SHOT Show 2026 in Las Vegas: der dritte Tag unseres Teams auf der Jagd nach neuen und exklusiven Produkten

Beretta AX800 Suprema – SL-Flinte im Supermagnum-Kaliber


Zu den verbreitetsten amerikanischen Jagdwaffen zählen halbautomatische Flinten mit extra langem Lauf im Magnumkaliber 12/76, galten sie bislang doch als ideales Werkzeug für die Jagd auf große Wasservögel wie etwa die Kanadagans. Beretta hat dieses Waffenkonzept mit der neuen AX800 Suprema in Supermagnum-Kaliber 12/89 nun auf die Spitze getrieben. Das Herzstück der Beretta AX800 Suprema ist das im Polymergehäuse untergebrachte Gasdrucksystem B-LINK Pro, das – laut Herstellerangaben – 36 % schneller ist als das jeder anderen Flinte ihrer Kategorie und 46 % sauberer bleibt als jedes andere Gasdrucksystem, das bisher auf dem Markt war. Dies führt zu einem sanfteren Rückstoß, einer konstanteren Leistung und einem geringeren Zeitaufwand für die Reinigung der Waffe zwischen den Jagdeinsätzen. Die Beretta AX800 Supreme erlaubt die Montage von Läufen mit Steelium Pro-Technologie in verschiedenen Längen. Die Steelium Pro-Läufe verfügen über einen verlängerten 450-mm-Übergangskonus, was eine höhere Endenergie und gleichbleibende Präzision, dichtere und gleichmäßigere Schrotgarben sowie ein optimiertes Rückstoß- und Hochschlagverhalten bewirken soll. Dank des Kick-off Pro-Schaftes wird der gefühlte Rückstoß zudem um bis zu 70% reduziert. Eines der bemerkenswertesten Features der Beretta AX800 Suprema ist die Möglichkeit, eine Rotpunkt-Optik auf dem Gehäuse zu montieren.

Weitere Informationen zur Beretta AX800 Suprema finden Sie auf der Beretta-Website.


IWA Pavilion  – am Gemeinschaftsstand der IWA Outdoor Classics

Der IWA Pavilion ist auch auf der SHOT Show 2026 rege besucht. Das ist Stand, den kleinere und mittelständische Unternehmen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern mit Unterstützung der IWA OutdoorClassics für die Präsentation ihrer Produkte oder für ihre geschäftlichen Gespräche nutzen können.
Am IWA Pavilion gibt’s es auch einen Info-Stand, um sich über die Messe in Nürnberg zu  informieren. Er ist aber auch Anlaufstelle für deutsche SHOT Show-Besucher und -Austeller. Hier ist STP-Chef Karl Prommersberger im Gespräch mit dem IWA-Team zu sehen.

Auch in diesem Jahr bietet der „IWA Pavilion“ nicht nur deutschen Firmen und Besuchern der SHOT Show 2026 wieder eine Anlaufstelle. Für ihren Auftritt auf der großen Waffenmesse in Las Vegas hat die IWA OutdoorClassics sich mehr als 350 m2 Ausstellungsfläche in zentraler Lage gesichert, um nicht nur deutschen, sondern auch anderen europäischen Partnerfirmen eine Plattform für die Präsentation ihrer Produkte, für Meetings und Gespräche sowie Geschäftsanbahnungen zu schaffen. In diesem Jahr nutzen folgende Unternehmen auf diese Weise den IWA Pavilion auf der SHOT Show: Anschütz (DE), Armed Guns (TR), Ballistol (DE), Chrosziel, Double Alpha (NL), EEMANN (EE), Hans Wrage/Huntex (DE),Hoernecke (DE), Steyr Arms (AT), Ghost International (IT), L.C.M. mit OMC Wirelombardia (IT), Ledlenser (DE), Martinez Albainox (ES), Zollern (DE), Röders/Ramfelt (DE), Schmidt & Bender (DE), Schröder/Original Löwe (DE), Spohr mit STP - Sport Target Pistol (DE), Unis Ginex mit Pretis und Igman (BA).

