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Test: SIG Sauer P320-M17 in 4,5 mm − was kann die CO 2 -Pistole von German Sport Guns?

Rund 500.000 Stück – auf diese Zahl beläuft sich der Auftrag der US-Army an SIG Sauer. Dahinter steht einer der größten Rüstungsaufträge der US-Geschichte im Faustfeuerwaffenbereich, der Millionen an Euros in die Kassen des Unternehmens spülen wird. Es ging konkret bei dieser Sache um die neue Dienstpistole, die das Vorgängermodell ablösen sollte. Viele traten an, doch am Ende behielt SIG Sauer die Nase vorne mit ihrer P320-M17. Optic Ready und ihre Präzision (auch auf weite Distanzen) gepaart mit der Qualität und einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis gaben dann wohl den Ausschlag. Und andere Behörden weltweit fanden und finden Gefallen an dieser Waffe. Aber auch der Freund der Freien Waffen kann in den Genuss dieses Stückes kommen und zwar in Form einer authentischen Replika von German Sport Guns (GSG) .

So ähnlich ist die P320-M17 von GSG der originalen P320-M17 von SIG Sauer:

Zur Reinigung der Waffe lässt sich die M17 ganz leicht zerlegen. Und auch im Inneren: Qualität, wo man sie braucht.

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass es sich hier um eine hochwertige Replika handelt. Auch der Griff an die Waffe bestätigt dieses Gefühl. So lässt sich schon sagen, dass der Aufdruck auf dem Lieferkarton "Authentisches Gewicht, Balance und Handhabung" durchaus der Wahrheit entspricht. Die Abmessungen passen und auch das Feeling entspricht in etwa dem einer Polymer-Pistole. Ein auffälliges Merkmal an der Waffe: das lange Magazin. Darin befindet sich mehr oder minder das Herz der CO 2 -Pistole mit dem SIG Sauer Branding. Griffstück und Schlitten entsprechen in ihrem Design dem scharfen Vorbild. Beidseitige Flügelsicherung, beidseitiger Fanghebel und der Zerlegehebel auf der linken Seite sind wie am Original. Gleiches gilt für den Abzug, die Pica-Rail auf sechs Uhr oder die Front- und Back-Serrations auf dem Schlitten. Kimme und Korn, Magazin-Release und ein Teil der Beschriftung sehen ebenfalls so aus wie an den neuen Waffen der US-Armee. Das SIG-Sauer-Logo prangt vorne am Schlitten (auf beiden Seiten), auf der linken Flanke dann noch die Modellbezeichnung M17. Dem deutschen Gesetzgeber wird auf der linken Seite über der Pica-Rail Genüge getan mit dem F im Fünfeck und der Kaliberangabe. Die Seriennummer liegt über dem Abzug auf dem Rahmen. Das gecheckerte Griffstück weist ebenfalls das SIG-Sauer-Logo auf. Zur großen Überraschung findet sich noch auf der rechten Seite das Herstellerland, aus dem die Waffe kam. Viele werden sicherlich jetzt an Fernost denken. Und da haben sie recht. Aber die P320-M17 segelte nicht etwa aus dem Reich der Mitte oder aus Taiwan nach Deutschland, sondern aus Japan. Das Land der aufgehenden Sonne gilt als ein Hersteller hochwertiger Repliken, allen voran Airsofts. Das kann man nach Anblick der M17 nur bestätigen. Entsprechend wertig fällt auch das Innenleben nach dem Zerlegen aus. Metall, saubere Passungen, alles wie man es erwartet. Am faszinierendsten jedoch war das Magazin.

Die Konstruktion der SIG Sauer P320-M17 in 4,5 mm:

Neben der Waffe an sich verstecken sich wichtige Details im Magazin der Pistole.

Im Magazin verstecken sich wirklich durchdachte Lösungen, allen voran das RPM-Magazin mit einer Kapazität von 20 Schuss. Wie schon von den MCX- und MPX-Versionen bekannt, sorgt dieses für ein Halbautomaten-Feeling, da jedes Diabolo automatisch durch die Bewegung der Waffe nachgeladen wird. Das Befüllen zeigt sich simpel, lässt sich das RPM-Magazin doch aus dem Rest des Bauteils einfach entnehmen. Und auch das Nachfüllen beziehungsweise der Austausch der CO 2 -Kapsel präsentiert sich durchdacht. Es muss nämlich keine Schraube herausgedreht oder anderweitig umständlich hantiert werden. Man nehme einfach das Magazin in die Hand, ziehe den Hebel auf dem Rücken desselben herunter, lege seitlich eine neue Kapsel ein, führe den Hebel wieder nach oben, bis er komplett einrastet: fertig. Magazin wieder in die Pistole stecken und schon kann man schießen.

Die technischen Daten der SIG Sauer P320-M17 von GSG:

Modell: SIG Sauer P320-M17
Preis: 179,- Euro
Kaliber: 4,5 mm Diabolo
Visierung: Kimme und Korn
Länge: 204 mm
Material: 970 g
Kapazität: 20 Schuss
Energie: Maximal 3 Joule

So schießt sich die P320-M17 als CO 2 -Pistole:

In der praktischen Handhabung zeigte die P320-M17 auch ihre Stärken. Das Wechseln der Kapseln funktionierte schnell. Beim Schießen traten keine Störungen auf. Als Ziele dienten diesmal in 10 m Entfernung platzierte und mit Sand beschwerte Dosen. Alle Schüsse lagen da, wo sie sollten, doch nach jedem Magazin wechselten die Tester auch die Kapsel, um die Leistung hoch zu halten. Einziger Makel: der Abzug. Geräuschvoll und hakelig, ohne definierten Punkt. Die Tester zogen den Abzug und mussten sich mehr oder minder vom Schuss überraschen lassen. Da wäre etwas mehr Akkuratesse gern gesehen gewesen.

Unser Testfazit zur SIG Sauer P320-M17 in 4,5 mm:

Viele dürften mit dieser Freien Waffe die Sehnsucht nach ihrem Besitz verbinden. Und man kann es niemandem verdenken, zeigt sich die SIG Sauer P320-M17 von German Sport Guns doch von ihrer besten Seite. Dass diese Replika nur in Hände von Erwachsenen gehört, versteht sich von selbst. Aber auf der Waffe selbst steht es auch noch einmal – in englischer Sprache. Man kann hier wirklich sagen, dass alles passt und der Kunde für knapp 180,- Euro eine authentische Replika der "Waffe der Stunde" erhält. An der Verarbeitung gibt es nichts zu kritteln. Lediglich der Abzug hätte etwas besser ausfallen können, was im Schuss jedoch nicht stört. Insgesamt eine schöne Pistole, nicht nur für die US-Armee.

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