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14. Deutsche Meisterschaften IPSC Rifle 2019

Neben deutschen Teilnehmern reisten auch einzelne Schützen aus dem Ausland − darunter Norwegen, Schweden, Österreich, Schweiz, Italien und Frankreich − zum sportlichen Stelldichein mit halbautomatischen Langwaffen überwiegend im Kaliber .223 Remington an. Der eine oder andere Teilnehmer nutzte die Veranstaltung sicherlich auch als Vorbereitung auf die anstehende Weltmeisterschaft Anfang August in Schweden.

Dynamisches Dutzend: 12 herausfordernde Stages

Die Offiziellen und viele fleißige Helfer harrten der heißen Temperaturen und haben insgesamt 12 interessante und auch fordernde Stages aufgebaut, darunter 6 Short Courses, 4 Medium Courses und 2 Long Courses. Auf Entfernungen zwischen 5 und 300 m waren die üblichen Ziele zu beschießen und mit 207 Schuss bestand die Möglichkeit 1.035 Punkte zu erzielen. Die Stage 1 befand sich auf dem Stand 4, ein Medium Course bestehend aus 10 IPSC Mini Targets und 3 N/S. Ein Target, ein Schwinger, musste hier über eine Bodenplatte vom Schützen ausgelöst werden. Im Video ab Minute 00:19 zu sehen. Die Schützen mussten hier in Option 2, also unterladen, starten. Mit 20 Schuss Minimum konnten maximal 100 Punkte erzielt werden. Der Schnellste der Open Division war hier Christian Holzapfel, der auch später der Deutsche Meister wurde und seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen konnte. Der Schnellste der Standard Division kam mit Kenneth Handberg aus Norwegen, gefolgt von Christoph Berlenbach, dem es gelang auf dieser Stage in 30,36 Sekunden "Full House" zu schießen. Einer der beiden Long Courses, Stage 7 auf Stand 14, bot dem Schützen viele verschiedene Möglichkeiten, die Ziele auf Entfernungen zwischen 5 bis 35 m zu beschießen. Aufmerksamkeit und Konzentration waren sehr gefragt, weil der Aufbau doch trickreich war und Ziele auch ganz leicht vergessen werden konnten. Im Video sieht man zum Teil unterschiedlichste Reihenfolgen ab Minute 1:27. Auf der Stage befanden sich 20 IPSC Targets. Ein Target, ein Schwinger, musste der Schütze mit dem Fuß über eine Bodenplatte auslösen.

Sascha Back schießt auf der DM IPSC Rifle 2019.
Deutsche Topschützen der Offenen Klasse: Der deutsche Vizemeister Sascha Back (Platz 2)
Thomas Risse schießt auf der DM IPSC Rifle 2019.
und Thomas Risse (Platz 6) im Wettkampfgeschehen.

Starker Standard: Ergebnisse auf Stage 7

Christian Holzapfel schaffte die Stage in 43,41 s mit 188 Punkten von insgesamt 200 möglichen Punkten. Zum Vergleich, der schnellste Schütze der Standard Division (Gewehre mit mechanischer Visierung), Jochen Richter, benötigte 53,07 s für insgesamt 196 Punkte. Jochen Richter wurde am Ende des Tages zum 3. Mal in Folge Deutscher Meister der Standard Division. Der Zweitschnellste der Open Division, Sascha Back, benötigte 47,64 s und erzielte 198 Punkte. Ein Charlie (Treffer in der C-Zone eines Papierziels) verhinderte ein "Full House", also die mögliche Gesamtpunktzahl von 200 Punkten. Der Drittplatzierte, Sven Schlegel, benötigte 47,48 s und erzielte 194 Punkte.

Von 10 bis auf 300 m: Schnelles Umstellen war gefragt

Kenneth Handberg schießt auf der DM IPSC Rifle 2019.
In der Standardklasse kämpft man mit mechanischer Visierung um Punkte, was gerade auf den langen Distanzen eine Herausforderung darstellt. Hier der norwegische Schütze Kenneth Handberg in Aktion.

Stage 8 auf Stand 18B bot ebenfalls einen sehr interessanten Aufbau. Links und rechts im Stand befanden sich Holzrampen, von denen aus je ein Popper auf etwa 180 m zu beschießen war. Die Schwierigkeit bestand darin, einen stabilen Anschlag zu finden. Eine durchaus sehr herausfordernde Aufgabe. Auf dem 300 m Stand (Stand 15) befand sich Stage 12. Dort waren auf 3 verschiedene Distanzen Ziele zu beschießen. Auf 10 m je 2 IPSC Targets, auf 150 m je 2 Popper und auf 300 m nochmals je 2 IPSC Targets. Mit 10 Schuss konnte der Schütze 50 Punkte erzielen. Der schnellste Schütze der Open Division war Vegard Frederiksen aus Norwegen. In 18,27 s erzielte er 46 Punkte. Der schnellste der Standard Division, Jochen Richter, erzielte in 25,74 s insgesamt 38 Punkte. Auf Platz 2 folgte hier wieder Kenneth Handberg aus Norwegen. Die Schützen aus Skandinavien sind schon echte Könner mit der Langwaffe. Insgesamt war es eine erfolgreiche und auch fordernde Meisterschaft, nicht zuletzt wegen der Temperaturen. Respekt an alle Teilnehmer, in dieser Sauna durchgehalten und immer einen "kühlen Kopf" bewahrt zu haben. 

Gratulation an alle Gewinner und Teilnehmer der einzelnen Divisionen und vielen Dank an alle Helfer, ohne euch wäre so etwas gar nicht möglich! Der Autor dieser Zeilen freut sich schon auf das nächste Jahr um auch wieder im Wettkampfgeschehen teilzunehmen.

Im bewegten Bild kommt die Action bei der DM IPSC Rifle 2019 noch viel besser rüber, deshalb hier das Video:


Weitere Ergebnisse im Detail findet man auf der Homepage der IPSC DM.

Sie fanden den Artikel interessant, aber haben nie zuvor von IPSC gehört? Hier beantworten wir die Frage: IPSC − was ist das?

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Die wichtigsten Infos zum Thema IPSC kompakt zusammengefasst, finden Sie im VISIER Special 82 "IPSC-Schießen".

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