Die Jungjägerpakete von HUNTEX bestehen aus verschieden Varianten der Repetierbüchse Huglu Ovis G2 Repetierbüchse im Kaliber .308 Winchester, die dann jeweils mit dem Zielfernrohrmodell Alpen Optics Apex LT 2-12x44 Gen2 und der passenden Ringmontage für Picatinny-Schnittstellen geliefert werden. Die mit den Aftermarket-Teilen für die Remington-700-Plattform kompatible Büchse verfügt über ein entnehmbares AICS-Magazin und wird serienmäßig mit einem 3- und einem 5-Schuss-Magazin ausgeliefert. Optional lassen sich natürlich auch AICS-Magazine mit zehn Schuss Fassungsvermögen verwenden. Erhältlich ist die Ovis G2 mit schwarzem oder dunkelgrünem Polymerschaft mit Soft-Touch-Einlagen, klassischem Holzschaft, im Mossy Oak Camo-Finish mit bronzefarbener Cerakote-Beschichtung von Lauf und System sowie mit einem in Grau gehaltenen GRS-Fenris-Schaft.
Die Preise für die Pakete liegen je nach dem gewählten Huglu-Büchsenmodell zwischen 1.199,- und 1.599,- Euro (UVP). Besonderes Augenmerk verdient jedoch das im Set enthaltene Alpen Optics Apex LT 2-12x44 Gen2: Das Zielfernrohr ist als weltweit erstes Modell mit einem integrierten Außengewinde zur direkten Aufnahme des Präzise-Jagen-Fusion-Adapters ausgestattet. Die verschraubte Verbindung ersetzt herkömmliche Klemmadapter und soll eine besonders stabile, spielfreie und wiederholgenaue Montage von Vorsatzgeräten ermöglichen – ein technischer Ansatz, der sich deutlich von den bisher am Markt etablierten Lösungen unterscheidet.
Alpen Optics Apex LT 2-12x44 Gen 2 − Details zu dem Zielfernohr mit der neuartigen Adapterschnittstelle für Vorsatzgeräte

Mit dem Apex LT Gen 2 führt Alpen Optics eine neue Lösung für die Montage von Wärmebild- und Nachtsichtvorsatzgeräten ein. Im Mittelpunkt steht ein direkt in das Objektiv integriertes Außengewinde, das in Zusammenarbeit mit Präzise Jagen entwickelt wurde. Anstelle der bislang weit verbreiteten Klemm- oder Steckadapter wird das montierte Vorsatzgerät über eine geschraubte Verbindung mit dem Zielfernrohr verbunden.
Das System basiert auf einem Außengewinde am Objektiv des Zielfernrohrs, das in Kombination mit dem optional für rund 150,- Euro erhältlichen Präzise Jagen Fusion Adapter und dem Duo Verbinder eine formschlüssige Verbindung ermöglicht. Durch den Wegfall klassischer Klemmmechanismen soll eine spielfreie Montage erreicht werden, die auch bei wiederholtem An- und Abbau eine hohe Wiederholgenauigkeit bietet. Gleichzeitig reduziert sich der Bedarf an zusätzlichen Adapterkomponenten.


Ein weiterer Vorteil der Lösung, so der Hersteller, liegt in der kompakten Bauweise. Da die Verbindung direkt am Objektiv erfolgt, fällt die Gesamtkonstruktion kürzer aus als bei vielen herkömmlichen Adaptersystemen. Das kann sich insbesondere bei kurzen Jagdwaffen oder führigen Kombinationen positiv auf Balance und Handling auswirken. Auch unter hoher Rückstoßbelastung soll die verschraubte Verbindung eine dauerhaft stabile Einheit zwischen Zielfernrohr und Vorsatzgerät gewährleisten.

