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Hanna Selena im Interview − wir sprachen mit der Waffen-Influencerin von Instagram

Bitte gib uns ein paar biografische Daten von Dir:

Hanna Selena in der Natur
Schon seit ihrer Kindheit genießt Hanna Selena ihre Freizeit in der Natur. Kein Wunder, dass irgendwann auch die Jagd zum Thema für sie wurde.

Vor rund 26 Jahren wurde ich in Fürth geboren und habe zusammen mit meiner Schwester in einem kleinen, fränkischen Dorf eine wunderschöne Kindheit mit viel Wald und Matsch verbracht. Auch heute noch genieße ich meine Freizeit am liebsten in der Natur zusammen mit meiner Schäferhündin bei ausgedehnten Waldspaziergängen oder Wanderurlauben in den Bergen. 

Die Schule fiel mir eher leicht, was womöglich auch mit dem überschaubaren Freizeitangebot in unserem Ort zu tun hatte. Allerdings bestand meine Mutter darauf, dass ich eine Sportart erlerne. Meine Entscheidung fiel auf Kendo, japanisches Schwertfechten, das in der nächstgrößeren Stadt angeboten wurde. Kendo ist ein faszinierender Sport, den ich nach wie vor mit großer Freude praktiziere. Es hat mich selbstbewusster gemacht und mir den Respekt vor dem Gegner gelehrt. 

Nach dem Abitur bin ich nach Mainz gezogen, habe dort drei Jahre lang gelebt und studiert. Die letzten Studienjahre verbrachte ich in Erlangen und legte dort auch meinen Magister ab. Anschließend habe ich mich direkt ins Berufsleben gestürzt, aber schnell gemerkt, wie sehr ich das Studieren vermisse. Daraufhin begann ich neben der Arbeit an einer renommierten Fernuniversität den Bachelorstudiengang "Digital Business" und befinde mich aktuell im 3. Semester.

Wann und wie hast Du Dein Interesse für Waffen entdeckt?

Ich habe mich vor einigen Jahren dazu entschieden, bei der Bundeswehr die Grundausbildung in der Reserve zu machen. Freunde nahmen mich daraufhin zum ersten Mal mit auf einen Schießstand, damit ich auch vor dieser Ausbildung schon einmal schießen konnte. Den ersten Schuss gab ich mit einem .357 Magnum-Revolver ab. Danach schoss ich natürlich zunächst viel bei der Bundeswehr. Meinem Ausbilder war vor allem Schießtechnik und Schießrhythmus wichtig, darauf lege ich noch heute meinen Fokus. Vertiefen konnte ich das alles dann beim Jagdkurs und auf der Jagd. Sehr schnell wurde mir klar, dass Schießen ein richtiger Sport ist, bei dem es auf Disziplin, Konzentration und Übung ankommt. Sich jedes mal mit seinen früheren Leistungen zu messen macht einen großen Reiz aus. Ich freue mich immer, wenn ich auf verschiedenen Schießständen üben kann, egal ob jagdlich oder sportlich.

Wie gehen für Dich Sportschießen und Jagen zusammen?

Zunächst hat die Jagd ja nur einen sehr begrenzten Teil mit Schießen zu tun. Jagd ist wesentlich mehr! Aber gerade dann, wenn es auf der Jagd zum Schuss kommt, muss die Jägerin oder der Jäger einfach präzise und sicher schießen können - das gebietet allein schon der Tierschutz. Ich denke, es ist meine Pflicht, immer wieder am Schießstand zu üben und besser zu werden um dem Wild waidmännisch gerecht zu werden.

Schießt Du lieber Kurz- oder Langwaffen?

Hanna Selena mit Oberland Arms OA-15
Beim Langwaffenschießen kann Hanna Selena sich hervorragend entspannen, es ist für sie "wie eine Art Meditation". Hier ist sie mit ihrem OA-15 von Oberland Arms zu sehen.

Das ist Tagesform abhängig. Wenn ich Ruhe brauche, schieße ich am liebsten auf längere Distanzen mit größerem Kaliber.  Die Konzentration auf die Atmung und das ruhig werden ist für mich wie eine Art Meditation. Richtig Spaß machen mir aber auch die Schießkurse bei Matthias Hainich, dem Chef von Oberland Arms. Egal mit welcher Waffenart, ob mit Lang- oder Kurzwaffe, Matthias bringt mir jedes Mal so viel bei, dass ich danach mit einem breiten Grinsen nach Hause fahren kann. Das Pistolenschießen ist für mich die "höhere Kunst" und jeder Fortschritt macht mich stolz und glücklich. Was ich nicht so gerne schieße ist die Flinte. Tontaubenschießen zum Beispiel liegt mir gar nicht, was eventuell aber daran liegt, dass ich noch keine passende Flinte für mich gefunden habe.

