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Test & Technik: Mauser M 12 S Max Jagdrepetierer in .308 Winchester

Vor drei Jahren hat der deutsche Traditionshersteller Mauser mit dem Modell M 12 zum Gegenschlag ausgeholt. Es ging gegen Low-Budget-Repetierer "Made in USA".

Nun erweitert Mauser die Modell-Palette innerhalb der Baureihe um die Varianten Impact, Trail und Max. Zudem gibt es die M 12 optional mit Handspanner. Die M 12 Max kostet in der Basisausführung 1.895,- Euro. Und für die bei allen M12-Varianten verfügbare Handspannung weitere 149,- Euro.

Aufbau der Mauser M 12 S Max in .308 Winchester

Das Gewehr Mauser M 12 S Max in .308 Winchester in Vollansicht
Die Mauser M 12 S Max in .308 Winchester kostet in Basisausführung 1.895,- Euro, für die Handspannung kommen weitere 149,- Euro hinzu.
Das Mündungsgewinde der Mauser M 12 S Max in .308 Winchester
Mauser liefert bei jedem Modell der M 12 Max eine Packung Muzzle Safe Patches mit - Gummistöpsel zum Schutz der Mündung.
Der Verschluss der Mauser M 12 S Max in .308 Winchester
Der Verschluss der Mauser M 12 S Max in .308 Winchester verriegelt mit sechs Warzen direkt im Lauf.

Im "Max"-Schichtholzschaft mit Daumenloch ruht ein massives stählernes System. Darin läuft die Ganzstahlkammer, die mit sechs Warzen direkt im Lauf verriegelt. Ein stabiler Auszieher und zwei starke Ausstoßer gewährleisten ein zuverlässiges Ausziehen und Auswerfen der Patronenhülsen.

Der Öffnungswinkel der Kammer beträgt wie bei allen M 12-Modellen 60 Grad. Der Bedienhebel für die Handspannung sitzt analog zu der Smooth Roll Safety SRS der M 12 in Standardausführung horizontal auf dem Schlösschen. Wie bei der originalen Drei-Stellungs-Sicherung besitzt auch das Bedienteil für den Handspanner eine Kennzeichnung.

 

Die Systemhülse fertigt Mauser aus Vergütungsstahl. Wie der Lauf erhält die Hülse ihr matt-schwarzes Finish durch eine klassische Brünierung. Die Kurvengeometrie der Hülse und die Montagebohrungen entsprechen dabei den Hülsen der bewährten 98er Mauser-Büchsen.

 

Der Schaft wirkt durch seine im dunklen Nussbaum-Ton gehaltene Farbe recht edel. Zusätzlich unterstreichen diesen Effekt die hellen Übergänge zwischen den einzelnen Laminatschichten und das seidenmatt glänzende Lackfinish.

Der als Universalschaft ausgelegte Kolben besitzt ein nierenförmiges und selbst für große Hände gut dimensioniertes Daumenloch. Der zielfernrohrgerecht niedrige Hinterschaft bringt auf beiden Seiten jeweils eine modern geformte Backe hervor. Nach hinten schließt eine mittelharte Gummikappe den Kolben ab.

Im Bereich der Kontaktflächen an Vorder- und Hinterschaft bietet eine mit modernen Konturen folgende, griffige Fischhaut den Händen guten Halt. Die Lauflänge beträgt bei den M 12-Max-Modellen bei den Standardkalibern jeweils 56 Zentimeter und bei den Magnum-Varianten 62 Zentimeter.

Mündungsgewinde und Magazinkapazität der Mauser M 12 S Max in .308 Winchester

Der Handspanner der Mauser M 12 S Max in .308 Winchester 
Der Handspanner der Mauser M 12 S Max sitzt auf dem Schlösschen und erinnert an eine horizontale Sicherung im Stil der Winchester-70-Modelle.
Der Bedienhebel der Mauser M 12 S Max in .308 Winchester
Der Bedienhebel der Mauser M 12 S Max für die Handspannung sitzt analog zu der Smooth Roll Safety SRS der M 12 in Standardausführung horizontal auf dem Schlösschen.

Optional zum Aufpreis von 169,- Euro kommt die M 12 ab Werk mit einem M 15 x 1-Mündungsgewinde. In diesem Preis ist aber dann auch eine Überwurfmutter zum Schutz des Gewindes samt Aufnahme für die Muzzle Safe Patches enthalten. So nennt Mauser die kleinen orangefarbenen Gummistöpsel zum Verschließen der Mündung.

 

In Sachen Magazinkapazität nehmen die M 12-Büchsen in Standardkalibern jeweils fünf Patronen in ihren zweireihigen Kunststoffboxen auf. Und in die der Magnums passen jeweils vier hinein.

 

Mauser stattet auch die Handspannermodelle der M 12-Baureihe mit dem gewohnten Direktabzug aus. Bei der Testwaffe stand dieser absolut trocken und brach im Schnitt bei knapp über 900 Gramm. Und dieses dann stets auch glashart und ohne fühlbares Durchfallen – besser geht's eigentlich nicht.

