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Beretta Fusion Black: exklusiver Test der Pistole auf dem Schießstand

Die Pistole Beretta Fusion Black beim Schiessen auf der Schießbahn

Mit der halbautomatische Pistole Beretta Fusion Black hielten wir ein Meisterwerk mit streng limitierter Stückzahl in unseren Händen. Die Kurzwaffe basiert auf der beliebtesten Beretta aller Zeiten, der Beretta 92 im Kaliber 9 mm. Wir von all4shooters.com hatten exklusiv die Gelegenheit, die Beretta Fusion Black auf dem Schießstand zu testen!

Das Team von all4shooters.de

Die halbautomatische Beretta Fusion Black ist das Produkt der Erfahrung, des technischen Könnens und des Know-hows der renommierten Büchsenmacher von Beretta. Sie ist vollständig von Hand gefertigt und endbearbeitet – ein Ergebnis höchster Handwerkskunst. Unser Modell hat mit dem 92er Serienmodell nur den grundlegenden Aufbau und den Verschluss gemeinsam. Hier jedoch gibt es so gut wie keine Abweichungen.

Die Beretta Fusion Black Pistole in ihrem Koffer
Die getestete Beretta Fusion Black trägt die Seriennummer FUSB04F: Es handelt sich um die vierte Pistole von insgesamt 40 Modellen im Kaliber 9 x 21 IMI.

Ja, auf den ersten Blick sieht sie der 92er ähnlich. Aber die Detailfreude, die von Hand vorgenommene Feinanpassung aller Bestandteile, der speziell gefertigte Single-Action-Abzug und das stetige Streben nach Perfektion machen die Beretta Fusion Black zu einem einzigartigen Sammlerstück.


Wir haben in diesem Beitrag übrigens schon über die Beretta Fusion Black berichtet. Doch nun bekamen wir eine exklusive Einladung von Beretta. Das Unternehmen hat damit zum ersten Mal überhaupt einem Medienvertreter gestattet, eine seiner extrem limitierten Premium-Waffen zu testen. 


Giorgio Brancaglion von all4shooters.com durfte die exklusive Beretta Fusion Black sogar schießen!

Die Beretta Fusion Black: Gesamtansicht der Pistole
Die Beretta Fusion Black ist schussbereit. Hier auf der überdachten Schießbahn bei Beretta.
Die Beretta Fusion Black mit Magazin und Patronen
Beretta Fusion Black: Beachten Sie das Standardmagazin mit 15 Patronen und dem eingravierten Fusion-Logo.

Die Beretta Fusion Black – Eigenschaften der exklusiven Sammler-Pistole

Bevor wir uns auf den Weg zum berühmten Blue Room machten – der kürzlich neu ausgestatteten überdachten Schießbahn von Beretta – konnten wir uns noch kurz mit der Fusion Black und ihrer Handhabung vertraut machen. Im Test hatten wir ein Modell aus der Beretta-Sammlung mit der Seriennummer FUSB04F, die vierte Waffe aus einer limitierten 40er-Serie im italienischen Kaliber 9 x 21 IMI.

Griffschalen der Pistole Beretta Fusion Black aus Kohlefaser
Beretta Fusion Black: Die Testwaffe ist mit wunderschönen Griffen aus Kohlefaser und Ebenholzintarsien mit einer gravierten Silberplakette versehen.

Insgesamt wurden von der Beretta Fusion Black nur 120 Stück hergestellt: 40 im Kaliber 9 x 21 IMI für Italien und 80 im Kaliber 9 mm Luger (9 x 19 mm) für den Rest der Welt.


Unser erster Eindruck: Man hält sie ganz vorsichtig in der Hand wie einen kostbaren IWC-Chronographen. Jede Ecke, jede Kante, jede Fase und alle anderen Details wurden wie von einem Uhrmacher mit größter Sorgfalt bearbeitet. 


