

Die drei Buchstaben im Namen der IWA OutdoorClassics standen vor fünf Jahrzehnten, als die Fachmesse als Begleitausstellung der Jahresversammlung des Verbands Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler gegründet wurde recht simpel für "Internationale Waffen-Ausstellung". Zwar stehen zivile Waffen für Sport und Jagd immer noch im Mittelpunkt der Ende Februar startenden Weltleitmesse in Nürnberg. Aber nachdem schon länger der Begriff Outdoor mit in den Messenamen gerückt war, weil der Bereich einen immer umfangreicheren und wichtigeren Platz einnahm, soll dieses Segment ab 2026 noch weiter ausgebaut werden. "Strategische Neuausrichtung und ein klar strukturiertes Flächenkonzept" heißt das im Messe-Deutsch, aber was bedeutet das konkret? Und warum ist die Zusammenführung von Messer und Outdoor in Halle 4 mehr als nur eine organisatorische Maßnahme?
IWA OutdoorClassics 2026 mit strategischer Neustrukturierung und der Halle 4 als neuem Zentrum für Messer, Outdoor und Survival

Die wichtigste Veränderung im Überblick: Die bisher getrennten Bereiche Outdoor (Halle 4) und Messer (Halle 5) werden künftig gemeinsam in Halle 4 präsentiert. Beide Segmente ergänzen sich im Sortiment des Fachhandels und bilden zusammen eine der größten und lebendigsten Hallen der IWA. Durch die Zusammenlegung entstehen keine atmosphärischen Leerstellen mehr, Besucher profitieren von höherer Frequenz, klareren Wegen und einer thematisch schlüssigen Orientierung. Für Aussteller bedeutet das vor allem: mehr Sichtbarkeit, mehr Laufkundschaft und bessere Geschäftschancen.
Die Logik dahinter ist einfach: Der Fachhandel orientiert sich an Anwendungsszenarien, nicht an Hallenbezeichnungen. Wer Messer vertreibt, führt meist auch Outdoor-Ausrüstung – von Bushcraft-Tools über Camping-Equipment bis hin zu Cooking-Gear oder First-Aid-Kits. Die neue Struktur schafft eine zusammenhängende Sortimentswelt, erleichtert den Einkaufsprozess für Händler und stärkt die Messe als zentrale Plattform.
IWA OutdoorClassics 2026: Survival und Krisenvorsorge als Wachstumsfeld, nicht mehr verstreut über die Hallen, sondern konzentriert mit in der Halle 4



Mit Blick auf 2026 greift die IWA zudem einen Trend auf, der längst über die Outdoor-Community hinausreicht: Survival und Emergency Preparedness. Die Nachfrage nach Produkten zur Krisenvorsorge wächst – nicht nur bei klassischen Preppern, sondern auch bei einer breiteren Zielgruppe, die Sicherheit und Unabhängigkeit stärker in den Vordergrund stellt. Für den Handel eröffnen sich dadurch neue Umsatzpotenziale, gleichzeitig steigt jedoch auch der Beratungsbedarf.
Im Mittelpunkt stehen Artikel, die funktional, robust und vielseitig einsetzbar sind. Diese Produkte werden zunehmend nicht mehr als Nischenangebote verstanden, sondern als sinnvolle Ergänzung zum Jagd- und Outdoor-Sortiment. Die IWA trägt dieser Entwicklung Rechnung, indem Survival nicht als exotisches Randthema inszeniert wird, sondern als fester Bestandteil des Outdoor-Angebots.
Die IWA OutdoorClassic 2026 setzt weiter auf die BLADE DEMO Area als Plattform für Schneidwaren und Innovation


Ein zentrales Highlight bleibt die BLADE DEMO Area, die ebenfalls in die Halle 4 verlegt wird. Sie ist weit mehr als eine reine Präsentationsfläche – sie fungiert als Bühne für die Kultur und Innovationskraft rund um Schneidwaren. Besucher dürfen sich auf Designer-Talks, Live-Demonstrationen und den renommierten IWA Knife Award freuen, der 2026 zudem in zwei neuen Kategorien vergeben wird. Damit entstehen neue Impulse für Design, Materialien und Funktionalität. Für Händler ist die BLADE DEMO Area ein Pflichttermin – nicht nur wegen der Produktneuheiten, sondern auch als wichtige Networking-Plattform.
Unser Fazit: Die Zusammenführung von Messer und Outdoor ist weit mehr als ein logistischer Schritt. Sie ist ein strategisches Signal! Die IWA will nicht nur als Waffenmesse wahrgenommen werden, sondern als Plattform, die die gesamte Wertschöpfungskette des Fachhandels abbildet. Händler können Sortimente künftig ganzheitlicher denken, Synergien nutzen und Trends wie Survival und Krisenvorsorge stärker in ihre Geschäftsmodelle integrieren. Für Aussteller steigen Sichtbarkeit, Frequenz und Abschlusschancen gleichermaßen.
Und natürlich wird all4shooters.com direkt von der IWA berichten, wie das neue Konzept ankommt und welche Produktneuheiten wir dann dort entdecken konnten.
Wichtige Tipps rund um die IWA OutdoorClassics 2026:
- Termin: Donnerstag, 26.2. bis Sonntag, den 3.3.2026
- Ort: NürnbergMesse
- Website IWA OutdoorClassics 2026
- Regeln für die Zulassung der Fachbesucher
- Ausstellerdatenbank: Filtern nach Segmenten, Marken und Neuheiten
- Interaktiver Hallenplan: Wege optimieren, Termine takten
- Vorbericht zur IWA OutdoorClassics 2026 von all4shooters.com, Teil 1










