Testbericht: Conotech Lipot 635LRF  − ultraleichtes und sehr kompaktes Wärmebild-Handgerät der Premiumklasse

Wärmebild-Handgeräte gehören für viele Jäger mittlerweile zur festen Ausrüstung. Bei der Auswahl des optronischen Begleiters, der für viele Hubertusjünger beim abendlichen Ansitz oder der Nachtjagd nicht mehr wegzudenken ist, kommt es diesen in der Regel insbesondere auf eine einfache Bedienung, kompakte Abmessungen und eine praxisgerechte Ausstattung an. Daneben soll das Wärmebildgerät dann möglichst noch ebenso für den Einsatz im offen Feld wie auch im Wald geeignet sein − und all das am besten noch zu einen günstigen Preis. Ob der chinesische Wärmebildspezialist Conotech mit seinem Top-Modelle der Baureihe Lipot diesem Wunsch gerecht werden kann, ist die Leitfrage dieses Testberichts. Damit wir diese beantworten können schauen wir uns das Lipot 635LRF aber einmal genauer an.

Die besonderen und allgemeinen Ausstattungsmerkmale des Wärmebild-Handgerätes Lipot 635LRF von Conotech:

Mit dem Lipot 635LRF hat der Wärmebildspezialist Conotech ein Beobachtungsgerät im Programm, das vor allem durch eine Besonderheit hervorsticht: die integrierte AI-Fokusfunktion. Sie soll dem Waidmann mithilfe künstlicher Intelligenz das manuelle Scharfstellen beim Beobachten von Wild in wechselnden Entfernungen abnehmen, kann bei Bedarf aber auch deaktiviert werden. Aber dazu später mehr...

Die Lipot-Wärmebildgeräte von Conotech nutzen alle das gleiche kompakte Gehäuse und lassen sich bei derJagd bequem in fast jeder Jacken- oder Manteltasche verstauen.

In dem kompakten Kunststoffgehäuse mit den zarten Abmessungen von 140 x 45 x 75 Millimetern und einem Gewicht von nur rund 300 Gramm verfügt das Lipot 635LRF einen hochauflösenden Wärmebildsensor sowie einen integrierten Laser-Entfernungsmesser.

Conotec liefert die Lipot-Geräte mit einer praktischen Trageschlaufe aus, die sowohl rechts wie links am Gehäuse befestigt werden kann. In der Schlaufe befindet sich ein Magnet, der den gummiarmierten Objektivschutzdeckel mit Stahlblechkern beim Beobachten fixiert.

Der ungekühlte VOx-Sensor bringt eine Auflösung von 640 x 512 Pixeln bei einen Pixel-Pitch von 12 Mikrometern mit. Den Wert für die Wärmeempfindlichkeit, besser bekannt als NETD-Wert, gibt der Hersteller mit unter 15 Millikelvin an. Das sollte in Verbindung mit der 35-mm-Objektivlinse aus Germanium für eine detailreiche Darstellung von Wärmequellen mehr als ausreichen, zumal Conotech hier noch über seinen EYEC-II Algorithmus die Schärfe und den Kontrast optimiert und somit auch die Details nochmals deutlich hervorhebt.

Die Grundvergrößerung des Geräts liegt bei 2-fach. Darüber hinaus steht ein digitaler Zoom mit einem Vergrößerungsbereich von 2- bis 16-fach zur Verfügung. Das Sehfeld beträgt auf 100 Meter Entfernung 21,9 x 17,5 Meter.

Im Okular wird das Bild auf einem 0,49 Zoll großen OLED-Display mit einer Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln wiedergegeben. Die Darstellung kann je nach Situation oder nach Präferenz des Jägers wahlweise in den Farbmodi White Hot, Black Hot, Red Hot oder Rainbow erfolgen. Während bei White Hot wärmere Bereiche hell und bei Black Hot entsprechend dunkel dargestellt werden, ermöglichen Red Hot und Rainbow eine farblich hervorgehobene Visualisierung der Temperaturunterschiede.

An der Frontseite des Lipot 635LRF befindet sich unter dem 35-mm-Objektiv das Ein- und Austrittsfenster für den Messstrahl des integrierten Laser-Entfernungsmessers.