Die Waffe ist tiefschwarz gebläut. Alle glänzenden Flächen sind spiegelblank poliert, so dass ein attraktiver Kontrast zwischen den matten und den glänzenden Teilen besteht. Das Gewicht der Pistole fällt beträchtlich aus, weil der Rahmen anstatt aus 7075er-Aluminium aus einem Stahlrohling gefräst wurde.

Detailansicht der Riffelung am Schlitten der Pistole Beretta Fusion Black
Die Kerben im Schlitten der Beretta Fusion Black wurden durch eine Quadratriffelung mit spiegelblank polierten Spitzen ersetzt. Beachten Sie die ungewöhnlichen Schraubenköpfe der Griffschalen: Ein Spezialschraubenzieher wird eigens mit der Waffe mitgeliefert.

Beretta Fusion Black – eine echte Hochleistungswaffe

Die Griffschalen aus Kohlefaser sind glatt und verfügen über matte Ebenholzintarsien sowie eine handgravierte silberne Plakette. Der Griff liegt überaus angenehm in der Hand und fühlt sich sehr solide an.


Die Vorderseite des Abzugs ist ebenfalls poliert. Der Single-Action-Abzug ist glatt und kriechfrei und löst sauber und knackig aus. Die Beretta-Büchsenmacher stellen den Abzug für jede Pistole nach Maß her. Der Präzisionslauf ist ebenso handverlesen und wird dann manuell an den Verschluss angepasst, um jedes Spiel auszuschließen, das die Schießgenauigkeit beeinträchtigen könnte.

Abzug der Beretta Fusion Black Pistole
Die Seriennummer über dem Abzugsbügel der Beretta Fusion Black zeigt an, dass es sich um das vierte Exemplar aus einer Serie von 40 Stück handelt.

Der Schlitten bewegt sich geschmeidig und exakt. Jeder Schlitten wird von Hand an den Rahmen angepasst.


Die Botschaft der Beretta Fusion Black ist klar: Diese Waffen sind nicht nur schön anzuschauen wie eine Skulptur hinter Glas im Museum. Ganz im Gegenteil ist die Beretta Fusion Black eine absolute Hochleistungswaffe – hergestellt, um benutzt zu werden.


Beretta garantiert tatsächlich eine Genauigkeit, die die Anforderungen des Militärs für die 92er um mehr als das Doppelte überbietet (60-70 mm gegenüber 160 mm auf 25 m).

 

Beretta Fusion Black im Test: die Pistole auf dem Schießstand

Schlitten der Pistole Beretta Fusion Black von oben
Der Hinweis auf die Nr. 4 der 40er Serie ist auch auf die Oberseite des Schlittens der Beretta Fusion Black graviert. Die Novak-Kimme ist mit einer Einstellschraube befestigt.
Die Pistole Beretta Fusion Black mit zurückgezogenem Schlitten
Die Beretta Fusion Black mit zurückgezogenem Schlitten. Dieser wird bei der Herstellung manuell angepasst und bewegt sich ohne Spiel.

Wir haben für den Test der Beretta Fusion Black handelsübliche Munition im Kaliber 9 x 21 mm IMI (Fiocchi Classic Line) mit Stumpfkegelgeschoss (123 Grain) verwendet.


Leider gab es ein Zeitlimit für den Test der Waffe, da die Schießbahn normalerweise für offizielle Zwecke verwendet wird. Während wir sie testeten, standen die Leute draußen tatsächlich schon Schlange...


Allerdings hat es wenig Sinn, eine solche Waffe im schnellen IPSC-Schießen zu testen. Also haben wir uns auf langsame, gut gezielte Schüsse auf 15 m Distanz konzentriert. Die Ergebnisse waren hervorragend, vor allem wenn man bedenkt, dass wir ja nur Standardmunition verwendet haben. Wir sind sicher, dass die Ergebnisse mit hochwertiger Wettkampfmunition noch präziser gewesen wären.

