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Jagderlebnisse: Als Jungjäger das erste Mal auf Bockjagd in Mecklenburg-Vorpommern!

Beim ersten Bock muss alles passen – so stellte ich mir meine erste Jagderfahrung im Mai vor. Schließlich ist der erste Bock ein bewegender Moment im Leben eines jeden Waidmanns. Meine Wenigkeit hatte im letzten Jahr die große Ehre, in der Jagdschule Lüdersburg im schönen Niedersachsen "das grüne Abitur" machen zu können. Das Bundesland soll in diesem Beitrag noch eine Rolle spielen – doch dazu komme ich später. 

Als Jungjäger das erste Mal auf Bockjagd in Mecklenburg-Vorpommern - mit KAHLES Helia 2-10x50i Zielfernrohr
Das Helia 2-10x50i Zielfernrohr von KAHLES ist ein perfekter Allrounder. Die leichte und führige Optik hat ein großes, kontrastreiches Sehfeld und eine hohe Dämmerungsleistung – für die Bockjagd ideal.

Doch bevor es losgeht mit meinem ersten Bock noch ein kleines Dankeschön an die Kreisverwaltung Rügen, die es dann zum 30. April 2019 noch knapp geschafft hatte, meinen ersten Jagdschein auszustellen. Da klopfte das Herz doch gehörig und sprang vor Freude! Alles war also vorbereitet. Als Waffe hatte ich mir eine Heym SR 21 im Kaliber .308 Winchester mit einem KAHLES Helia 2-10x50i Zielfernrohr von Stefan Niedfeld aus dem Oldenburger Jagdcenter zusammenstellen lassen. Vorbeischauen lohnt sich dort auf alle Fälle, denn die Beratung im Ladengeschäft war absolut tadellos!

Die Vorbereitung auf den ersten Bock war also mustergültig durchgeführt. Alles, was jetzt noch fehlte, war mein erster Bock. Das Revier, in dem wir waidwerken sollten, befand sich im landschaftlich sehr reizvollen Mecklenburg-Vorpommern. Rotwild, Schwarzwild und Rehwild – Jägerherz was willst du mehr? Ein Feldrevier mit kleinen Waldstrukturen und dann einen so erfahrenen Jäger an meiner Seite zu haben – ich war ich mir sicher: das kann was werden!

Video – Mit Stefan Niedfeld vom Oldenburger Jagdcenter auf Bockjagd!

Doch wie das Leben so spielt hat man sich als Greenhorn an Vorgaben zu halten und muss eben auch dazulernen. Bei der ersten Pirsch hatte ich dann auch gleich mal die Ricke hinter einer Bodenkante übersehen – die warnte den Bock und so ging der Sprung dann relativ schnell ab. Der Jungjäger hatte seine erste Chance vertan...

Dann kam der nächste Morgen. Es war windig und kalt. Immer wieder begann es zu regnen. Wir lagen im Gras hinter einem Zaun in Deckung und warteten auf das erste Büchsenlicht. Für die Kamera war es noch "fast" zu dunkel. Das sieht man auch, wenn man sich das obige Video des Oldenburger Jagdcenters anschaut. Aber das war nur eine rein technische Frage. Viel interessanter in diesem Augenblick war für mich die Frage: Passt der nächste Bock?

Bockjagd – perfekt für Jungjäger, um Jagderfahrung zu sammeln!

Dieser kam in nur knapp 60 m in Anblick! Die Entfernung war perfekt. Der Wind kam günstig und der Bock stand breit und machte keine Anstalten, die Wiese zu verlassen. "Besser kann es nicht kommen", dachte ich mir und mein Herz klopfte fast schon zu laut. Nur sagte der Jagdführer dann, dass dieser Bock noch 3-4 Jahre bekommen soll und seine Gene ruhig weitervererben soll. 

Bis auf das Alter des Bockes passte also alles. Aber das ist eben selektives Jagen. Es kommt nun einmal nicht immer alles so, wie man es sich wünscht – das gilt insbesondere auch für die Jagd. So sieht man am Ende des Videos auch keinen von mir erlegten Bock, sondern nur mein enttäuschtes Gesicht. Und wie ging es jetzt weiter?

Als Jungjäger das erste Mal auf Bockjagd in Mecklenburg-Vorpommern - mit KAHLES Helia Rangefinder Fernglas
Das KAHLES Helia Rangefinder Fernglas mit integriertem Entfernungsmesser erleichterte mir das Ansprechen ungemein!

Das Ende vom Lied war, dass sich ein paar Tage später der Kreis zu meiner größten Freude in Lüdersburg schließen sollte! Dort, wo ich vor einem knappen Jahr die Jägerprüfung bestanden hatte, sollte ich schließlich meinen Bock strecken. Mein Jagdführer hieß diesmal Bernd und brachte mich im besten Licht zum Anblick. 

Der Bock zog ruhig aus dem Bestand und äste auf der Wiese direkt vor der Waldkante. 170 m, das war für den Anfang doch sehr sportlich! Gut, ich hatte zwar die RWS .308 Win. SPEED TIP PROFESSIONAL in meiner Heym Repetierbüchse, doch wir entschlossen uns noch ein wenig zu warten. In den letzten Tagen zog der Bock in der Dämmerung schließlich immer noch ein Stück weiter auf die Mitte der Wiese. 

Und so war es auch dieses Mal. Gegen 20 Uhr stand der Bock auf 110 m breit vor uns. Der Schuss brach, der Bock machte noch eine kurze Todesflucht von 10 m und verendete. Ein sauberer Blattschuss, so wie ich es in der Jagdschule Lüdersburg gelernt hatte. Ich war stolz und überglücklich! 

Waidmannsheil!


Mehr über Jungjäger, die ihre Praxiserfahrungen in Begleitung von erfahrenen Waidmännern machen, lesen Sie hier.

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