Zu den weiteren Features des Lipot 635LRF zählt auch der bereits erwähnte integrierte Laser-Entfernungsmesser, auf den das Kürzel LRF (Laser Range Finder) in der Modellbezeichnung hinweist. Laut Conotec ist dieser zwischen 5 und 1.200 Metern einsetzbar und dies mit einer Messgenauigkeit ± 1 Meter. Der LRF kann sowohl für Einzelmessungen als auch im Scanmodus genutzt werden. Bei letztgenanntem gibt er kontinuierlich die Distanz zum gemessen Zielobjekt an, was gerade beim Beobachten von sich bewegenden Wild sehr hilfreich ist. Wer möchte, kann sich zusätzlich zur gemessenen Entfernung auch noch den Messwinkel und die horizontale Distanz zum Zielobjekt anzeigen lassen.

Aufnahmefunktionen, wechselbarer Akku und wetterfestes Gehäuse

Wie bei allen Modellen dieser Baureihe kann man auch beim Lipot 635LRF das gerade beobachte Geschehen per Foto oder Video, einschließlich Tonaufzeichnung, dokumentieren. Darüber hinaus steht hier bei Bedarf auch eine Bild-in-Bild-Funktion (Picture-in-Picture, kurz PIP) zur Verfügung. Diese liefert einen vergrößerten Ausschnitt des beobachten Objekt im Zentrum der oberen Displayhälfte und liefert gerade beim Ansprechen von Wild entscheiden Detailansichten. Für die Speicherung der Aufnahmen stehen beim Lipot 64 Gigabyte interner Speicher zur Verfügung. Eine Speichererweiterung, etwa per SD- oder Micro-SD-Karte, ist nicht vorgesehen. Das Bild im Display kann in Echtzeit auf ein Smartphone übertragen werden. Über diese App können die Foto- und Videoaufnahmen auch vom Gerät heruntergeladen werden. Das kann man alternativ aber auch über das mitgelieferte USB-Kabel am Computer erledigen, der das angeschlossen und eingeschaltete Gerät dann wie ein USB-Laufwerk behandelt.

An der linken Gehäuseseite des Lipot 635LRF verbirgt sich vorne unter einer entsprechend gekennzeichneten Gummilasche die USB-C-Schnittstelle des Gerätes.

Die Stromversorgung übernimmt ein wechselbarer Lithium-Ionen-Akku des Typs 18500. Hier liefert Conotech zwei hauseigene Akkus mit 3.400 mAh-Kapazität mit. Mit einem Akku soll das Wärmebildgerät bei einer Umgebungstemperatur von 22 °C laut Hersteller eine Betriebsdauer von bis zu sechs Stunden erreichen. Über den vorhandenen USB-C-Anschluss lassen sich Daten übertragen und alternativ externe Stromquellen anschließen. Hinzu kommt eine WLAN-Schnittstelle, über die per Conotech-App, die Daten ebenfalls heruntergeladen oder bei Bedarf auch das im Display des Lipots zusehende Bild in Echtzeit auf ein Smartphone übertragen oder gestreamt werden kann. Die App ist kostenlos und für Android- und iOS-basierte Geräte verfügbar.

Das Gehäuse ist nach IP67-Schutzklasse gegen Staub und eindringende Nässe geschützt.

Technische Daten und Preis des Conotech Lipot 635LRF:

Modell:

Lipot 635LRF

Objektivdurchmesser:

35 mm

Auflösung Sensor:

640x512 px

Pixel Pitch:

12 µm

NETD:

< 15 mK

Farbmodi:

Red Hot, Rainbow, White Hot und Black Hot

Display, -größe:

OLED, 0.49“

Display-Auflösung:

1920 x 1080 px

Sehfeld auf 100m:

21,9 x 17,5 m

Vergrößerung

2x

Digital Zoom:

2x - 16x

Aufnahmefunktionen:

Foto, Audio/Video (PIP)

Interner Speicher:

64 GB

Laserentfernungsmesser (LRF):

Integriert, Einzel- und Scanmodus

Reichweite LRF

5 - 1.200 m

Messgenauigkeit:

+/- 1 m

Stromversorgung:

1x 18500-Akku (für bis zu 6h Betriebsdauer)

Schnittstellen:

USB-C, für Datenübertragung und alternativ als Stromversorgung. WLAN

Gehäuse-Schutzklasse:

IP 67

Abmessungen:

140 mm x 45 mm x 75 mm

Gewicht:

300 g

Preis (UVP):

1.899,- Euro

Mit dem Conotech Lipot 635LRF im Revier − der Praxis-Check:

Vor dem ersten Einsatz des Gerätes stand auch bei uns die Vorbereitung des Geräts und das Vertrautmachen mit der Bedienungsanleitung auf dem Plan.