Den IWA Pavilion gibt es seit 2024. Die Veranstalter der diesmal vom 26. Februar bis 1 März in Nürnberg stattfinden Leitmesse für die europäische Jagd- und Sportwaffenbranche IWA OutdoorClassics sprangen seiner Zeit in die Bresche, um die Lücke, die die Aufgabe des German Pavilion auf der SHOT Show hinterlassen hatte zuschließen und im Sinne kleiner und mittelständischer Unternehmen, den Ausfall der staatlichen Unterstützung zumindest teilweise zu kompensieren. Diesen deutschen Gemeinschaftsstand unter dem Logo des Bundeswirtschaftsministeriums gab es seit Ende der 1990er Jahre bis 2023. Dann beschloss das damals vom Grünenpolitiker Robert Habek geführte Wirtschaftsministerium die Unterstützung des deutschen Gemeinschaftsstandes auf der SHOT Show einzustellen. 

Mehr dazu erfahren Sie hier auf all4shooters.com und auf der Webseite der IWA OutdoorClassics


Sightmark Strikon FMP 1x18 Prismsight − Mikro-Prismenvisier


Schwache Batterie? Kein Problem: Das neue Sightmark Strikon FMP 1x18 verwendet ein geätztes Absehen und liefert ein scharfes, parallaxenfreies Bild. Das Sight kommt ohne zusätzliche Lichtquelle aus. Das neue Sightmark-Visier nutzt das Absehen des Typs  RTR-1 (Rapid Targeting Reticle), das eine schnelle Ausrichtung auf das Ziel und eine präzise Schussabgabe begünstigt. Das Absehen kann rot oder grün beleuchtet werden. Dabei stehen insgesamt 12 Helligkeitsstufen zur Verfügung, darunter 3 für die Verwendung mit Nachtsichtgeräten. Als Stromquelle dient eine CR2032-Knopfzelle, die bis zu 100 Stunden Betriebszeit bei maximaler und bis zu 10.000 Stunden bei minimaler Helligkeitseinstellung ausreichen soll. Das Strikon FMP 1x18 wartet mit einer Shake-Awake-Funktion auf, die das Gerät nach 10 Minuten Inaktivität deaktiviert und bei der geringsten Bewegung reaktiviert. Ein automatisches Einstellsystem optimiert die Beleuchtung je nach den Lichtverhältnissen in der Umgebung. Mit einem Gewicht von rund 195 Gramm ist das Sightmark Strikon FMP 1x18 eine robuste Optik für den intensiven Gebrauch: Das Gehäuse besteht aus 6061er Aluminium, ist wasserdicht nach IP67, stoßgeprüft nach MIL-STD-810H (1.000 g) und stickstoffgefüllt. Die Einstelltürmchen sind bündig und haben keine störenden Vorsprünge. Die Grundfläche ist mit der des Aimpoint Micro kompatibel, und das FMP wird mit einem 0,39-Zoll (knapp 1cm) Riser (Höhe bis zur Mittellinie: 39 mm) zur individuellen Anpassung der Höhe geliefert samt der dafür nötigen unterschiedlich langen Schrauben geliefert. Das Sight kommt in den USA zum Preis von 299,97 US-Dollar auf den Markt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von  Sightmark


Nemo Arms Mongoose: PCC im Kaliber 9 mm Luger


Das Nemo Arms Mongoose ist eine Büchse im Pistolenkaliber (PCC), die als verriegelter Rückstoßlader arbeitet – ähnlich wie viele halbautomatische Pistolen. Beim Schuss laufen Lauf und Verschluss zunächst einige Millimeter gemeinsam zurück, bevor sie sich trennen. Dadurch entsteht eine leichte Öffnungsverzögerung, die den Restgasdruck reduziert. Theoretisch könnte sich das auf die Präzision auswirken, der Hersteller hält den Effekt jedoch auf den typischen Einsatzdistanzen für vernachlässigbar – gegenüber den Vorteilen in Form von weniger Hochschlag und einem angenehmeren Rückstoßgefühl. 