Mauser M12 S Max Test auf dem Schießstand

Die Mauser M 12 S Max in .308 Winchester mit Magazin
Das zweireihige Magazin der Mauser M 12 S Max in .308 Winchester fasst fünf Patronen.
Die Mauser M 12 S Max in .308 Winchester  in Vollansicht auf Holz
Bei der Mauser M 12 S Max in .308 Winchester beträgt der Öffnungwinkel der Kammer 60 Grad.
Die HexaLock-Montage der Mauser M 12 S Max in .308 Winchester
Mauser schickte die Testwaffe M 12 S Max mit der neuen HexaLock-Montage, die in Kooperation mit Konzernschwester Sauer & Sohn in Isny entwickelt wurde.

Die Optik für den obligatorischen Präzisionstest auf dem 100-Meter-Stand steuerte MINOX bei. Deren ZX5i 5-25x56 BDC gelangte über die VISIER-Redaktion ins Mauser-Werk nach Isny zur Montage und zum Einschießen. Dafür nutzte Mauser die neue HexaLock-Montage.

Das feine BDC-"Christbaum-Absehen" in der zweiten Bildebene des ZX5i deckte sehr wenig vom Ziel ab und erlaubte eine sehr gute Erfassung des Haltepunktes auf der Anschussscheibe. In Verbindung mit dem bereits erwähnten, hervorragenden Abzug der Mauser ergab dies beste Voraussetzungen für die Prüfung auf der Schießbahn.

Das großzügig bemessene offene Ladefenster erlaubt ein bequemes Nachladen des Magazins von oben. Selbstverständlich kann es zum Aufmunitionieren auch entnommen werden. Dank der günstigen Formgebung des Lochschaftes und der nicht zu harten Gummikappe schoss sich die Büchse sehr angenehm.

Der Daumenhebel des Handspanners ist gut positioniert, bedurfte allerdings etwas mehr an Kraft beim Spannen als erwartet. Zudem ließ er sich auch im Pinzettgriff nicht immer ganz geräuschlos betätigen. Kurz vor Erreichen der "F"-Position war ein leises Knacken zu hören, das allerdings kaum einen Bock hätte abspringen lassen.

Beim Öffnen der Kammer forderte die Testwaffe ein beherztes Zugreifen, um dann weich ihren Weg durch die Hülse zu nehmen.

Das beste Schießergebnis erzielte die Büchse mit einer Fünf-Schuss-Gruppe innerhalb eines Kreises von 22 Millimetern auf 100 Meter Distanz mit der 168 grs (10,9 g) Premier Match von Remington. Die GECO-Zero-Laborierung mit 136 grs (8,8 g) leichtem bleifreien Geschoss ging hier mit 58 Millimetern zwar am weitesten auf, hätte damit aber allemal noch "ins Leben" des Stück Rehwildes getroffen.

Mauser M 12 S Max in .308 Winchester - das Fazit

Mit der M 12 S Max erweitert Mauser die Palette seiner Einsteiger-Büchsenreihe um ein zuverlässiges, präzises, erstklassig verarbeitetes und zudem noch optisch ansprechendes Lochschaft-Modell.

Die den Gewohnheiten des US-Marktes geschuldete horizontale Handspannerkostruktion erscheint anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Das Arrangement steht aber nach etwas Übung mit der Waffe den bekannten, vertikalen Spannsystemen auf dem Kolbenhals oder Schlösschen in Nichts nach.

Was kostet eine Mauser M12 S Max?

Sowohl der Preis für die Büchse im Max-Schaft an sich als auch der Aufpreis für den Handspanner sind für einen Jagdrepetierer aus der Produktion eines Premiumherstellers "Made in Germany" durchaus fair gestaltet.

Der Preis der Mauser M 12 S Max in .308 Winchester liegt bei 2.213,- Euro.

Technische Details der Mauser M 12 S Max in .308 Winchester

Modell
Mauer M 12 S Max
Kaliber:
.308 Winchester
Kapazität:

5 + 1 Patronen

Lauflänge:
560 mm
Schaftlänge:
360 mm
Abzugsgewicht:
910 g
Länge:
1.065 mm
Gewicht:
3.225 g
Preis:
2.213,- Euro

Ausführung: Repetierbüchse mit Sechs-Warzen-Zylinderverschluss, Handspanner, Direktabzug, M15 x1-Mündungsgewinde mit Muzzle Safe und entnehmbarem Kunststoffmagazin. Schichtholz-Lochschaft mit Gummikappe und Fischhautkontur an Pistolengriff und Vorderschaft.


Weitere Informationen zu der Mauser M 12 S Max in .308 Winchester erhalten Sie direkt auf der Website des Herstellers.

Was die neue Mauser M 12 Extreme für die Jagd kann, erfahren Sie hier.

Den umfangreichen Test der Mauser M 12 S Max mit Schusstabelle finden Sie in  VISIER 12/2016. Hier können Sie die Ausgabe im Online-Shop nachbestellen.



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