Zum Öffnen des Batterie- oder besser Akkufachs des Lipot 635LRF muss ein federbelasteter Schieber nach unten gedrückt werden.
Beim Einsetzen des 18650-Li-Ionen-Akkus in das Lipot muss dieser unbedingt mit dem Pluspol voran in das Gerät geschoben werden.

Die Stromversorgung erfolgt über einen 18650-Akku mit einer Spannung von 3,65 V und einer Kapazität von 3.400 mAh, mit dem das Gerät bis zu 6 Stunden betrieben werden kann. Da Conotech gleich einen zweiten Akku zum Wechseln mitliefert, erhöht sich die Betriebsdauer entsprechend auf das Doppelte. Obwohl das Gerät über eine USB-Schnittstelle zum Datenaustausch und den Anschluss einer externen 5-Volt-Stromquelle verfügt, sollte man nicht versuchen die Akkus im Gerät zu laden – hierfür nutz man besser ein externes Ladegerät. Hier geht der Hersteller davon aus, dass der Käufer vielleicht bereits über ein solches verfügt und verzichtet mit Blick auf die Nachhaltigkeit darauf, eines mitzuliefern. Elektronisch gesteuerte Ladegeräte für 18650-Akkus gibt es ab rund 10 Euro im Elektronikfachhandel. Ein solches nutzten auch wir fürs Laden der Akkus vor unseren Reviergängen. Der Deckel für das Akkufach befindet sich bei den Lipot-Modellen auf der Gehäuserückseite unter dem Okular. Zum Öffnen muss einen federbelasteten Schieber herunterdrücken. Dieser ist großzügig bemessen und lässt sich auch mit Handschuhen und im Dunkeln noch bequem finden und betätigen. 

Ein kleiner Gummiring erleichtert im Dunklen das Auffinden des Pluspols am Akku.

Der Akku muss mit dem Pluspol nach vorne ins Fach geschoben werden. Das ist im Hellen kein Problem, gestaltet sich aber im Dunkeln, etwa beim Ansitz oder auf der Pirsch mit wenig Mondlicht, etwas schwieriger. Ohne Handschuhe kann man bei den mitgelieferten Akkus mit dem Fingernagel ertasten, wo der Pluspol ist. Mit kalten Fingern oder gar mit Handschuhen wird’s dann zum Trail-and-Error-Spiel mit einer Erfolgschance von 1:1. Um uns das Prozedere in der Nacht zu erleichtern, haben wir bei unserem Test in der Nähe des Pluspols einen mit dem Daumen abstreifbaren Gummiring um den Wechselakku gewickelt.

Blick auf die an der Gehäuseoberseite angebrachten Bedienelemente des Lipot 635LRF von Conotech.

Die Bedienung des Lipots erfolgt über insgesamt 3 gummiarmierte Tasten und ein Scrollrad, das zu gleich als Entertaste für die Menüführung sowie als Einstellrad für den Digitalzoom wie auch für die manuelle Fokussierung dient. Das Rad und die Tasten sind in einer Reihe oben auf dem Gehäuse angeordnet und lassen sich alle bequem im "Einhandbetrieb" erreichen. Mit Ausnahme der On-Off-Taste, die zum Objektiv hin den Abschluss der Tastenreihe bildet, haben alle Tasten und auch das Scrollrad mehre Funktionen. Dadurch kann das Gerät im Betrieb bequem mit drei Fingern bedient werden. Das setzt aber auch voraus, dass man sich zuvor anhand der Bedienungsanleitung intensiv vertraut macht und mit dem Gerät übt, damit es im Revier auch nutzen kann. Hier ist es wie im wahren Leben: die einen schaffen das schneller und Grobmotoriker wie der Autor, brauchen dazu etwas länger. Wenn man die "Klaviatur" des Lipots aber erst einmal verinnerlicht hat, merkt man das es gar nicht mehr so kompliziert ist und nutzt intuitiv die richtigen Elemente, um die gewünschte Funktion anzusteuern.

