Beim neuen Aimpoint Duty RDS MR (wir hatten es Ihnen bereits vorgestellt) steht MR für „Multi Reticle“ und macht gleich deutlich, dass das neue Leuchtpunktvisier für Gewehre ein umschaltbares Absehen besitzt. Mittels eines Tastendruckes – die Plus-Taste der Helligkeitseinstellung wird etwas länger gedrückt – kann man zwischen einem 2-MOA-Punkt, einem 65-MOA-Kreis und einer Kombination aus innerem Punkt und äußerem Kreis wählen. Dazu gesellt sich ein „Motion Activation“-Bewegungssensor: Das Duty RDS MR schaltet sich sofort ein, wenn es bewegt wird, und schont die Batterie durch den automatischen Ruhemodus, in den das Leuchtpunktvisier wechselt, wenn es zwei Stunden lang nicht bewegt wird.

Solide Simplizität: Das Aimpoint Duty RDS MR im Detail

Wie beim Vorgängermodell mit nicht wechselbarem Absehen mit rotem 2-MOA-Punkt besteht das druckgeschmiedete Aluminiumgehäuse aus der Leichtmetall-Knetlegierung EN AW-6082 (Werkstoffnummer 3.2315), die sich durch höchste Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit auszeichnet. Hierbei sind die Abweichungen hinsichtlich Gewicht und Dimensionen im Vergleich zum Duty RDS verschwindend gering. Die 167 Gramm schwere Optik mit den Kompaktmaßen 80x41x67 mm (LxBxH) ist aus der Schachtel heraus einsatzbereit, weil man weder eine zusätzliche Montage, Batterie noch Werkzeug benötigt.

Denn die 39 mm hohe, einteilige Montage – wahlweise steht auch eine 30 mm hohe Montage zur Verfügung – ist bereits ab Werk mit dem Gehäuse der Optik verbunden, die Batterie und das Werkzeug sind Bestandteile des Lieferumfangs. Selbst die klappbaren Schutzdeckel sitzen bereits auf Okular und Objektiv. Dabei ist die hintere Linsenabdeckung transparent, sodass diese in hochdynamischen Situationen erst gar nicht aufgeklappt werden muss. Die vordere Abdeckung ist undurchsichtig, sodass hier keine verräterischen Lichtreflexe entstehen können. Man packt die Batterie mit der +-Seite in Richtung des Deckels in ihren Container, fixiert das (ohne Montage 110 Gramm wiegende) Aimpoint Duty RDS MR auf die MIL-STD-1913 Optikschiene des Gewehrs und zieht die Klemmbacke mit der Torx T10-Schraube und dem mitgelieferten Werkzeug fest – fertig. Nun steht das Einschießen auf dem Programm, wofür der Hersteller auf seiner Homepage eine entsprechende Scheibe zum Herunterladen bereithält.
Leuchtpunktzielgerät Aimpoint Duty RDS MR: Die Bedienung

Im Gegensatz zu anderen Aimpoint-Bestsellern besitzt das Duty RDS MR andere Bedienelemente für die Einstellung der Leuchtintensität sowie der Höhen-/Seitenkorrekturen. Auf der linken Gehäuseseite befindet sich ein digitales Tastenfeld mit zwei ±-Tasten mit einem Dutzend Leuchtintensitätsstufen (vier Nachtsicht-kompatible und acht Tageslicht-Einstellungen). Selbstverständlich ist das Visier voll kompatibel mit allen Generationen von Nachtsichtgeräten und kann mit Vergrößerungsmodulen zur Erweiterung der Einsatzreichweite kombiniert werden. Die Mechaniken für die Höhen-/Seitenjustierung sind nicht mehr als Minitürme mit Abdeckkappen ausgestaltet, sondern schließen bei den Duty RDS-Modellen bündig mit dem Gehäuse ab. Das neue Leuchtpunktvisier wird von einer CR2032-Batterie gespeist und besitzt durch die „Advanced Circuit Efficiency Technology“ (ACET)-Diodenschaltung – auch auf diesem Gebiet ist Aimpoint ein Pionier – eine sehr hohe Lebensdauer und der Stromverbrauch wird dadurch drastisch reduziert. So verspricht man beim Duty RDS über drei Jahre Dauerbetrieb bei aktivierter Tageslichtposition 7, wobei sich diese Laufzeit bei niedrigeren Leuchtintensitätsstufen verlängert. Das Leuchtpunktvisier kann bei Bedarf mit jeder anderen Aimpoint Comp M5- und Micro-Montage vom Originalhersteller und von Fremdherstellern, die der üppige Markt zu bieten hat, kombiniert werden.
Das in Deutschland von der Manfred Alberts GmbH importierte Aimpoint Duty RDS MR in der Praxis
Das intuitiv bedienbare Aimpoint Duty RDS MR überzeugt durch kompakte Maße, Robustheit und ein wechselbares Absehen, das bei verschiedenen Lichtverhältnissen stets ein sauberes Zielbild offeriert. Das angewählte Absehen überstrahlt bei richtiger Leuchtintensitätsstufe nie. Die Optik benötigt wenig Platz auf der Montageschiene des Gewehrs und kann in seiner Vielseitigkeit durch Vergrößerungsmodule oder Nachtsichttechnik noch deutlich ausgebaut werden. Man merkt den Duty-Modellen einfach die Erfahrung des Pioniers an, der seit einem halben Jahrhundert Maßstäbe im Bereich der Leuchtpunktvisiere setzt. Das junge, vom Aimpoint-Importeur und Großhändler Manfred Alberts über den Fachhandel vertriebene Aimpoint Duty RDS MR kostet 1.069,- Euro.
Dieser Test erschien auch in der caliber, Ausgabe 2/2026. Das Heft können Sie im VS Medien-Shop online kaufen. Dort steht es auch als ePaper zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Aimpoint Duty RDS MR gibt es direkt beim Hersteller. Außerdem beim deutschen Importeur, der Manfred Alberts GmbH.