Neben der neuen Adapterschnittstelle verfügt das Apex LT Gen 2 über eine Reihe zeitgemäßer Ausstattungsmerkmale. Dazu gehören ein 30-mm-Mittelrohr, ein Absehen 4 in der zweiten Bildebene mit zuschaltbarem Leuchtpunkt sowie eine 0,1 MRAD-Absehenverstellung (1 cm pro Klick auf 100 Meter). Die Höhenverstellung ist mit einer Locking-Arretierung und einem Zerostop ausgestattet, während ein Throw Lever den schnellen Wechsel der Vergrößerung erleichtert.
Für den Einsatz unter unterschiedlichen Witterungsbedingungen ist das Zielfernrohr bis IPX7 wasserdicht, stickstoffgefüllt und laut Hersteller bis zu Rückstoßbelastungen von Magnum-Kalibern bis 1.000 g schussfest. Die FMC-Mehrschichtvergütung soll eine hohe Lichttransmission sowie ein kontrastreiches und randscharfes Bild gewährleisten. Ergänzt wird die Ausstattung durch die SmartDot-Technologie, bei der der Leuchtpunkt über einen Neigungssensor automatisch aktiviert beziehungsweise deaktiviert wird.
Mit der Integration der Gewindeschnittstelle verfolgt Alpen Optics einen anderen Ansatz als die meisten bislang erhältlichen Vorsatzlösungen. Ob sich das Konzept langfristig als neuer Standard etabliert, wird sich im praktischen Jagdeinsatz zeigen. Technisch stellt die direkte Schraubverbindung jedoch einen pfiffigen Ansatz dar, um die Verbindung zwischen Zielfernrohr und Vorsatzgerät möglichst präzise und reproduzierbar auszuführen.
Auch wenn die Rolle des Zielfernohres bei einem Jagdwaffen-Setup nicht zu unterschätzen ist, spielt die Hauptrolle bei der Kaufentscheidung immer noch die Büchse. Deshalb wollen wir es nicht auch versäumen, einen genaueren Blick auf die Huglu Ovis G2 werfen. Und das machen wir am Beispiel der Ovis G2 Mossy Oak Elements Terra. Allerdings sei hier gleich angemerkt, dass der Test dieser Büchse schon etwas länger zurück liegt und die Waffe seinerzeit noch mit dem Vorgängermodell des Apex LT Gen 2 aus dem Jungjäger-Paket durchgeführt wurde, also noch ohne das Außengewinde am Objektiv und dementsprechend auch ohne Vorsatzgerät, nur im „rein optischen“ Betrieb. Doch bevor wir uns mit den Testeindrücken beschäftigen, werfen wir zuerst noch einen Blick auf die technische und Ausstattung der Ovis G2.
Weitere technische Details zu der Repetierbüchse Huglu Ovis G2 aus den HUNTEX-Jungjäger-Paketen:

Nicht nur beim klassischen Zwei-Warzen-Verschluss orientiert sich Huglu bei der Ovis-Reihe an der Remington 700. Der türkische Hersteller übernimmt hier auch die Hülsengeometrie des Short Action-Systems der bewährten US-Büchse, sodass bei Bedarf reichlich Aftermarket-Zubehör zur Verfügung steht. In Sachen Sicherung verbaut Huglu hier eine – wie wir bereits feststellen konnten – lautlos zu bedienende und Zwei-Stellungs-Sicherung, die direkt auf den Abzug wirkt, ebenfalls im Stil der 700. Der Abzug ist nach dem Ausschäften gemäß Herstellerangaben zwischen 1.300 und 1.500 g justierbar und wurde laut HUNTEX jetzt nochmals überarbeitet und in seiner Charakteristik verbessert. Über das Hamburger Großhandelshaus kommen aktuell nur Varianten der Ovis G2 im Kaliber .308 Winchester nach Deutschland, demnächst sollen aber wohl auch welche in .223 Remington hinzukommen. Auf der Systemhülse ist bei allen Büchsen aus dem Jungjäger-Paket eine Picatinny-Schiene montiert.

