Neue Wildkamera: Die HIKMICRO T16 mit 4G-Verbindung, Dual-Sehfeld, Live-View und App-Anbindung

Neue Wildkamera: Die HIKMICRO T16 mit 4G-Verbindung, Dual-Sehfeld, Live-View und App-Anbindung
Sowohl der Abruf der Bilder als auch die Veränderung von Einstellungen sind bei der HIKMICRO T16 am Smartphone möglich.

Wer Wildkameras im Revier nutzt, kennt die typischen Anforderungen: Die Kamera soll zuverlässig auslösen, auch bei Nacht verwertbare Aufnahmen liefern, möglichst unauffällig arbeiten und im besten Fall nicht ständig vor Ort kontrolliert werden müssen. Gerade an abgelegenen Kirrungen, Wildwechseln oder Suhlen ist es ein großer Vorteil, wenn Bilder und Videos direkt übertragen werden und sich Einstellungen aus der Ferne anpassen lassen. Genau hier setzt die neue HIKMICRO T16 an. Die Wildkamera ist als modernes 4G-Modell ausgelegt und verbindet klassische Revierüberwachung mit App-Anbindung und Cloud-Funktion. Über die HIKMICRO Sight App lassen sich Aufnahmen abrufen, Kamerafunktionen fernsteuern und wichtige Statusinformationen kontrollieren. Damit richtet sich die T16 vor allem an Anwender, die regelmäßig wissen möchten, was im Revier passiert, ohne jedes mal physisch am Aufstellort sein zu müssen.

Features der neuen Wildkamera HIKMICRO T16: Wählbares Sehfeld, Infrarot-LEDs, geringe Auslösezeit und Echtzeit-Vorschau

Neue Wildkamera: Die HIKMICRO T16 mit 4G-Verbindung, Dual-Sehfeld, Live-View und App-Anbindung
Durch den Live-View ermöglicht die HIKMICRO T16 eine genaue Einrichtung des Bildausschnitts.

Eine Besonderheit der HIKMICRO T16 ist das Dual-FOV-System. Die Kamera bietet wahlweise ein Sehfeld von 60 oder 100 Grad. Das schmalere 60-Grad-Sehfeld eignet sich für klar definierte Bereiche wie Wildwechsel, Salzlecken oder Kirrungen. Der breitere 100-Grad-Winkel ist dagegen dann interessant, wenn mehr Fläche erfasst werden soll, etwa an Waldrändern oder Lichtungen. Diese Flexibilität ist in der Praxis nützlich, weil nicht jeder Standort die gleiche Bildwirkung verlangt. Mal soll ein enger Durchgang möglichst gezielt überwacht werden, mal kommt es darauf an, Bewegungen in einem größeren Umfeld zu erfassen. Statt sich mit einem festen Blickwinkel arrangieren zu müssen, kann die T16 besser an den jeweiligen Einsatzort angepasst werden. Beim Einrichten hilft zudem eine Echtzeit-Vorschau. Das ist gerade im Revier ein praktischer Punkt: Der Bildausschnitt lässt sich direkt am Smartphone kontrollieren, bevor die Kamera endgültig befestigt wird. So sieht man sofort, ob der Wechsel richtig erfasst wird, ob Äste stören oder ob die Kamera zu hoch beziehungsweise zu tief ausgerichtet ist.

Die T16 arbeitet mit einer nativen Sensorauflösung von 6 Megapixeln und kann Bilder (per Interpolation) in bis zu 24 Megapixeln ausgeben. Tagsüber nimmt die Kamera farbige Bilder auf, nachts wechselt sie in den Schwarz-Weiß-Modus. Die Ausleuchtung übernehmen zwei 940-nm-Infrarot-LEDs, die besonders unauffällig arbeiten sollen und sich im Betrieb hinter einer Abdeckung verbergen. Die angegebene Blitz- und Detektionsreichweite liegt bei bis zu 25 Metern, abhängig unter anderem von Objektgröße, Umgebung und Temperaturunterschied. Für flüchtige Situationen ist auch die Reaktionszeit entscheidend. HIKMICRO gibt für die T16 eine Auslösezeit von 0,4 Sekunden an. Ausgelöst wird die Kamera über einen PIR-Sensor, der auf Wärmeunterschiede und Bewegung im Erfassungsbereich reagiert – etwa wenn Wild vor der Kamera vorbeizieht. Pro Auslösung sind Serienaufnahmen mit einem, zwei oder drei Bildern möglich. Videos zeichnet die Kamera im MP4-Format auf, wahlweise in 1080p, 720p oder WVGA. Je nach Auflösung sind Videolängen von 10, 20 oder 30 Sekunden vorgesehen. Auch Tonaufzeichnung wird unterstützt.

Beispielbilder der HIKMICRO T16-Wildkamera: Hier ein Rehbock am Tage ...
... und Sauen bei Nacht. Erkennbar ist die starke Beleuchtung durch die IR-Strahler.

