm niemand etwas beweisen muss.

Die Teilnehmer begannen, in Gruppen die speziellen Symbolscheiben zu beschießen und erhielten danach von Zero höchstpersönlich ein ehrliches Feedback. Die Übungen steigerten sich. Dabei wurden auch bewusst Stresssituationen eingebaut, um zu testen, wie sicher die Handhabung sitzt.

Car-Shooting bei der 2. International Bodyguard Conference

Der Abschlusstag begann mit kurzen Briefing und einer Einteilung der Gruppen. Das Safety Briefing für das Car-Shooting wurde für alle gemacht. Erst danach wurden die Gruppen aufgeteilt, sonst wäre zu viel Zeit verloren gegangen. 

Jede Gruppe bekam einen Trainer zugeteilt, dann konnte es losgehen. Das taktisch korrekte Verhalten und die damit verbundenen Schießtechniken im und am Auto sind ein fundamentales, komplexes Thema im Personenschutz. Schließlich sind der Weg zum Pkw und der Pkw selbst neuralgische Situationen/Objekte, bei denen ein Angriff auf die Schutzperson am wahrscheinlichsten ist. Bei aller Disziplin und Trainingseifer sorgte der Ausbilder dafür, dass aber auch der Spaß nicht zu kurz kam. 

Pkw Training Personenschutz
Das taktisch richtige Verhalten und die spezialisierten Schießtechniken rund um den Pkw sind ein komplexes Thema im Personenschutz.
Schießtraining mit Pkw beim 2. International Bodyguard Conference
2. International Bodyguard Conference: Schießtraining rund um und im Auto.

Kill-House: Übung in Gebäuden unter Belastung

Im obersten Stockwerk des Kill-House warteten zwei Team Wodan-Instruktoren auf die Teilnehmer. Beide Trainer hatten große Erfahrung im Bereich CQB und dem taktischen Vorgehen in Räumlichkeiten von vielen 100 Einsätzen bei den Spezialeinheiten. Nach erneuter Sicherheitsbelehrung und einer Lageeinweisung konnte es dann auch schon losgehen, wobei bei unterschiedlichen Lichtbedingungen agiert wurde. Hierbei wurden die Auszubildenden auch körperlich belastet: 2 Stockwerke runter, einen Helm holen, natürlich noch einen Sandsack schleppen und 20 Liegestützen ausführen. 

Während der Szenarios im scharfen Schuss ertönten typische Kommandos wie "Kontakt" oder "Raum frei" in den Räumen. Der Schwierigkeitsgrad wurde gesteigert, indem die Teilnehmer nun in Zweier-Teams bei absoluter Dunkelheit mit Dienstpistole und Taschenlampe arbeiten mussten, wobei es auch nicht ständig Tipps der Ausbilder sondern nur noch die nötigsten Hilfestellungen gab.

Zum Schluss eines jeden Durchgangs erfolgt ein "Debriefing" mit Analyse und Verbesserungsvorschlägen. 

2. International Bodyguard Conference: medizinische Erstversorgung unter Stress 

Abschließend überprüften die Ausbilder in einem realitätsnahen Szenario das Gelernte aus dem Unterricht. Die Teilnehmer sollten die Handlungen rund um medizinische Erstversorgung unter taktischen Gesichtspunkten auch unter hohem Stress wirklich umsetzen. 

Der "Medic" und zwei weitere Team Wodan-Mitglieder empfingen die Teilnehmer und unterwiesen sie in den Übungsablauf: Eine Schutzperson sollte zum PKW eskortiert werden.

Explosion bei der 2. International Bodyguard Conference
Übung unter Stress: Auf der 2. International Bodyguard Conference knallte und rauchte es, um für eine realitätsnahe Umgebung zu sorgen.

Und schon ging es los: Es knallte, eine Rauchwand stieg auf und die Schüler wurden mit Paintballs unter Beschuss genommen. Der Trainer markierte die Treffer an der Schutzperson und die Personenschützer mussten sie in eine Deckung bringen und versorgen.

Personenschützer im Training
Die ehemalige Kaserne in Tschechien war für die 2. Internationale Personenschützer-Konferenz ideales Trainingsgelände.

Die Schüler versuchten, die Informationen vom ersten Tag umzusetzen, aber der Stress und die Anspannung hatten alle ein wenig gelähmt. Der Trainer stand dabei und half mit klaren, bestimmten Hinweisen, was die Teilnehmer wann und wie machen müssen. 

Zwischendurch wurde draußen immer mal wieder Lärm gemacht, um der Situation nicht den Stressfaktor zu nehmen. Man kann es kaum glauben, was man unter Einwirkung von Stress alles vergessen kann und wie hilflos man sich fühlt. 

Es wurde beobachtet, dass beim Angriff in den Bewegungsabläufen der Schüler immer eine Sekunde Stillstand herrschte. Das lag sicherlich auch daran, dass es sich nicht um ein eingespieltes Team handelte. Zudem ist solch eine Situation hinsichtlich des Stresslevels extrem fordernd.

Jedem Teilnehmer dürfte während der 2. internationalen Personenschützer-Konferenz eines bewusst geworden sein: Man lernt niemals aus.

Personenschutz-Training
Einstudierte Bewegungsabläufe bei der 2. internationalen Personenschützer-Konferenz.

"Train hard, fight hard!": Die nächste Wodan Security-Veranstaltung ist die Fachkonferenz Personenschutz vom 10. bis 11. November 2017, deren Themen sich ausschließlich dem Terror in Europa widmen werden.


Weitere Informationen zum Veranstalter der Personenschützer-Konferenz finden Sie direkt auf der Webseite von Wodan Security.

23.08.2017

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