Für den jagdlichen Einsatz können die Ovis G2-Repetierer dank eines M14x1-Mündungsgewinde auch mit einem Schalldämpfer ausgerüstet werden, bei der Version Mossy Oak Elements Terra sitzt eine Drei-Kammer-Mündungsbremse auf dem Gewinde, das bei den Varianten mit dem schwarzen Synthetikschaft, der OD Green Synthetic und der GRS-Variante sowie der Version Wood mit dem Schaft aus türkischem Nussbaumholz werkseitig von einer gerändelten Überwurfmutter geschützt wird. Zum Lieferumfang der Repetierbüchse gehören serienmäßig ein robuster Kunststoffkoffer sowie jeweils ein drei und ein fünf Patronen im Kaliber .308 Winchester fassendes Einsteckmagazin nach AICS-Standard aus Kunststoff. Daneben liegen noch eine Bedienungsanleitung und zwei Innensechskantschlüssel fürs Ausschäften und die Abzugseinstellung in dem Gewehrkoffer.
Test- und Schießstandeindrücke von der Huglu Ovis G2

Unsere Kollegen von VISIER haben mit den Varianten Ovis G2 Mossy Oak Elements Terra, Synthetik Green, und Wooden bereits drei der Büchsen aus den aktuellen HUNTEX-Jungjägerpaketen intensiver unter die Lupe genommen. Im Protokoll von Tester Dieter Metz stand unter anderem zu lesen: „Die Ovis-G2 in Mossy Oak Elements Terra sieht einfach klasse aus in diesem Tarnmuster mit dieser bronzefarbenen Beschichtung von Lauf und System. Am Pistolengriff und am Vorderschaft sind schwarze Einlagen aus einem gummiartigen Kunststoff eingebracht, die die Griffsicherheit erhöhen.“ Doch an der Verarbeitung und Funktion der anderen Modelle gab es nichts zu mäkeln.
Auf dem Schießstand schossen die Kollegen die Huglu Ovis G2 Mossy OAK Elements Terra mit insgesamt sieben verschiedenen Fabriklaborierungen, allesamt ausgewiesene Jagdpatronen, auf der 100-Meter-Bahn. Mit keiner der verwendeten Munitionssorten gab es Zuführ-, Zünd- oder Auswurfstörungen, die Büchse verrichtete hier tadellos ihren Dienst. Dank des großzügig dimensionierten Kammergriffs ließ sich der Verschluss beim Repetieren zügig und ruckelfrei durchs System führen. Den Testern gelangen mit der Ovis G2 durchwegs Gruppen, die gut auf den berüchtigten Bierdeckel gepasst hätten. Den besten Streukreis lieferte hier die 165 grs Brenneke TOG mit 21 mm Durchmesser, die beste bleifreie Munition im Test war die 150 grs ECX von Hornady mit 31 mm und das Schlusslicht im Reigen der Testmunitionssorten bildet die Nosler Withetail Country mit 165 grs schwerem Geschoss, sich brachte es lediglich auf 82 mm. Die Übrigen Sorten reihten sich – allesamt jagdlich brauchbar – dazwischen ein.
Weitere Informationen zu den in den HUNTEX-Jungjäger-Paketen enthalten Büchsen und Zielfernrohren erhalten Sie auf der englischsprachigen Homepage von Huglu und auf dieser Produktwebseite von Alpen Optics.
Hier erfahren Sie mehr über den Hamburger Großhändler HUNTEX GmbH und die über ihn vertriebenen Marken.
Wenn unser Beitrag Ihr Interesse für den zitierten VISIER-Testbericht geweckt hat, dieser erschien in der Januar-Ausgabe 2026 von VISIER. Diese Könne Sie im VS-Medienshop als gedrucktes Heft oder als digitale Ausgabe ordern. In dem VISIER-Bericht finden Sie auch die komplette Tabelle mit allen Streukreisen und ballistischen Messergebnissen der sieben Testlaborierungen.













