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GECO ZERO: Bleifreie Munition als Alternative für die Jagd im User-Test

Dieser Bericht ist keine Diskussion über das Dafür oder Dagegen in Bezug auf bleifreie Munition, sondern stellt meine Erfahrungen im jagdlichen Alltag mit der GECO ZERO, einem bleifreien Teilzerlegungsgeschoss, dar. Ob jemand bleifrei oder bleihaltig schießt, ist zunächst einmal eine persönliche Entscheidung. Neben dem persönlichen Faktor, spielen dann aber die jeweiligen Landesjagdgesetze mit, welche teilweise bleihaltige Munition untersagen.

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Seit Ende April, Anfang Mai war die GECO ZERO im Test – Zeit für ein Resümee.

Dieser Bericht könnte für Jäger, die davon betroffen sind, eine Hilfe sein, wenn sie sich nach einem bleifreien Geschoss umsehen möchten. Egal ob bleihaltig oder bleifrei, der Treffer ist entscheidend. Ich habe es sowohl bei bleifreien als auch bei bleihaltigen Geschossen erlebt, dass Stücke im Knall lagen oder trotz bestem Schuss noch 50-100 m gegangen sind (Schüsse voll aufs Blatt oder durch die Wirbelsäule lassen wir mal weg, weil da selbst bei Vollmantelgeschossen jedes Stück liegen würde).



Aufbau des bleifreien Geschosses: die GECO ZERO im Detail

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Die GECO ZERO im Querschnitt betrachtet gibt ihr Innenleben preis.

Das GECO ZERO ist wie bereits erwähnt ein Teilzerlegungsgeschoss. Grundsätzlich hat es, wie ein bleihaltiges Geschoss, einen Tombakmantel, allerdings besteht der Kern hier aus Zinn. Der Vorteil des Tombakmantels gegenüber den reinen Kupfergeschossen ist es, dass ich mit günstiger Übungsmunition (einfache Teilmantelgeschosse oder den neuen GECO Sport Büchsenpatronen) auf dem Stand üben kann ohne den Lauf reinigen zu müssen.

Das Geschoss besitzt eine Hohlspitze (1). Der vordere Kern (2) hat Sollbruchstellen für schnelles Ansprechen im Wild. Die Einschnürung (3) sorgt dafür, dass ein Restkörper den Wildkörper durschlägt und für Ausschuss sorgt.



Wirkunsweise und Feinheiten von Teilzerlegungsgeschossen

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Ein weiterer erfolgreicher Abschuss, mit dem Philipp zurecht vor der Kamera posiert.

Die Eigenschaft eines Teilzerlegungsgeschosses ist es, mit dem sich zerlegenden vorderen Geschossteil möglichst viel Energie im Wildkörper abzugeben und dadurch eine hohe Schock- und Augenblickswirkung zu verursachen. Bei diesem Prozess wird viel Energie frei, die unter gewissen Umständen auch Wildbret zerstört. Dieser Tatsache sollte man sich bewusst sein wenn man Teilzerlegungsgeschosse ganz gleich welcher Art verwendet. 

Ich erlebe es oft, dass bei Geschossen Äpfel und Birnen verglichen und dann schlechtgeredet werden, obwohl diese genau das tun, was sie sollen. Ein gelötetes Teilmantel- oder ein Kupfervollgeschoss arbeitet anders als ein Teilzerlegungsgeschoss. Dementsprechend ist die Wundwirkung im Wildkörper verschieden.



Wenn man von einem klassischen Blattschuss (handbreit hinter die Schulter) ausgeht und 3 identische Sauen mit jeweils 40 kg mit 3 verschiedenen Geschosstypen beschießt, so bekommt man 3 verschiedene wundballistische Ergebnisse. Und das macht auch Sinn, weil sonst eines der 3 Geschosse nicht richtig funktionieren würde.

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Insgesamt 48 Stück Wild erlegte Philipp im Testzeitraum.

Man muss wie so oft bei der Jagd abwägen, ob man Wildbret zugunsten von Wirkung aufgibt oder Wildbret zulasten von Wirkung erhalten möchte. Mit Wirkung meine ich jetzt nicht, dass manche Geschosse schlecht sind. Was ich sagen möchte ist, dass man bei manchen Geschossen typbedingt einfach eine höhere Schockwirkung hat, die oftmals etwas Wildbret kostet – andere Geschosse dafür Wildbret schonen aber weniger Energie im Wildkörper lassen.

Diese geschossspezifischen Eigenschaften sollte man sich vor Augen halten bevor man sagt, dass ein Geschoss "schlecht" ist. Treffer voll aufs Blatt, Tellerschüsse oder ein Schuss, der die Wirbelsäule trifft, wird hier nicht berücksichtigt, wie bereits oben erwähnt.

GECO ZERO erhält Prädikat "Gut" im Praxistest

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Die bleifreie Jagdmunition ZERO von GECO führte im jagdlichen Praxistest zu einem positiven Ergebnis.

Nun kommen wir zum wichtigsten Aspekt: Der Praxis im Revier. Das Geschoss teste ich nun schon seit Ende April, Anfang Mai 2018. Die ersten Stücke Wild mit der GECO ZERO waren meine 2 Wildschweine vom 1 Mai. Seitdem folgten rund 48 Stück Wild. Die Wildarten, sowie Fluchten und Besondere Merkmale können der folgenden Grafik entnommen werden.






Exceltabelle mit 48 Abschüssen und deren Wirkung.
Hier seht ihr die gesammelten Daten des Langzeittests.

Ich bin im Grundsatz sehr zufrieden mit dem bleifreien Geschoss. Für MEINE VERHÄLTNISSE ist es gut zu gebrauchen und ich verzeichne geringere Fluchtstrecken als mit dem Geschoss, welches ich zuvor genutzt habe.

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Lediglich bei Füchsen oder Mardern würde Philipp die Munition nicht empfehlen.

Meine Berichte beinhalten wie immer auch eine gewisse Kritik: Ich muss gestehen für Füchse oder Marder im Winterbalg würde ich dieses Geschoss nicht verwenden, ansonsten bekommt es von mir aber das Prädikat "GUT". Auf Schalenwild ist die Wirkung so wie sie sein soll und, wie ich dem Geschoss entsprechend damit gerechnet habe. Diesen Punkt habe ich im Absatz zu Wirkunsweise und Feinheiten von Teilzerlegungsgeschossen bereits ausführlich erörtert.







Fazit zur GECO ZERO Jagdmunition: Am besten selbst mal testen!

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Mit einer persönlichen Empfehlung ruft der passionierte dazu auf, auch selbst einmal bleifreie Munition zu testen.

Im Endeffekt ist es jedem selbst überlassen, welches Geschoss er verwendet. Aber ich will für die oftmals verschriene GECO ZERO mal eine Lanze brechen und dazu ermutigen, sich nicht auf das Hörensagen anderer zu verlassen, sondern sich einfach mal selbst ein Bild von dem Geschoss zu machen.

Nach der Drückjagdsaison werde ich nochmals eine kleine Ergänzung zu diesem Bericht schreiben, um die Wirkung auf bewegtes Wild darin zu schildern.

Bis dahin,

Waidmannsheil euer Philipp alias hunt.and.smoke


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Noch mehr Informationen zur Jagd mit bleifreier Munition sind auf unserer Seite abrufbar. Artikel die in letzter Zeit dazu erschienen sind:


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