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Damwildjagd mit den Reilmann Brüdern: auf Pirsch mit Jagdgirls

Viele von euch wissen, Damwild ist unsere absolute Haupt- und Lieblingswildart. Bei einer Revierfahrt sieht man dieses Wild eigentlich immer recht zahlreich. Dadurch, dass wir unseren Abschussplan nahezu an nur einem Jagdtag erledigen, ist die Scheu vor uns Jägern wirklich minimal. Dementsprechend lässt sich das Damwild von unserem Amarok aus hervorragend beobachten. Im Revier verbringen wir viele Stunden also damit, diese Wildart zu studieren. Wir kennen eigentlich jeden Hirsch und die markanten Alttiere auch.

Über die Jahre haben wir so eine regelrechte Beziehung zu diesem Wild aufgebaut. Und nun ja, wir beide haben wirklich arge Schwierigkeiten, Damkahlwild überhaupt zu erlegen. Wir kriegen es schlichtweg nicht übers Herz. Das ist aber zum Glück nicht schlimm, denn unseren Plan fürs Damwild zu erfüllen, stellt trotzdem kein Problem dar. Schließlich gibt es immer Jagdgäste, Freunde und Bekannte, die sich freuen, wenn sie auf ein Stück Damwild waidwerken dürfen.

Aufnahme einer Wildkamera zeigt ein Rudel mit einigen Stücken Damwild
Genügend Damschmaltiere gibt es bei uns im Revier eigentlich. Und trotzdem sollte es nicht sofort klappen...

Hunter Brothers: eine Jagdeinladung zur Jagd auf Damwild

Eine Tatsache ist, dass Damwild einfach unwahrscheinlich gut schmeckt. Und so sehnt sich unser Vater jedes Jahr den ersten Juli herbei. Denn da geht das Damschmalwild bei uns in Mecklenburg-Vorpommern auf. Also eine gute Gelegenheit, die private Truhe zu füllen. Junges Wild, ohne Stress auf der Einzeljagd erlegt – besser könnte die Qualität des Wildbrets nicht sein. Das sollte jedermann einleuchten. Also luden wir uns zum Aufgang der Damwildjagd Marie und Cilly ein. 2 junge Jägerinnen, die in ihrem bisherigen Jägerleben beide noch kein Stück dieser Wildart erlegen konnten.

Jägerin auf einem Hochsitz
Auf vielen Kanzeln hatten wir auch das Problem, dass Marie nicht gut über die Brüstung schauen konnte.
Aufnahme bei der Pirsch zeigt ein Rudel Damwild zwischen Bäumen
Zunächst hatten wir kein Glück... Und fand sich dann doch ein passendes Stück, zog es nicht frei aus dem Rudel.

So begann die Pirsch am Nachmittag des 1. Juli: Anders als erwartet, machte sich das Wild allerdings rar. Vermutlich wegen der Affenhitze fanden wir so gut wie gar kein Damwild oder aber nur Tiere mit frisch gesetzten Kälbern. Doch aufgeben war nicht drin und so pirschten wir Kilometer um Kilometer all unsere Waldwege ab. Doch wenn wir dann mal ein passendes Stück fanden, hatten wir das Problem, dass das Stück nicht frei aus dem Rudel zog. Auch passierte es, dass der Kameramann, also Gerold, das Stück sauber sehen und auch ansprechen konnte, aber die Schützin – Marie ist gut 20 cm kleiner als Gerold – keine Chance hatte, das Stück sauber rein zu bekommen.

Es war also wirklich nicht so leicht, wie wir uns erhofft hatten. Aber so ist es nun mal bei der Jagd. Im letzten Licht des ersten Jagdtages klappte es dann aber doch noch! Zwar nicht auf ein Schmaltier, sondern einen geringen 2-jährigen Rehbock. Wir freuten uns sehr über diesen Beifang. Marie hatte noch nicht viele Böcke erlegt und war außer sich vor Freude. Auch Gerold hatte beim Filmen enormes Jagdfieber, wie ihr im Video gut sehen könnt. Und so ging die Abendpirsch dieses Tages zu Ende, ohne dass ein Damschmaltier den Weg in unsere Kühlung fand. Das war aber nicht schlimm, denn am nächsten Morgen wollten wir es gleich wieder versuchen… 

Erlegerbild zeigt eine junge Jägerin mit einem erlegten Bock
Waidmannsheil! Dieser 2-jährige Gabler war Marie's 6. Bock.
Aufnahme einer Wildkamera zeigt einen Rehbock, der auf den Weizenschlag zieht.
Auch wegen dieser Aufnahme wussten wir, dass Marie's Bock auf den Weizenschlag geht.