Der 147-mm-Lauf kommt mit Mündungsgewinde und ist für den Einsatz eines Schalldämpfers vorbereitet; alternativ lässt sich – wo ein Schalldämpfer nicht zulässig ist – ein optionaler Kompensator montieren. Obwohl die Waffe optisch an die AR-15-Plattform erinnert, verzichtet sie auf ein Buffer Tube: Die Schließfeder ist intern untergebracht. Der seitliche, umsetzbare Spannhebel im G3-Stil ersetzt den AR-typischen, hinten sitzenden Spannhebel. Die Sicherung ist beidseitig bedienbar. Die Schulterstütze nutzt eine FS1913-Brace und einen Magpul MOE SL-Griff; je nach Rechtslage lässt sich das System als Pistole oder mit taktischem Trageriemen konfigurieren. Die Zuführung erfolgt über ein CZ-Scorpion-kompatibles PMAG 35 EV9, inklusive Verschlussfang nach dem letzten Schuss. Eine Visierung ist ab Werk nicht vorhanden, dafür erlaubt eine lange Picatinny-Schiene die Montage von Optiken und Flip-up-Visieren. Das Gewicht liegt bei rund 1.930 Gramm inklusive Brace. In den USA beträgt der Preis 2.699,- US-Dollar.

Mehr dazu erfahren Sie auf der Website von Nemo Arms.


Bersa BP9FS, eine kompakte Pistole in Standardgröße

Die BP9FS (FS steht für 'Full Size') ist eine Pistole mit Schlagbolzenschloss im Kaliber 9x19 mm und einer Kapazität von 17+1 Patronen. Das Griffstück besteht aus Polymer und der Schlitten wird aus 4140er Stahl gefertigt.

Bersa USA hat die BP9FS vorgestellt (FS steht für „Full Size“): Eine Schlagbolzenschloss-Pistole im Kaliber 9 mm Luger mit einer Kapazität von 17+1 Schuss. Das Griffstück wird aus Polymer und der Schlitten aus 4140er Stahl gefertigt. Trotz der Einstufung als Full-Size-Pistole eignet sich die BP9FS mit 4,25 Zoll (108 mm) Lauflänge und 740 g Gewicht auch fürs verdeckte Tragen, ohne dabei allzu viele Kompromisse einzugehen. Der Schlitten ist beidseitig mit jeweils zwei markanten Greifflächen zum Durchladen versehen. 

Die Waffe ist optics-ready für Rotpunktvisiere mit RMSc-Footprint. Der Lauf ist innen mikropoliert und mit einem tiefen Feld-Zug-Profil versehen, um maximale Präzision zu ermöglichen. Der Abzug verfügt über eine inzwischen gängige Mittelzüngelsicherung und hat einen kurzen Reset, der schnelle und kontrollierte Folgeschüsse begünstigt; das Abzugsgewicht liegt bei 1.680 g. Eine Picatinny-Schiene erlaubt die Montage gängigen Zubehörs, während das robuste Polymergriffstück eine griffig ausgeprägte Textur bietet. Die Bersa BP9FS liegt in den USA bei 450,- US-Dollar und ist in Schwarz, FDE oder zweifarbig erhältlich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Bersa-Website


Palmetto State Armory Olcan, JAKL in Bullpup-Version

Der Palmetto State Armory Olcan basiert auf dem JAKL-System und setzt auf eine Bullpup-Konfiguration. Sie kommt wahlweise in 5,56 NATO oder .300 Blackout.

Die Bullpup-Variante der beliebten JAKL: Das ist die Palmetto State Armory Olcan. Sie wird entweder als komplette Waffe oder als Lower angeboten – jeweils in 5,56 NATO (.223 Rem.) oder .300 AAC Blackout – und setzt auf eine Bullpup-Konfiguration mit monolithischem Upper, in dem zugleich das Puffersystem der ursprünglichen JAKL untergebracht ist. Die Vorteile des neuen Unterteils liegen vor allem in der beidseitigen Bedienbarkeit und der deutlich reduzierten Gesamtlänge.

Technisch arbeitet die Olcan mit einem Langhub-Gaskolbensystem und einem 7-Warzen-Verschluss aus Carpenter-158-Stahl sowie einem Verschlussträger aus 4340er Stahl – der Hersteller beschreibt das als eine Mischung aus AR- und AK-Mechanik. Der 4150V-Lauf aus nitriertem Chrom-Molybdän-Stahl misst 368 mm bei einem Drall von 1:7". Der achtstufig verstellbare Gasblock lässt sich schnell und ohne Werkzeug einstellen. Auch die Feldzerlegung sowie das Entnehmen von Verschlussträgergruppe, Rücklaufsystem und weiteren Baugruppen gelingt werkzeuglos.

