89. Auktion bei Hermann Historica: Seien Sie am 28.5.2021 dabei – hier stellen wir Ihnen einige besondere Stücke vor!

Nächste Auktion: 28.05.2021: Den Katalog können Sie hier bei Hermann Historica bestellen oder herunterladen.

Der Katalog zur 89. Auktion von Hermann Historica – "Schusswaffen aus fünf Jahrhunderten":

Die 89. Auktion von Hermann Historica beginnt schon beim Katalog mit einem Novum, denn erstmals werden alle Schusswaffen in einem Katalog zusammengefasst – auch diejenigen, die vormals unter "Alte Waffen" zu finden waren. Mit 1.044 Losen kommt der Katalog "Schusswaffen aus fünf Jahrhunderten" auf 627 Seiten. Im Format 22x22 cm auf Hochglanzpapier gedruckt können Sie den Katalog bei Hermann Historica für 25,- Euro bestellen.

Zudem bietet Hermann Historica auch bei uns den Katalog als kostenlose digitale Blätterversion und Download an.

89. Auktion von Hermann Historica am 28.05.2021: Wann sind die Besichtigungstermine und wie kann ich Gebote abgeben?

Vorbesichtigungen sind an folgenden Terminen möglich: 19.-22.05., 25.05., 29.05. und 31.05.2021 jeweils von 11 bis 17 Uhr in den Auktionsräumen von Hermann Historica, Am Bretonischen Ring 3, 85630 Grasbrunn / München.

Die 89. Auktion ist sowohl als Präsenz- als auch Online-Auktion ausgelegt. Folgende Teilnahmemöglichkeiten bietet Hermann Historica Ihnen:

  • Als Saalbieter live vor Ort in München (Adresse siehe oben)
  • Schriftliche Gebote vor der Auktion abgeben
  • Gebote online über die Website des Auktionshauses abgeben
  • Als Telefonbieter teilnehmen
  • Als Onlinebieter live in der Auktion mitbieten

Sie sehen also, trotz Corona-Pandemie gibt es eine Vielzahl von Wegen, auf denen Sie Ihre Wunschstücke ersteigern können. Über aktuelle Regelungen bezüglich Covid-19 hält Hermann Historica Sie hier auf dem Laufenden.

Ausgesuchte Lose der Mai-Auktion bei Hermann-Historica:

Die Experten von Hermann Historica schätzen, dass die Schaftintarsien der Radschloss-Karabiner zu den besten Arbeiten aus Teschen gehören.

Bei Los 2072 handelt es sich um ein Radschloss-Karabiner-Paar aus dem Jahr 1640. Sie stammen aus der schlesischen Stadt Teschen, die seit dem 16. Jahrhundert für die Fertigung repräsentativer und luxuriöser Jagdgewehre bekannt ist. Die Herkunft spiegelt sich auch in den feinen Bein- und Perlmutt-Intarsien des Schaftes wider, denn dort findet sich das Stadtwappen von Teschen nebst Wild- und Fabeltieren sowie ornamentalen Schnörkeln und Ranken. 65.000,- Euro sind für das Karabiner-Paar zum Auktionsstart aufgerufen.

Um die 40 Jahre jünger und für "nur" 32.000,- Euro hat Hermann Historica ein Paar schlesischer Steinschlosspistolen im Angebot. Diese sind ebenfalls reich verziert und entsprechen mit Beinintarsien von Blüten, Tieren, Groteskköpfen und Musikern sowie einer Feuervergoldung dem damaligen Zeitgeist. Dazu gehören noch hölzerne Ladestöcke mit gravierten Beindoppern. Sie sind bei Hermann Historica unter der Losnummer 2147. 

Die Lunten-/Radschlossmuskete von 1570 trägt die Meistermarke "TB".