Mündung der Pistole Beretta Fusion Black
Die Mündung der Beretta Fusion Black hat eine Verstärkung und ist tadellos verarbeitet. Achten Sie auch auf den Kontrast zwischen den matten und den spiegelblanken Flächen.
Die Beretta Fusion Black Pistole mit der Munition Fiocchi Classic Line
Die Beretta Fusion Black mit der im Handel erhältlichen und im Test verwendeten Munition Fiocchi Classic Line.

Die Beretta Fusion Black im Schießtest

Trefferbild von 45 mm mit 10 Patronen auf 15 m mit der Pistole Beretta Fusion Black im Schießtest
Zielscheibe 15 m entfernt, gezielte Schüsse mit Fiocchi Classic Line 9 x 21 IMI und 123-Grain-FMJTC-Geschossen. Das Trefferbild mit 10 Patronen misst 45 mm.
Trefferbild auf 15 m auf drei verschiedene Stellen mit der Beretta Fusion Black Pistole im Schießtest
Zielscheibe erneut 15 m entfernt, Munition wieder Fiocchi FMJTC mit 123 Grain, drei Trefferbilder mit jeweils 5 Schuss aus einem 15-Schuss-Magazin.

Der Rückstoß ist ziemlich sanft und der Hochschlag wegen des zusätzlichen Gewichts und der besseren Ausbalancierung der Stahlkonstruktion relativ gering. Der Abzug ist hervorragend und braucht den Vergleich mit Wettkampfwaffen nicht zu scheuen. Uns erschien der Abzugsweg allerdings ein bisschen lang.


Wegen der perfekten Abstimmung des Schlittens auf den Rahmen reagiert die Waffe sehr angenehm. Sie fühlt sich präzise und knackig an, der Rückstoß sorgt nur für wenige Schwingungen und das Ziel kann nach dem Schuss schnell wieder ins Visier genommen werden.


Die Visierung ist teilweise einstellbar: Das Korn sitzt auf einem Schwalbenschwanz und die Novak-Kimme ist mit einer Schraube auf dem Schlitten befestigt.


Natürlich hätte eine vollständig verstellbare Match-Visierung dazu beigetragen, dass das Trefferbild noch kompakter wird. Andererseits wäre dadurch die schlanke, saubere und elegante Kontur der Beretta Fusion Black verloren gegangen.


Die kompakten Trefferbilder sprechen auch so schon für sich:

Auf 15 Meter praktisch Loch in Loch.

Wir haben auch einmal alle 15 Schuss des Magazins auf eine Zielscheibe abgefeuert und dabei auf 3 verschiedene Stellen gezielt. Wenn wir die 3 Gruppen zu je 5 Schuss übereinanderlegen, dann ergibt sich zusammen ein Steukreis von kaum mehr als 4 cm.

Die Beretta Fusion Black – das Fazit zur Pistole

Alles in allem lässt sich unser Bericht von dem Schießstand so zusammenfassen: Die Beretta Fusion Black ist nicht nur ein Statussymbol, das man inzwischen fast nur noch auf dem gehobenen Markt für Sammler bekommt. Sie hat zweifelsfrei bewiesen, dass der weltweit älteste Hersteller von Schusswaffen auch und gerade bei seinen limitierten Modellen Qualität und Leistung mit glanzvollem Design zu verbinden versteht.

Auf dem freien Markt liegt der Preis der Beretta Fusion Black übrigens bei etwa 10.000,- Euro.

Die Beretta Fusion Black: Gesamtansicht der Pistole im Koffer
Die Beretta Fusion Black im Kaliber 9x21 IMI. Nur 40 Exemplare der Pistole existieren in diesem Kaliber weltweit.

Sie möchten mehr zum ältesten Rüstungsbetrieb der Welt erfahren? Wir lassen mehr als 100 Jahre Unternehmensgeschichte von Beretta Revue passieren.


Für weitere Informationen über die Beretta Fusion Black besuchen Sie die Webseite von Beretta.

Hier bei all4shooters.com finden Sie einen Pistolentest der Beretta 92 FS in 9mm Luger.

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