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Testbericht: Beretta M 92 FS CO2-Pistole

CO2-Pistole Beretta M 92 FS

Die Pistole Beretta M 92 FS ist bei Militär, Polizei und Spezialeinheiten im Einsatz. Auf dieser Basis entstand eine realistische CO2-Version der Kurzwaffe. Die CO2-Pistole Beretta M 92 FS ist aber nicht nur für Sammler und Liebhaber ein "Must Have". Sie eignet sich zudem als Sport- und Trainingswaffe. Hier finden Sie den User-Test von CO2air.de zum Nachlesen.

Das Team von all4shooters.com / User-Test von CO2air.de

Nach einer ausführlichen Beratung habe ich mir eine CO2-Kurzwaffe des Typs Beretta M 92 FS gekauft. Wegen der zusätzlichen Betriebskosten hatte ich zunächst zwar eine reine Luftpistole favorisiert. Doch der Spaß, den die CO2-Pistole bietet, ist die Mehrkosten allemal wert.

Technische Daten zur CO2-Pistole Beretta M 92 FS

Die CO2-Pistole Beretta M 92 FS wurde auf Basis der legendären Pistole Beretta M 92 FS entwickelt. Das Resultat ist eine ideale Sport- und Trainingswaffe, die mit ihren technischen Details überzeugt: Kaliber 4,5 mm (.177), Antrieb durch zwölf Gramm CO2-Kapseln und Magazinkapazität von acht Diabolos. Die Kimme ist zudem seitenverstellbar und lässt sich an die individuellen Bedürfnisse der Schützen anpassen. Die CO2-Waffe wird von UMAREX hergestellt und ist je nach Anbieter zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 170,- Euro (inkl. MwSt.) zu haben. 

Modell:CO2-Pistole Beretta M 92 FS
Antrieb:12 g CO2-Kapsel
Energie:max. 3,5 Joule
Kaliber:4,5 mm (.177) Diabolos
Magazin:Trommelmagazin
Magazinkapazität:acht Schuss
Sicherung:manuelle Flügelsicherung
Visierung:Kimme seitlich verstellbar, Korn fest
Abzugssystem:DA/SA-Abzug
Gesamtlange:210 mm
Lauflänge: 114,6 mm
Gesamtgewicht:1.260 g
Geschossgeschwindigkeit:bis zu 120 m/s
Hersteller:UMAREX
Erwerb:frei ab 18 Jahren


Beretta M 92 FS CO2-Pistole: persönlicher Eindruck eines Schützen 

CO2-Kurzwaffe Beretta M 92 FS in der Ansicht von rechts
Die CO2-Pistole Beretta M 92 FS ist schwer, liegt gut in der Hand und fühlt sich wie eine "echte" Dienstwaffe an.

Die Lieferung der Pistole erfolgt in einem nicht verschließbaren Waffenkoffer aus Plastik mit entsprechendem Schaumstoffausschnitt für die Kurzwaffe. Daneben finden sich noch Ausschnitte für eine Diabolo-Büchse und eine C02-Kapsel. Diese beiden Auslässe sind mit den zugehörigen Schaumstoffelementen gefüllt. Diabolos und CO2-Kapseln werden nicht mitgeliefert – zumindest nicht in dem brünierten Standard-Modell. Zusätzlich ist im Lieferumfang noch ein Inbusschlüssel, mit dessen Hilfe die Kimme eingestellt werden kann, enthalten. 


Die CO2-Pistole Beretta M 92 FS ist groß und schwer. Sie liegt mit einem metallischen Gefühl gut in der Hand und fühlt sich wie eine "echte" Dienstwaffe an. Etwas irritiert war ich über Beiträge, die der Waffe einen besonders großen Griff bescheinigen. Ich habe zwar Handschuhgröße elf, aber von mir aus könnte der Griff noch zwei bis drei Millimeter länger sein. Der Hintergrund: ich stoße mit dem kleinen Finger an den Hebel zum Anstechen der Kartusche, der unter dem Griff befestigt ist. Das ist allerdings keineswegs unangenehm.

Handling der CO2-Pistole Beretta M 92 FS

Beretta CO2-Pistole für Sportschützen
Mit ihren technischen Details eignet sie sich bestens als Trainingswaffe für Sportschützen. Dank Fast-Action-System lässt sie sich leicht und schnell laden.

Die Beretta M 92 FS wird mithilfe eines Fast-Action-Systems geladen. Das Einlegen und Wechseln der Trommelmagazine und CO2-Kapseln gelingt auch mit großen und ungeschickten Fingern beziehungsweise Händen problemlos. Eine UMAREX CO2-Kapsel reicht ziemlich genau für 100 Schuss im Single-Action-Modus. Ich persönlich schieße eigentlich nur Single-Action mit vorgespanntem Hahn. Double-Action schieße ich zwar auch – wenn der Spaß und nicht die Präzision im Vordergrund steht. Der Abzug stellt sich sowohl im Double-Action- als auch Single-Action-Modus sehr angenehm dar. 


