5

Widerstand gegen den Gesetzentwurf zum neuen deutschen Waffenrecht 2019: Konferenz vom Firearms United Network mit allen Videos der Redner

Das waren die Teilnehmer der Konferenz zum neuen deutschen Waffengesetzentwurf  in Berlin

Konkret nahmen an der Diskussion teil: 1. Prof. Dr. Stephan G. Humer , ein stark nachgefragter Analytiker zur Digitalisierung unserer Gesellschaft. Prof. Humer beschäftigt sich unter anderem mit Onlinekriminalität und -terrorismus. 2. Dr. Raoul Wagner , Rechtsanwalt aus Wien sowie Sportschütze und Jäger. Sein Schwerpunkt ist das Notwehr- und Waffenrecht. 3. René Kieselmann , Berliner Rechtsanwalt, Sportschütze und Jäger. 4. Thomasz W. Stepien , Präsident der Firearms-United-Bewegung. 5. Sean McGovern , Vorsitzender von Firearms United in Irland sowie ehemaliger Berufswaffenträger. 5. Oliver Huber , Vorsitzender der German Rifle Association (GRA) und IPSC-Schütze, sowie 6. Katja Triebel , Waffenfachhändlerin, stellvertretende Vorsitzende der GRA und Head of Research von Firearms United.

Das Ergebnis der PK zum Waffenrecht 2019 zusammengefasst

Prof. Humer kritisierte vor allem die Regelabfrage beim Verfassungsschutz sowie das geplante Verbot großer Magazine. Letztere seien kriminalstatistisch nicht signifikant aufällig. Bezüglich der Regelabfrage sei es einfacher, wenn der Verfassungsschutz die Behörden informiert und nicht umgekehrt.

Dr. Wagner erinnerte daran, dass es in der EU keinen Terror mit legalen Waffen gibt. Zudem zweifelte er die Zuständigkeit der EU  beim Thema Waffenrecht generell an. Besondere Kritik äußerte auch er an den geplanten Kapazitätsbegrenzungen bei Magazinen.

Rechtsanwalt René Kieselmann hob den Aspekt hervor, dass vom Verfassungsschutz durchaus auch hochrangige Politiker beobachtet werden, und es schwer ist, sich bei einer ungerechtfertigten Beobachtung als Waffenbesitzer zur Wehr zu setzen.

Logo des Firearms United Networks

Tomasz Stepien von Firearms United vergegenwärtigte dem Publikum, dass der Anlass der EU-Richtlinie, namentlich die grausamen Anschläge in Paris, ausschließlich mit illegalen Waffen begangen wurden . Auch er bezweifelte die Kompetenz der EU in diesem Politikfeld.  Sean McGovern,  ebenfalls von Firearms United, verglich Nordirland und Irland bezüglich seiner waffenrechtlichen Regelungen und der Kriminalitätsrate: Während Irland ein strenges Waffenrecht hat, ist die Kriminalität hoch. Im Norden ist es umgekehrt. Also das genau Gegenteil, was Waffengegner behaupten!

Oliver Huber   von der GRA rechnete noch einmal die  faktische Unmöglichkeit vor,  mit 5 eigenen Schusswaffen "regelmäßig" im Sinne des Gesetzes zu trainieren. Zudem befürchtete er, dass die geplanten Beschränkungen bei Magazinen  zu "Papercrime" führen könnten.


KatjaTriebel lobte die Transparenz des europäischen Parlaments im Gesetzgebungsprozess . Sie erinnerte zudem noch einmal an eine Studie der EU, nach der die Feuerwaffenrichtlinie steigende Kriminalität begünstigt und nicht verhindert , zudem zeigte sie noch einmal die enormen Kosten der Umsetzung des neuen deutschen Gesetzesentwurfs zum Waffenrecht auf.

Alle anwesenden Experten waren sich einig, dass aktuell in Deutschland ein Gesetzesentwurf für das neue Waffenrecht forciert wird, der keinen Beitrag zur Terror- oder Kriminalitätsbekämpfung leistet. Er richte sich vielmehr gegen unbescholtene Bürger, wie Jäger und Sportschützen, weil er weit über die Forderungen der EU hinausgeht.  Außerdem beliefen sich die Kosten für die Umsetzung des Entwurfs zum Waffenrecht in Deutschland  auf zirka 40 Millionen Euro. Und das alles ohne nachweislichen Effekt für die Sicherheit.

Die WaffG-Konferenz von Firearms United in Berlin am 05.11.2019 mit allen Beiträgen nochmal im Video anschauen

Die Eröffnungsrede von Tomasz Stepien sehen Sie hier:

Dieses und alle weiteren Videos der Wortbeiträge als Protest gegen den Gesetzesentwurf zum neuen deutschen Waffenrecht 2019 sind auf YouTube in einer Playlist abrufbar.


Weitere Informationen zum Firearms United Network gibt es auf der Internetseite des Verbandes. Wir bedanken uns bei Katja Triebel für die Zusammenfassung der Reden sowie all die Links, die wir hier veröffentlichen dürfen.


Das Ziel all dieser Aktionen ist klar: Der Entwurf zum neuen deutschen Waffengesetz 2019 muss unbedingt von der Politik nachgebessert werden!

Dass die deutsche Waffenlobby als Interessenvertretung von Jägern und Sportschützen durchaus etwas bewegen kann, zeigt das folgende Statement des VDB (Verband der deutschen Büchsenmacher) vom 08.11.2019:

"Zunächst vielen, vielen Dank für die weit über 40.000 Protestschreiben (!) gegen die jetzige Fassung des neuen Waffengesetzes, die Sie mit Hilfe des VDB-Briefgenerators seit dem 25. Oktober verfasst, frankiert und an Ihre zuständigen Bundestags-Abgeordneten verschickt haben! Die für nächsten Montag (11.11.2019) angesetzte Experten-Anhörung im Bundestags-Innenausschuss dürfte von vielen Politikern, aber eben auch deren Wählern aufmerksam verfolgt werden. Mittlerweile melden die ersten sonst eher ablehnend berichtenden Medien, dass sich eifriger Protest unter den Legalwaffenbesitzern wie bei Handel und Herstellern gegen den überzogenen Entwurf zeigt. Der VDB bleibt weiter in Berlin und auf allen Ebenen am Ball, auch, was die technische Umsetzung des NWR  (Nationales Waffenregister) angeht".

Wir von all4shooters.com halten Sie wie immer  auf dem aktuellen Stand zur Waffenrechtsnovelle 2019  .

Diesen Artikel bewerten
5 (20 Bewertungen)
Die korrekte und vollständige Funktion unserer Dienste setzt Cookies voraus. Mit einem Klick auf die Schaltfläche [OK] willigen Sie ein, dass unsere Internetdomäne Cookies verwendet.