4G-Verbindung, App-Steuerung und Cloud-Tarife: Konnektivität der HIKMICRO T16

Die Mobilfunkanbindung ist eines der zentralen Merkmale der T16. Die Kamera nutzt das 4G-Netz, eine SIM-Karte ist laut Herstellerangaben integriert beziehungsweise im Lieferumfang enthalten. Über die HIKMICRO Sight App können Nutzer Kameraeinstellungen verwalten, den Gerätestatus prüfen, Datenverbrauch und Tarife einsehen sowie Foto- und Videoübertragungen konfigurieren.

Die Aufnahmen können über die Cloud gespeichert werden. HIKMICRO verweist dabei auf sicheren Cloud-Speicher in Europa und zertifizierten Datenschutz. Pro Gerät sind zunächst 600 Freibilder kostenlos vorgesehen. Anschließend kann der Nutzer grundsätzlich zwischen zwei Modellen wählen: einem Abo für ein einzelnes Gerät oder Credits, die flexibler eingesetzt werden können. Das Abomodell ist in drei Stufen aufgebaut und gilt jeweils für eine Kamera. Der Basic-Tarif umfasst 200 Fotos pro Monat und drei Monate Cloud-Speicherdauer. Der Advance-Tarif bietet 500 Fotos pro Monat und sechs Monate Speicherung. Im Professional-Tarif ist eine unbegrenzte Anzahl an Fotos vorgesehen, mit zwölf Monaten Cloud-Speicherdauer. Alle drei Varianten beinhalten die Fernsteuerung der Kamera über die HIKMICRO Sight App. Alternativ lassen sich Credits nutzen. Diese sind nicht auf ein einzelnes Gerät festgelegt, sondern können zwischen mehreren Kameras verteilt werden. Das ist vor allem dann interessant, wenn mehrere T16 im Revier eingesetzt werden, einzelne Standorte aber unterschiedlich viele Aufnahmen liefern. Laut Herstellerangaben umfassen die Credits 100 Fotos ohne Verfallsdatum, eine Auflösung von 1280 x 720 Pixeln und drei Monate Cloud-Speicherdauer. Zusätzlich werden HD-Pakete angeboten, etwa für Fotos mit 2304 x 1296 Pixeln oder Videos mit bis zu 1080p. Für die jagdliche Nutzung ergibt sich daraus ein flexibles System. Wer eine einzelne Kamera regelmäßig betreibt, kann ein passendes Abo je nach erwarteter Bildmenge wählen. Wer dagegen mehrere Kameras nutzt oder den Datenbedarf zwischen verschiedenen Standorten ausgleichen möchte, kann mit Credits arbeiten und diese geräteübergreifend einsetzen.

HIKMICRO T16: Robuste Wildkamera mit internem Speicher

Neue Wildkamera: Die HIKMICRO T16 mit 4G-Verbindung, Dual-Sehfeld, Live-View und App-Anbindung
Die Wildkamera HIKMICRO T16 wird mit wahlweise 12 AA-Batterien oder, wie auf dem Foto zu sehen, mit vier 18650er-Akkus betrieben.

Neben der Cloud-Anbindung verfügt die HIKMICRO T16 über 64 GB internen EMMC-Speicher. Eine separate Speicherkarte ist damit nicht erforderlich. Gleichzeitig bleibt eine lokale Speichermöglichkeit vorhanden, falls die Mobilfunkverbindung zeitweise schwach ist oder Aufnahmen nicht sofort übertragen werden. Auch GPS ist integriert. Das kann vor allem dann hilfreich sein, wenn mehrere Kameras im Revier eingesetzt werden oder Standorte häufiger wechseln. In Verbindung mit der App lassen sich Geräte und Aufnahmen dadurch leichter zuordnen.

Für den Außeneinsatz ist die Kamera nach IP66 geschützt. Sie ist damit gegen Staub und starkes Strahlwasser abgesichert. Der angegebene Arbeitstemperaturbereich reicht von -20 bis +55 Grad Celsius. Die Abmessungen liegen bei 179,5 x 120,3 x 85 Millimetern, das Gewicht wird mit rund 475 Gramm ohne Batterien angegeben. Bei der Stromversorgung bietet die T16 zwei Möglichkeiten. Sie kann entweder mit zwölf Standard-AA-Batterien oder mit vier 18650-Akkus betrieben werden. Das Batteriefach ist herausnehmbar und austauschbar. Zusätzlich unterstützt die Kamera eine externe Stromversorgung über einen DC-Port mit 12 Volt und 2 Ampere.

Zum Lieferumfang gehören Befestigungsgurt, SIM-Karte, Kurzanleitung und Batteriefach. Damit kommt die HIKMICRO T16 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 149,- Euro zum Waidmann.