Im süddeutschen Raum entstand um 1600/1610 eine Luxus-Renaissance Radschlossbüchse (Titelbild, s.o.). Sie finden die Radschlossbüchse mit dem fein gravierten und ziselierten Dekor bei Hermann Historica unter der Losnummer 2067. Neben Jupiter in einem von Löwen gezogenen Wagen finden sich im ganzflächigem Dekor auf original gebläutem Grund einige Tiere und Groteskenköpfe. Hinzu kommt eine großzügige Vergoldung. Aufgerufen werden für die Renaissance-Radschlossbüchse 28.000,- Euro.

Aus dem Jahr 1570 stammt eine sehr frühe deutsche Lunten-/Radschlossmuskete aus Suhl. Sie trägt die Meistermarke "TB" und befindet sich im originalen Zustand mit originalem Ladestock. Für die teilvergoldete Lunten-/Radschlossmuskete mit Beineinlagen in Form von Fabelwesen werden unter der Losnummer 2062 bei Hermann Historica 25.000,- Euro aufgerufen. 

Unter der Losnummer 2554 steht ein Schönberger-Laumann Mod. 1894-II in Kaliber 8 mm Schönberger zur Versteigerung. Das Mod. 1894-II ist die weltweit erste Selbstladepistole und das vorliegende Stück trägt die Nummer 16. Es handelt sich dabei um das Exemplar, das Joschi Schuy im Buch "Vom Ursprung der Selbstladepistole" ausführlich beschrieben und bebildert wurde. Außerdem ist es eines von nur sechs weltweit bekannten Exemplaren des Mod. 1894-II. Trotz dieser Seltenheit startet die Pistole in der Mai-Auktion schon bei 18.000,- Euro.

Noch seltener ist die halbautomatische Pistole Mauser Modell 27. Der bisher unbekannte Prototyp ist höchstwahrscheinlich ein Unikat und trägt die Seriennummer 1. Die Pistole in 6,35 mm Browning wurde den Mauserwerken 1970 zur Beurteilung vorgelegt. Dort bestätigte Direktor Vorgrimmler die Authentizität und unterzeichnete die Beurteilung. Diese Dokumente und weitere Korrespondenz mit Hintergrunddetails liegen dem Mauser Modell 27 bei. Für Los 2469 sind 15.000,- Euro sind gefordert – wer bietet mit, um dieses einzigartige Stück deutscher Waffengeschichte?

Das Schönberger-Laumann Mod. 1894-II ist eines von sechs bekannten Exemplaren der ersten Selbstladepistole weltweit.
Beim Mauser Modell 27 handelt es sich wahrscheinlich um einen einzigartigen Prototypen mit der Seriennummer 1.
Nicht einmal 12.000 Exemplare des Haenel MKb 42(H) wurden für einen Truppenversuch produziert.

Der damalige Haenel-Chefkonstrukteur Hugo Schmeisser entwickelte nach 1938 den vollautomatischen Maschinenkarabiner Haenel MKb 42(H). 11.808 Exemplar produzierte Haenel mit dem frankfurter Blechprägespezialisten Fa. Merz für einen Truppenversuch. Den Vorzug bekamen damals jedoch die Modelle MP 43/44 und K 43. Das vorliegende Stück trägt die Seriennummer 9492, der spiegelblanke Lauf ist nummerngleich. Das Magazin fasst 30 Schuss im Kaliber 7,92x33 kurz. Hermann Historica beschreibt den Zustand des MKb 42(H) als "äußerlich mit Resten von Brünierung, stark fleckig, partiell narbig, innen in sehr guter Erhaltung" und sieht Chancen, "das seltene Sammlerstück durch behutsame Reinigung, Restaurierung und Neubrünierung zu verbessern". Die Losnummer 3006 wurde auf 15.000,- Euro taxiert. Wichtig! Der Käufer muss die nationalen Bestimmungen bezüglich Vollautomaten beachten. Bei deutschen Käufern wäre das eine Ausnahmegenehmigung des BKAs.


Weiteren Informationen zur 89. Auktion erhalten Sie auf der Homepage von Hermann Historica. Wir werden diesen Artikel in den nächsten Wochen ergänzen und auch weitere interessante Sammlerwaffen dieser Auktion auf unseren Kanälen bei Facebook und Instagram vorstellen.

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