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ZEISS Duralyt Zielfernrohr im User-Test

Das Duralyt Zielfernrohr habe ich gekauft, als es noch relativ frisch am Markt war. Was wurde damals diskutiert: "ZEISS macht jetzt auf billig. ZEISS für 1.000,- Euro kann doch nichts sein. Ist bestimmt auch nur ein Chinesenprodukt mit teurem Logo." Jetzt, gut fünf Jahre später, erlaube ich mir ein Urteil, aber lest selbst.

Eigenschaften des ZEISS Duralyt Zielfernrohr

Die Duralyt Linie wurde in 1,2-6x35, 2-8x42 und 3-12x50 auf den Markt gebracht. Ein 56er sucht man damals wie heute vergebens. Wer also einen Nachtjagdspezialisten sucht, der soll wohl weiterhin ein Victory Produkt für den doppelten Preis kaufen. Aus der Perspektive von ZEISS sicher nicht unüberlegt. Auffällig ist das charakteristische Grau der Linie. Es ist nicht das gewohnte schwarze Eloxal aber ich fand es damals wie heute schön.

Zielfernrohr ZEISS Duralyt
Die Bedienelemente des Leuchtpunktes vom ZEISS Duralyt Zielfernrohr sind sehr präsent.

Die Bedieneinheit des Leuchtpunktes sitzt etwas gewöhnungsbedürftig auf dem Okular. Ich nehme an um Kosten zu sparen!? Man gewöhnt sich aber dran. Die Bedienelemente funktionieren ganz gut und das auch mit kalten Fingern. 

Das Glas ist wasserdicht, temperaturbeständig und arbeitet zuverlässig mit ein Zentimeter Klicks. Man kann sie beleuchtet, wie auch unbeleuchtet kaufen. Das Absehen liegt in der zweiten Bildebene. Mein 3-12x50 bietet elf Meter Sehfeld, was ich als durchschnittlich bzw. in der Preisklasse als sehr gut erachte.

ZEISS Duralyt Zielfernrohr in der Jagdpraxis

Ich habe damals einen günstigeren Allrounder gesucht. Ich wollte jedoch nicht auf eine No-Name Marke aus dem Ausland einsteigen. Oder auf eine Marke aus Tschechien. Ich wollte die Sicherheit eines guten Services haben, für den Fall der Fälle. Deshalb waren gut 1.000,- Euro auch ok! Den Service habe ich übrigens nie gebraucht.

Blick durch das ZEISS Duralyt
Der Blick durch das ZEISS Duralyt Zielfernrohr. Der feine Leuchtpunkt war vor Jahren eine Neuheit.

Was mich überzeugt hat, war der Leuchtpunkt. Dieser war damals das Maß der Dinge. Feiner und heller fand ich nichts am Markt, auch nicht aus dem Hause ZEISS selbst. 

Der Leuchtpunkt ist extrem fein und gut dimmbar. Man kann von der Nacht bis zur Drückjagd alles mit dem Punkt erledigen. Auch für den präzisen Schuss ist er gut geeignet, da er ganz klein und fein ist. Der Punkt deckt nicht viel ab. Ich nutze das Glas auch bei Nacht sehr viel und bin nach wie vor begeistert.

Die optische Qualität ist auch gut. Nicht so gut in den Außenbereichen des Bildes, da liegt mein Victory Varipoint doch vorn, aber im Zentrum des Bildes (und da gucke ich meist durch) ist es sehr gut. Auch die Helligkeit stimmt, um das fehlende 56er Modell nicht so sehr zu vermissen. In der Praxis voll überzeugend, für alle normalen Jagden. Schnickschnack wie die Ballitsiktürme habe ich persönlich nie vermisst.

Mein persönliches Fazit zum ZEISS Duralyt Zielfernrohr

In fünf Jahren hat mich das Duralyt nie im Stich gelassen! Ich habe tagsüber wie auch nachts erfolgreich gejagt. Das oben geschilderte Gerede, welches dem Produkt in den Anfangstagen hinterher klang, ist meiner Meinung nach unbegründeter Unfug. Es ist ein ZEISS und hat auch ZEISS Qualität. Die bewußte Begrenzung zu den Topprodukten erfolgt wohl durch die ungewöhnliche Bauform und Farbe, aber das hat mich nie gestört.

Mein Fazit ist: Wenn man ein gebrauchtes 3-12x50 bei Egun findet, ist es die ca. 500,- Euro wert. Und wenn man die 1.000,- Euro für ein neues Conquest DL ausgibt, bekommt man das gleiche wie das Duralyt in neu. Super für jede Zweitwaffe oder jeden Jungjäger mit Budgetgrenze.

ZEISS Duralyt mit Montage auf Gewehr
Das ZEISS Duralyt Zielfernrohr ist eher grau als schwarz und hat keine Schiene.
ZEISS Duralyt auf Jagdgewehr
Fünf Jahre Erfahrung mit dem ZEISS Duralyt Zielfernrohr bei der Jagd

Die Weiterentwicklung der ZEISS Duralyt Zielfernrohre sind die CONQUEST-Linie. Das neueste Produkt ist das ZEISS Conquest V6 Zielfernrohr. Hier auf der Webseite von ZEISS Sports Optics finden Sie weitere Informationen.

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