Testschwerpunkte beim Lipot 635LRF

Was uns bei unserem Test im Revier neben der Bedienung des Gerätes natürlich noch mehr interessierte, waren die Bildqualität und die Detaildarstellung, die Genauigkeit der Laserentfernungsmesser und natürlich der KI-unterstützte Autofokus im Vergleich zum manuellen Fokus des Gerätes.

Bis das Lipot 635 LRF nach dem Betätigen der Einschalttaste hochgefahren ist dauert es nur rund 6 Sekunden.

Als präferierter Farbmodus kam bei unserem Test meist die Einstellung "White Hot" zum Zuge. Diese liefert in hiesigen Gefilden, wo die Hintergrundtemperatur in der Regel deutlich geringer ausfällt als die Körpertemperatur des Wildes, einfach den besten Kontrast zur Umgebung. Lediglich im Hochsommer, bei extremen Temperaturen, kann da der "Black Hot"-Modus auch mal die bessere Option sein. Wobei im Nahbereich auch dieser Modus, bei dem die wärmeren Stellen dunkel hervorgehoben werden, ein probates Mittel zum Ansprechen von Wild ist, insbesondere, wenn es etwa um Details am Gehörn oder Geweih geht. Um es gleich vorweg zunehmen: Viele Jäger werden sich ein Wärmebild-Handgerät primär für das Ansprechen und Detektieren von Schwarzwild bei Nacht zulegen, da sonstiges Schalenwild hierzulande in der Nachtzeit nicht bejagd werden darf. Leider kam uns während der Testphase kein Schwarzkittel vor die Linse, aber wir konnten auf Rehwild und eine weitere Alternative zurückgreifen, um Ihnen die Leistungsfähigkeit des Lipot-Geräts zu verdeutlichen. 

Im Farbmodus "White Hot" bei rund 7°C Lufttemperatur mit dem Conotec Lipot 635 LRF detektierter Sprung Rehwild auf einen mit Zwischensaat bepflanzten Acker. Die vorderen Rehe im Bild stehen in rund 230 Metern Entfernung und die hinteren auf rund 400 Meter. Dazwischen haben sich auch ein paar Feldhasen gemischt.

Mit Blick auf Details bieten farbbetonte Modi wie "Red Hot" oder "Rainbow" eine zu grobe Darstellung. Die farbige Darstellung kann aber selbstredend von Vorteil sein, wenn es um das reine Detektieren von Wild oder etwa auch ums Aufspüren von frischen Schweißspuren geht.

Rehwild, aufgenommen mit dem Lipot 635LRF von Conotec mit  6-fachem digitalen Vergrößerung in 260 m Entfernung im Farbmodus Withe Hot.
Rehwild, aufgenommen mit dem Lipot 635LRF von Conotec mit 6-facher digitaler Vergrößerung in 250 m Entfernung im Farbmodus Black Hot.
Rehwild, aufgenommen mit dem Lipot 635LRF von Conotec mit 6-facher digitaler Vergrößerung in 250 m Entfernung im Farbmodus Red Hot.
Rehwild, aufgenommen mit dem Lipot 635LRF von Conotec mit 6-facher digitaler Vergrößerung in 250 m Entfernung im Farbmodus Rainbow.

Zurück zur Bildqualität des hier getesteten Lipot 635LRF beziehen. Das Lipot wartet gerade in den niedrigen Vergrößerungsbereichen und den monochromen Farbmodi mit einem sehr fein detaillierten Bild auf. Hier lassen sich auf nahe Distanz bei kleiner Vergrößerung unter Nutzung KI-Fokus sogar einzelne Haare oder Borsten erkennen, hier trägt auch der bereits erwähnt EYEC-II Algorithmus von Conotech sein Scherflein bei. Aber auch auf größer Distanzen und bei höherer Vergrößerung liefert das Conotech dank seines 640er Sensors kontrastreiche und der Distanz entsprechend scharfe Bilder, die seinen Platz in der Premiumklasse rechtfertigen.