Was sind deine Lieblingswaffen?

Meine Lieblings-Langwaffe ist ganz klar die Oberland Arms OA-15 BL M-LOK M4 in .223 Remington! Ich hatte die Möglichkeit, die Waffe so zusammenzustellen, wie sie mir am besten passt und wurde bei Oberland Arms fachlich super beraten. Heraus kam eine tolle Selbstladebüchse mit 14,5" Lauf, beidseitiger 45 Grad Sicherung und einem Geissele Druckpunkt Match Abzug. Darauf montiert ist ein EOTech EXPS 2-0 mit G.33 STS Vergrößerungsmodul. Sie ist für das sportliche Schießen bestens geeignet und schön führig. Die Waffe hat aber dank dem 14,5 Zoll Lauf auf 100 m noch genug Energie für Raub- und Rehwild. 

Walther PPQ Q5 Match Combo in 9 mm Luger
Ziemlich neu und erst 150 Schuss: Die Walther PPQ Q5 Match Combo in 9 mm Luger.

Meine Lieblings-Kurzwaffe ist die Walther PPQ Q5 Match Combo in 9 mm Luger. Ich habe sie noch nicht lange und bisher erst 150 Schuss mit ihr gemacht. Aber bereits in dieser kurzen Zeit hat sich die Pistole als sehr angenehm erwiesen. Ich kam auf Anhieb super zurecht. Durch die austauschbaren Griffrücken konnte ich sie sehr gut an meine Hände anpassen. Besonders gut gefällt mir auch der Rotpunkt, der das Zielen mit Kimme und Korn überflüssig macht. Er befindet sich ohne erhöhte Plattform auf gleicher Höhe, was für mich ein wirklich großer Vorteil ist. Bei der Combo ist der SHIELD RMSc Red Dot schon ab Werk montiert. Nachgerüstet habe ich bei der Pistole eine Schließfedereinheit aus Wolfram.

Welche Munition benutzt Du? Werks- oder wiedergeladene Laborierungen?

Ich benutze normale Munition, Werkslaborierung. Da ich jagdlich für meine .308 Win. Repetierbüchse mit 20" Lauf eine rasante Patrone mit einem Geschoss gesucht habe, welches für Schwarzwild eine gute Durchschlagskraft mit sicherem Ausschuss hat und Wildbret schonend ist, habe ich mich nach langem Herumprobieren für die RWS Speed Tip Pro in der neueren Short-Rifle Variante entschieden. Damit habe ich immer sehr gute Ergebnisse erzielt. Sobald ich wieder etwas Zeit übrig habe, möchte ich dann sehr gerne den Wiederladeschein machen, damit ich die Munition dann genau so laden kann, wie ich es brauche und mir der Schuss dann auch etwas günstiger kommt.

Wenn du dir Waffen wünschen könntest, was wäre es?

Hanna Selena schießt Flinte im MSZU
Nicht nur auf Messen oder Hersteller-Events ist Hanna Selena anzutreffen, sondern hin und wieder trifft man sie auch beim Training im MSZU in Ulm.

Ich wünsche mir  eine Selbstladebüchse im Kaliber .308 Win aus dem Custom Shop von Oberland Arms in einem schönen Oliv-Ton  und mit verstellbarer Gasabnahme für einen Schalldämpfer.

Außerdem hätte ich sehr gerne eine Flinte, die mir auch wirklich gut liegt. Es ist gar nicht so einfach, als schlanke Frau eine Flinte mit passender Schaftlänge und Gewicht zu finden. Die Krönung wäre eine Repetierbüchse in einem großen Kaliber zum Long-Range schießen.  Schön wäre zum Beispiel in .408 CheyTac. Und dazu wünsche ich mir dann einen passenden zivilen Schießstand in Deutschland mit mehr als 500 m Länge. In Bayern. Bei mir. Im Keller.

Wo und wann ist es möglich, dass Follower und Fans Dich persönlich treffen?

Ich freue mich immer sehr, Follower und Fans auch persönlich kennen zu lernen.  Am einfachsten ist es, mich auf Messen, wie zum Beispiel der IWA, oder Events verschiedener Firmen zu treffen. Auch beim Trainieren im MSZU in Ulm bin ich häufiger zu sehen.  Bitte sprecht mich einfach an, ich freue mich über Eure Nachrichten!

Informationen dazu, wo ich als Nächstes sein werde oder welche Events anstehen, erfährt man natürlich auf meinem Instagram-Kanal. Dort findet ihr mich unter  hanna.selena

Wir wünschen Dir alles Gute mit Deinen zukünftigen Projekten und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Dir bei all4shooters.com / all4hunters.com. Bis bald!


Social Media:  https://www.instagram.com/hanna.selena/

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