In einer kleinen Bruchfläche entdeckten Paul und Cilly zudem eine Rotte Sauen im hohen Gras. Glücklicherweise stand ein Frischling so weit abseits der Rotte, dass sie ihn auf einer Freifläche sauber frei hatten. An einem Baum angestrichen erlegte Cecilia das Stück mit sauberer Kugel! Der 7 kg schwere Frischling wurde bei uns Zuhause freudig begrüßt, denn für eine kleine Grillfeier war er genau richtig. Gut 7 Personen werden von einem solchen Stück satt. Wir finden es überhaupt nicht verwerflich, auch so ein Stück zu erlegen. Im Großen und Ganzen bevorzugen wir selbst es aber schon eher, Frischlinge wenigstens 15 kg schwer werden zu lassen, ehe wir mit der intensiven Bejagung beginnen. Letztendlich kommt es immer darauf an, dass das Stück gut verwertet werden kann. Ist dies nicht der Fall, sollte auch in Zeiten der Afrikanischen Schweinepest Abstand davon genommen werden, solch ein Stück zu schießen. Aber nun ja, das ist unsere Meinung!

Jagderlebnisse bei der Damwildjagd in Mecklenburg-Vorpommern

Aufnahme einer jungen Jägerin samt erlegtem Damspießer, die mit einer Videokamera gefilmt wird
Mit der Kamera hatten die beiden keine Probleme.

Bei dieser Morgenpirsch hatten Gerold und Marie abermals kein Glück mit dem Damwild: Es kamen zwar Stücke in Anblick, doch es sollte einfach nicht sein. Und so blieb nur noch ein letzter Ausgang… Gerold und Marie hatten jetzt, um ein Stück Damwild zu erlegen, den Abendansitz gewählt. Vielleicht sollte dies eher klappen und so saßen die beiden da und warteten der Dinge. Anders als gewohnt trat allerdings kein Damwild aus. Die Ungeduld wurde immer größer. Nur ungern wollten wir Marie abreisen lassen, ohne Waidmannsheil auf ihr erstes Stück Damwild. Also begannen die beiden zum wiederholten Mal die Pirsch. Und als ob Diana es so gewollt hatte, stand plötzlich nur etwa 200 m entfernt verdeckt hinter einer kleinen Waldecke ein passendes Stück. Der Damspießer befand sich auf der Wiese und war seelenruhig am Äsen…


Er hatte die beiden nicht spitz und so blieb Marie genug Zeit, um sich einzurichten. Der Schießstock wurde perfekt positioniert und dann die eigentlich etwas zu lange Steyr CL2 in Anschlag gebracht. Kurze Zeit später brach auch schon der Schuss der 7mm-08 Remington. Der Spießer zeichnete deutlich. So deutlich, dass sich Gerold über den Treffersitz keine Sorgen zu machen brauchte. Und so freuten sich die beiden enorm über das Waidmannsheil.

Aufnahme einer Wildkamera zeigt einen starken Damspießer in einem deutschen Jagdrevier
Ein schönes Stück, doch dieser Damspießer wäre deutlich zu stark gewesen.

Nach den obligatorischen Erlegerfotos landete der Spießer in der Kühlung, um letztendlich nach 7 Tagen gut abgehangen in unsere Tiefkühltruhe umzuziehen. Jeder, der schon einmal Damwild gegessen hat, weiß, wie gut das Fleisch dieser Wildart schmeckt. Und so ließen wir es uns nicht nehmen, die Innenfilets und einige Steaks noch am selben Abend zu grillen. Leider ohne die beiden Erlegerinnen, denn die waren schon wieder abgereist. Aber vielleicht sieht man sich ja wieder. 

Wir sagen Weidmannsheil Marie zu deinem Bock und deinem Schmalspießer! Und außerdem viel Erfolg bei der bevorstehenden Europameisterschaft im Trapschießen.

 

Und natürlich Weidmannsheil Cecilia zum Frischling!

In diesem Sinne vielen Dank für die Aufmerksamkeit und Weidmannsheil für die kommenden heißen Tage der Blattzeit!

 

Eure Hunter Brothers Gerold und Paul.

PS: Wir haben uns sehr gefreut über die vielen positiven Kommentare bei YouTube. Allein die Klickzahlen in den ersten Stunden sprechen für sich. Leider muss man aber sagen, dass YouTube also Google schon wieder der Meinung ist, dass sich dieses Video für Zuschauer unter 18 Jahren nicht eignet. Warum das so ist, muss und wird uns Google nicht begründen. Wir können es nur akzeptieren… Wenn nun also einige von euch das Video nicht öffnen können, dann liegt das daran, dass ihr noch nicht bei YouTube angemeldet seid. Das ist kostenlos und wenn ihr euch anmeldet, dann denkt gleich daran, uns und auch andere Jagd-YouTuber wie Huntingroom, Dreisspross oder JägerTV zu abonnieren. Wir alle freuen uns riesig über jeden einzelnen neuen Abonnenten. 

Noch mehr spannende Videos? Hier kommt Ihr direkt auf den YouTube-Kanal der Hunter Brothers.


Hunter Brothers auf Wildschweinjagd: Bei der Sauenpirsch im Frühling konnte Gerold eine saubere Doublette erlegen. Was für ein Jagderlebnis...

Jagen lernt man in der Praxis: Begleitet the.passionist gemeinsam mit Julia Schmid vom Jagd- und Schießzentrum Oberberg sowie 2 ihrer ehemaligen Jagdschüler für deren ersten Bock ins Revier.

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