Die AI-Fokus-Funktion erleichtert einem das Beobachten, gerade wenn sich Wild schneller im Gelände bewegt, und funktionierte im Test zuverlässig. Bei längerem Druck auf die Messtaste des Laser-Rangefinders erscheint hier ein rotes, von Eckwinkeln gesäumtes Quadrat im Zentrum des Displays und das Gerät beginnt unter einem leichten Vibrieren und leise vernehmbaren Summen das Bild zu fokussieren. Sobald der Vorgang, der kaum mehr als eine Sekunde dauert, abgeschlossen ist, wird das Quadrat kurz grün und verschwindet dann wieder vom Display. Zur Einordnung der Lautstärke des Geräuschs sei hier angemerkt, dass − nach unserer Erfahrung − selbst ein dicht stehender Fuchs dadurch nicht zum Abspringen verleitet werden dürfte.

Mangels Wild im Nahbereich, stellte sich Familienhündin Lucy, ein rund 4,5 Kg schwerer Pudelmischling zur Verfügung, um zu zeigen, wie detailreich die Bilddarstellung des Lipot 635LRF auf etwa 6 Meter Distanz ist. Auf der Brust des Hundes ist hier auch die rote Quadrat-Marke der Hot-Tracking-Funktion zu erkennen.

Neben dem Autofokus verfügt das Lipot auch noch über eine "Hot Tracking"-Funktion, die über das Schnellmenü im Display per Scrollrad zugeschaltet werden kann. Hier zeigt eine rote, aus vier quadratisch angeordneten Eckwinkeln gebildete Marke den jeweils hellsten Punkt im Sichtfeld an und folgt diesem permanent. Taucht eine stärkere Wärmequelle auf, wechselt die rote Marke automatisch dorthin. Auch diese Funktion gab sich bei unserem Testgerät keine Blöße.

Last, but not least können wir auch dem Laser-Rangefinder seine volle Reviertauglichkeit bestätigen. Die angezeigten Entfernungsangaben bei Messungen, die vom Nahbereich bis hin zu Objekten jenseits der 1.000-Meter-Marke reichten, deckten sich mit den Angaben, die wir bereits in anderen Tests mit hochwertigen Stand-Alone-LRFs vom exakt selben Standort aus gemacht hatten. Daher sollten dann wohl auch die im Scanmodus angezeigten Werte zutreffend sein. Und auch die bei Messungen auf vom eigenen Standort aus höher oder niedriger gelegen Zielobjekte angezeigten Winkel und – sofern diese Funktion eingeschaltet war, auch die dazugehörigen horizontalen Distanzen, die das Lipot 635LRF auswies, waren allesamt plausibel.

Das Testfazit zum Wärmebild-Handgerät Lipot 635LRF:

Das Lipot 635LRF hält, was der Hersteller verspricht. Die als besonderes Merkmal herausgehoben automatische AI-Fokus-Funktion erleichert die Bedienung und tatsächlich die komplett einhändige Nutzung der kompakten und extrem leichten  Wärmebildkamera des Gerätes möglich. Die künstliche Intelligenz erkennt zuverlässig Wild im Sichtfeld und stellt den Fokus für ein möglichst scharfes und kontrastreiches Bild darauf ein. Wer alle Funktion, die das Gerät zu bieten hat, ausnutzen möchte sollte sich zuvor etwas länger damit auseinandersetzen und sie alle auch zwischen durch  immer mal wieder durchprobieren. So kann der Jäger sicher sein, dass er das Gerät im Revieralltag sicher auch aus dem Effeff bedienen kann. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.899,- Euro positioniert Conotech das Lipot 635 LRF preislich sehr attraktiv im Premiumsegment der kompakten Wärmebild-Handgeräte mit hochauflösendem Sensor und integriertem Entfernungsmesser. Die Kombination aus dem 35er Objektive in Verbindung mit dem 640er Sensor prädestiniert das Gerät mit seinem rund 22 Meter breiten Sehfeld nicht nur für den Einsatz im Waldrevier, sondern gestattet dank des großen und hochauflösenden Sensors mit einer NETD von <15 mK die Verwendung im offenerem Feldrevier.


Weitere Infos zu diesem Wärmebild-Handgerät von Conotech erhalten Sie auch auf der Produkt-Webseite zum Lipot 635LRF.