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Die GERMAN RIFLE ASSOCIATION im Portrait

Im Artikel von all4shooters.com erfahren Sie alles über die Entstehung, die Aufgaben und Ziele der GERMAN RIFLE ASSOCIATION.

Eine Bereicherung der deutschen/europäischen Vereinigungen, die für Bürgerrechte und liberale Waffengesetze kämpfen, ist die junge GERMAN RIFLE ASSOCIATION (GRA). Diese Interessengemeinschaft möchte sich neben bereits länger bestehenden Organisationen wie Forum Waffenrecht (FWR) oder prolegal etablieren. all4shooters.com hat die Entstehung und Tätigkeitsfelder der GERMAN RIFLE ASSOCIATION für Sie zusammengefasst.

Stefan Perey // Das all4shooters.com Team

In einem kleinen verschlafenen Städtchen mitten in Deutschland beschloss Marc Schieferdecker mit seinen Freunden Michael Hassler und Christian George im Februar 2013 die GERMAN RIFLE ASSOCIATION (GRA) ins Leben zu rufen - als Informatiker auf die einfachste Art - als Internetpräsenz. Marc Schieferdecker hatte sich mit der Gründung der AG Waffenrecht schon bei der Piratenpartei für einen an Fakten orientierten Umgang mit den Reglementierungen im Waffengesetz stark gemacht. Seine Idee eines Vorderladerschießens unter der Flagge der Piraten schaffte es in Schlagzeilen bis in den Spiegel - wobei es nicht in einem Aufwind sondern in einem „Shitstorm“ endete. 

Die grünangehauchten Berliner Piraten schafften es mit rund 800 Personen zeitweise über das Internettool „Liquid Feedback“ eine Zielrichtung „Keine Waffen in privater Hand“ zu installieren. Der aus Waffenbesitzers Sicht positive Sprung in den Diskussionsteich, den die Piraten mit dem Flyer „Wenn ihr Nachbar Sportschütze ist!“ machten, ging im politischen Schlagzeilen-Wirrwarr mit der Sinkgeschwindigkeit der Titanic unter. Gut informierte Redakteure und Journalisten, die nach wie vor Waffenbesitzkarte und Waffenschein verwechseln, schrieben die Aktionen Zeile für Zeile zu Tode. 

Parteipolitisches Kalkül verordnete der AG Waffenrecht den Rückzug in die Klausur - stilles Arbeiten, bis wieder ruhiges Fahrwasser in Sicht kommt. Für Aktivisten die - wie Marc Schieferdecker, Christian George und Michael Hassler - das Erleben, die Kommunikation, das Reale, den Sport und das Virtuelle brauchen - sind solche Gremienstrukturen einfach zu langsam. 

Nicht nur zu langsam sondern auch zu eingeschränkt war die AG-Waffenrecht für Katja Triebel. In der AG Waffenrecht haben sich Marc Schieferdecker und Katja Triebel kennengelernt. Katja Triebel - inzwischen bekannteste Online-Aktivistin aus Überzeugung und aus beruflichem Engagement - hat sich seit dem Beginn ihres Einsatzes für einen unverkrampften Umgang mit Waffen als Relaisstation für die Verbreitung von Informationen rund um Waffenbesitz und Waffenrecht zu einer Vertreterin für eine neue Form der liberalen und eigenverantwortungsbewussten Politik entwickelt. 

Einige der hauptsächlichen Aktivisten und Mitstreiter der GERMAN RIFLE ASSOCIATION sind (v.l.): Marc Schieferdecker, Katja Triebel, Thomas Richter und Oliver Huber.
Einige der hauptsächlichen Aktivisten und Mitstreiter der GERMAN RIFLE ASSOCIATION sind (v.l.): Marc Schieferdecker, Katja Triebel, Thomas Richter und Oliver Huber.

Seit einem kurzen Abstecher zu prolegal wurde Katja Triebel schnell klar, dass eine individuelle Denkstruktur eine individuelle und offene Plattform braucht. Diese offene und übergreifende Plattform möchte Marc Schieferdecker mit der GERMAN RIFLE ASSOCIATION anbieten.

Der unverkrampfte Umgang mit Waffen, aber auch der liberale Grundgedanke: „Freie Entscheidungsmöglichkeit für freie Bürger!“ haben Thomas Richter zur GRA gebracht. Thomas Richter, seit 14 Jahren Wiederlader und Sportschütze, rief schon im Vorfeld mit Katja Triebel und Markus Maaske die Newsplattform www.legalwaffenbesitzer.de ins Leben, um Aufklärungsarbeit wider den Mainstream zu leisten. 

Im Gegensatz zu den bisher bekannten konsumorientierten Interessenvertretungen ist die GERMAN RIFLE ASSOCIATION eine Mitmachorganisation. Hier ist die aktive Teilnahme gefragt. Es ist nicht damit getan, einen Mitgliedsbeitrag zu entrichten und damit die Verantwortung abzugeben. Bei der GERMAN RIFLE ASSOCIATION sind viele Hände gefragt, die Anfassen, Weitergeben und Mitmachen. Es gibt keinen Mitgliedsbeitrag oder eine Mitgliedschaft. Die Mitgliederzahl lässt sich auf der Homepage und der Facebook-Site verfolgen. Knapp über 2.000 Waffenbesitzer finden bisher Gefallen an der Idee. Bisher konnten zahlreiche virtuelle Aktionen umgesetzt werden, ein Highlight war die Anschreiben-Aktion an die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström, die federführend in Sachen europaweiter, restriktiverer Waffengesetze ist. Hier finden Sie einen weiteren Beitrag zu diesem Thema.

Die GERMAN RIFLE ASSOCIATION arbeitet auch mit der europaweit operierenden Interessenvereinigung UNITED FIREARMS (www.firearmsunited.eu) zusammen, die ihren Ursprung in Polen hat. Um nicht nur als Papier- oder Monitortiger dazustehen, plant derzeit das GRA Event-Team mit Hans Fischer, Kenneth Smith, Roger Merkle, Jochen Syskowski, Holger Bruns und Oliver Huber, spezielle Schießveranstaltungen ins Leben zu rufen. 


Die Zukunftsziele der GERMAN RIFLE ASSOCIATION sind: 

  • Gegen die Diskriminierung von Legalwaffenbesitzern (Stichwort: „Waffennarren“) vorzugehen
  • Fehler im aktuellen Waffenrecht aufdecken
  • Die speziellen GRA „Shootout“-Wettkämpfe Realität werden lassen 
  • Europaweite Zusammenschlüsse mit anderen Waffenrechts-Aktivisten zu organisieren sowie natürlich neue Mitglieder zu werben
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