Smith & Wesson übernimmt Savage Arms: Transaktion von 160 Millionen US-Dollar bringt beide Marken unter ein Dach

Smith & Wesson und Savage Arms: legendäre US-Marken im Bereich von Kurz- und Langwaffen

Zwei ikonische Namen der amerikanischen Waffenbranche kommen nun unter ein Dach. Am 21. Oktober 2026 gab Smith & Wesson bekannt, dass die Übernahme von Savage Arms abgeschlossen sei. Der in Westfield, Massachusetts, ansässige Waffenhersteller Savage Arms blickt auf eine mehr als 130-jährigen Geschichte. Savage Arms gilt als der derzeit weltgrößte Hersteller im Bereich von Repetierbüchsen.

Nicht nur Revolver: Smith & Wesson stellt nach wie vor auch sehr beliebte Selbstlade-Pistolen her. Hier zu sehen eine M&P45 aus der erfolgreichen Military & Police-Line des Herstellers.

Die wirtschaftlichen Gründe für die Transaktion liegen laut den Akteuren in den sich ergänzenden Stärken der beiden Unternehmen. Smith & Wesson bringt seine etablierte Position im Bereich der Handfeuerwaffen ein; Savage ergänzt dies durch eine starke Marktpräsenz bei Repetiergewehren und anderen Langwaffen für die Jagd, den Wettkampf und das Sportschießen. 

Mark Smith, Präsident und CEO von Smith & Wesson, bezeichnete die Übernahme als strategischen Schritt zur Erweiterung der Produktpalette des Unternehmens, zur Beschleunigung von Innovationen und zur Verbesserung der betrieblichen Effizienz. Michael Fertitta, Geschäftsführer von JDH Capital, verwies ebenfalls auf die gemeinsamen Traditionen der Unternehmen, ihren Fokus auf Qualität und ihr Engagement für Schützen. 

Nach Angaben der Käufer erzielte Savage in den zwölf Monaten des bis zum bis zum 30. September 2026 laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von rund 160 Millionen US-Dollar (nach aktuellem Kurs knapp 143 Millionen Euro). Smith & Wesson rechnet mit anfänglichen jährlichen Synergieeffekten in Höhe von rund 2,5 Millionen US-Dollar sowie einer Verbesserung des Gewinns je Aktie, sofern diese Prognosen eintreffen. 

Bedingungen der Übernahme von Savage Arms durch Smith & Wesson und die neue Rolle von JDH Capital  

Gemäß der Vereinbarung beträgt die Basisbewertung von Savage 160 Millionen US-Dollar, vorbehaltlich vertraglicher Anpassungen. Laut der offiziellen Mitteilung setzt sich der Kaufpreis aus rund 9 Millionen Smith & Wesson-Aktien und 37,5 Millionen US-Dollar in bar zusammen. JDH Capital, eine private Investmentgesellschaft mit Sitz in Houston, Texas, wird mit einem Anteil von 16,7 Prozent zum größten Aktionär von Smith & Wesson. 

Die Übernahme von Savage Arms ist nur die jüngste in einer Reihe von Transaktionen, die die US-Waffenindustrie neu gestalten. Nach den jüngsten Entwicklungen rund um Ruger steht nun ein weiterer traditionsreicher, großer amerikanischer Revolverhersteller (und von vielem mehr) im Mittelpunkt einer großen Umwälzung. Wird es weitere Eigentümerwechsel geben? Wir werden sehen. Wie immer werden wir Sie hier auf dem Laufenden halten – also schauen Sie wieder bei uns rein! 

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