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Büchsenmacherkunst vom Feinsten: Das Meisterstück von Veit Rettinger jr. - eine selbst konstruierte Ganzstahlpistole 

HWK-Präsident Franz Xaver Peteranderl überreicht Veit Rettinger die Ehrenurkunde.
HWK-Präsident Franz Xaver Peteranderl überreicht Veit Rettinger die Ehrenurkunde.

Der smarte, junge Franke hat die Prüfung bei der Büchsenmacherinnung Süddeutschland mit Auszeichnung absolviert. Sein Meisterstück, eine Sportpistole, die er selbst konstruiert und aus dem Vollem gefertigt hat, wurde anlässlich der Feier auf der Bühne zusammen mit Spitzenleistungen von 4 anderen Gewerken vor einem Publikum von 3.500 Personen vorgestellt. Veit Rettinger jr. wurde auf der Bühne interviewt und stellte den Beruf des Büchsenmachers und seine Arbeit vor. Durch seine natürliche Art und seine gut durchdachten, spontanen Antworten konnte er beim Publikum glänzen.  Rettinger jr. arbeitet im väterlichen Büchsenmacher-Meisterbetrieb in Lauf an der Pegnitz. Schwerpunkte der Familie Rettinger sind das kompetente Kurzwaffentuning sowie die gekonnte Überarbeitung von Selbstlade- und Repetierflinten für dynamische Schießsportdisziplinen wie IPSC/Action.

Veit Rettingers Ganzstahl-Sportpistole in .45 Auto:

.45-er-Pistole mit Magazin und Patronen
Rund 300 Arbeitsstunden stecken in der Einzelanfertigung, die mit feinen Ausstattungsmerkmalen aufwarten kann.

Beim Anblick des weißfertigen Meisterstücks von Veit Rettinger Jr. werden sich Kenner direkt an die schweizerische SIG Hämmerli P240-Sportpistole in den Kalibern .22 l.r. (Randfeuer), .32 S&W Long und .38 Special Wadcutter (Zentralfeuer) erinnert fühlen. Die formschöne Scheibenwaffe wurde von 1973 bis 1987 in vergleichsweise kleinen Serien gebaut, so wurden weniger als 200 Exemplare der Kleinkaliber-Ausführung gefertigt. Aufgrund des größeren Kalibers .45 Auto handelt es sich beim Rettinger-Meisterstück um eine komplette Neukonstruktion. Die .45er-Sportpistole aus hochfestem vergütetem Werkzeugstahl wurde ausschließlich mit konventionellen Fräs-, Drehmaschinen und Handarbeit gefertigt, wobei der Arbeitsaufwand rund 300 Stunden betrug.  Auch alle Kleinteile wurden aus dem Vollen gefertigt. Die Matchwaffe mit einem verriegelten Verschluss mit Steuerkulisse am Lauf und einem Griffstück für die Aufnahme eines einreihigen Stahlblechmagazins mit einer Kapazität für 6+1 Patronen besitzt besondere Konstruktionsmerkmale wie eine extralange Schlittenführung, ein variabel einstellbares Single Action-Abzugssystem sowie eine Scheibenvisierung mit drei Festpositionen für unterschiedliche Entfernungen und eine ausgewachsene Visierlinie von 210 mm.

Neue Meister braucht das Land − auch im Büchsenmachermeister

Veit Rettinger Junior mit seinem Meisterstück
Mit jungen Menschen, wie Veit Rettinger wird der Beruf des Büchsenmachers in der richtigen Form repräsentiert: sehr viel Technikverständnis, Ideenreichtum, saubere Ausführung und besonnener Umgang mit Waffen.

Der Beruf des Büchsenmachers ist eine geschützte Berufsbezeichnung. Nur derjenige darf sich Büchsenmacher nennen, der diesen Beruf tatsächlich ausübt oder ihn erlernt hat. Zudem ist das Büchsenmacherhandwerk in der Anlage A der HWO aufgeführt, das bedeutet, dass nur ein Meister einen Büchsenmacherbetrieb führen darf. Die Büchsenmacherinnung Süddeutschland bietet auch 2019 wieder einen Meisterkurs Teil 1 und 2 an. Dieser ist berufsbegleitend und beginnt im Oktober 2019 in München. 

Interessenten können sich an die:
Geschäftsstelle Büchsenmacherinnung Süddeutschland,
Schillerstraße 38,
80336 München,
Telefon: +49 (0) 89 55 18 09-175 ,
weissker@buechsenmachersued.de wenden.

.45-Pistole



Weitere Informationen zum Angebot der Familie Rettinger erhalten Sie auf der Homepage von Waffen Rettinger.

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