Die Lautstärke bei der Schussabgabe ist wohnungstauglich – jedoch spielen hierbei vielfältige Aspekte eine Rolle, so dass pauschale Aussagen nicht möglich sind. Es ist zu empfehlen sich direkt beim Kauf der CO2-Pistole Beretta M 92 FS mit zusätzlichen Trommelmagazinen sowie einer zugehörigen Ladehilfe einzudecken. Schließlich ist das Laden der Magazine gerade mit größeren Fingern ein echter Alptraum und hält vom Schießen ab.


Die CO2-Variante der Beretta M 92 FS hat standardmäßig keine Schiene zum Anbringen von optischen Zielhilfen. Eine entsprechende 11 mm-Schiene kann bei Bedarf für rund 15,- Euro nachgerüstet werden. Sie ersetzt dann die Kimme der CO2-Pistole. 

Die Betriebskosten der CO2-Pistole Beretta M 92 FS

… sind niedrig. Tausend Schuss kosten ungefähr 16,- Euro, davon machen 6,50 Euro die reinen CO2-Kosten aus. Das Ganze berechnet sich folgendermaßen: neun CO2-Kapseln à 0,50 Euro, eine Reinigungskapsel zu 2,- Euro, 1.000 Diabolos von GECO für knapp 6,- Euro und zudem eine Ladung (125 Stück) Scheiben à 3,30 Euro. Der Kaufpreis für die Kurzwaffe ist dabei nicht berücksichtigt.   


Die Beretta M 92 FS ist eine hervorragende, große und schwere CO2-Pistole für Freizeit- und Hobbyschützen. Der Erwerb ist absolut zu empfehlen – ich würde die Waffe jederzeit wieder kaufen. Dennoch gilt es auch die negativen Aspekte zu erwähnen. 


Beim Wechsel des leergeschossenen Trommelmagazins habe ich das Waffenoberteil immer nach vorne schnellen lassen. Einerseits aus Gründen der Bequemlichkeit und andererseits wegen des schönes Klangs. Allerdings scheint die Schraube, die für das Stoppen des nach vorne schnellenden Schlittens zuständig ist, nicht für eine derartige Dauerbelastung gedacht zu sein. Nach der Abgabe von etwa 1.500 Schuss beziehungsweise rund 200 gewechselten Trommelmagazinen flog mir das gesamte Waffenoberteil zuzüglich ein paar weiterer Teile (Feder und Co.) nach vorne weg. Der Schaden wurde auf Kulanz repariert.


Vermeiden lässt sich dieses Szenario, indem Schützen den Schlitten rechtzeitig auffangen und den Sitz der Schraube (beim Blick von vorne direkt unter dem Lauf) regelmäßig überprüfen. Die Waffe sollte also nicht auf einen Schlag sondern gebremst geöffnet werden. Weiterhin scheint die Oberfläche der CO2-Pistole Beretta M 92 FS sehr kratzempfindlich zu sein. Schützen sollten demnach sehr vorsichtig mit der Kurzwaffe umgehen.

Handling der Beretta CO2-Pistole 
CO2-Pistole Beretta M 92 FS: Zum Entnehmen und Wechseln der CO2-Kapseln muss lediglich die rechte Griffschale abgenommen werden – kein Problem dank Griffschalenknopf.

Fazit der Redaktion zur CO2-Pistole Beretta M 92 FS

Die CO2-Variante "Made in Germany" der Beretta M 92 FS ist bestens für Sport und Training geeignet. Die Kurzwaffe besticht mit gutem Handling und hoher Präzision – sie ermöglicht ein durchaus realistisches Training. Im Original kommt die Pistole Beretta M 92 FS bei Militär, Polizei und Spezialeinheiten zum Einsatz. 


Rein optisch wirkt die CO2-Kurzwaffe  im Standard-Modell dank der matten Brünierung hochwertig und gut verarbeitet. Neben der schwarzen Basis-Version offeriert UMAREX noch ein Nickel- sowie ein Nickel/Holz-Modell mit identischer technischer Ausstattung. Die Energie von bis zu 3,5 Joule bietet für Freizeit und Training ausreichend Durchschlagskraft – damit macht die CO2-Pistole auch beim Plinking einfach Spaß.  


Bei CO2air.de können Sie sich ausgiebig zum Thema "Freie Waffen" infomieren: Produkt-Neuvorstellungen, Tests, User-Tests und vieles mehr.


Weitere Informationen zu den CO2-Kurzwaffen von UMAREX finden Sie direkt auf der Webseite des Herstellers.


Entdecken Sie hier bei all4shooters.com mehr rund um Beretta, die älteste Waffenschmiede der Welt.



Ein all4shooters-Beitrag von 


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