Ausgestattet ist das Gewehr mit einem Die Free Co. Kung Fu Grip. Als Magazin dient ein Magpul PMAG mit 30-Schuss-Kapazität. Erhältlich ist der Olcan in Schwarz oder FDE. Preislich liegt die Komplettwaffe bei 1.399,- US-Dollar, der Lower allein kostet 499,- US-Dollar.

Weitere Informationen finden Sie unter Palmetto State Armory


Bronco TAC SX, die Rückkehr von SPAS-12 (aber nur fast)


In diesem Jahr kommt ein Hauch von 1980er-Jahre-Nostalgie mit einem Klon einer der markantesten und innovativsten taktischen Schrotflinten dieser Zeit zurück, der Franchi SPAS-12. Die von der türkischen Firma Bronco hergestellte TAC SX ist eine Art Klon der legendären SPAS (Special Purpose Automatic Shotgun), die von der italienischen Firma Franchi für militärische und polizeiliche Zwecke entwickelt und hergestellt wurde. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren in den USA eingeführt und durch mehrere international erfolgreiche Kinofilme und Fernsehserien bekannt. Die Bronco TAC SX im Kaliber 12 gibt die Linienführung des Vorbildes sehr gut wieder, angefangen bei der unverkennbaren "Schirmgriff"-Schaftverlängerung, deren eigentlicher Zweck es war, dem Benutzer das einhändige Schießen durch Einhaken des Schafts am Ellbogen zu ermöglichen. So wie es aus sieht wird das Standardmodell von Bronco  jedoch einen festen Schaft haben und der legendäre Klappschaft wird als optionales Zubehör verkauft. Wie ihr Vorbild ist die TAC SX ein Dual-Mode-Gewehr, das heißt, sie kann entweder als Halbautomat oder als Vorderschaftrepetierer genutzt werden. Natürlich handelt es sich hier nicht um eine perfekte Replika der SPAS-12, sondern um eine Nachbildung, die sich sowohl in der Mechanik als auch in Details unterscheidet, wie etwa der Picatinny-Schiene oben auf dem Gehäuse, die bei der Franchi-Flinte der 1980er Jahre bekanntermaßen nicht vorhanden war. Was die Bronco TAC SX kosten soll, hat der Hersteller bislang noch nicht verraten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Bronco Arms


Blecher BrashZero, eine extrem "hüllenlose" Innovation


Reden wir über extreme Konzeptwaffen: Die in den USA entwickelte und gefertigte, zum Patent angemeldete Büchse BrashZero von Blecher LLC nutzt Standardkomponenten von Munition nach NATO-Spezifikationen – Zündhütchen, Treibladungspulver und Geschoss. Der entscheidende Unterschied: Die BrashZero kommt vollständig ohne Hülse aus – ja, sogar ohne eine herkömmliche, fertig konfektionierte Patrone. Stattdessen werden die drei Komponenten getrennt voneinander in einem versiegelten, entnehmbaren Magazin im unteren Teil der Waffe mitgeführt. Die „Patrone“ entsteht erst im Moment der Verwendung, also direkt in der Waffe selbst – laut Hersteller durch „eine Reihe mehrerer miteinander verbundener Teile, die in einem dreidimensionalen Raum-Zeit-Kontinuum akribisch choreografiert sind“. Das klingt zunächst reichlich kryptisch, doch die Entwickler stellen die praktischen Vorteile des Systems in den Vordergrund: Die Konstruktion ist extrem kompakt, lässt sich je nach Bedarf auf andere Kaliber skalieren – theoretisch sogar bis hin zu schwerer Artillerie –, und soll es einem Soldaten ermöglichen, bei gleichem Gewicht mehr als doppelt so viele hülsenlose Geschosse mitzuführen wie in einem Standardvorrat klassischer Patronen. Gleichzeitig, so Blecher, sei nur minimale Einweisung erforderlich. Geladen wird über einen vorderen Spanngriff, nachgeladen über zusätzliche, wechselbare Magazine. (Diese Magazine können allerdings nicht im Feld, sondern nur in der Waffenkammer wieder befüllt werden.) 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Wärmemanagement: Empfindliche Komponenten wie der Pulverbehälter werden durch räumliche Trennung und Materialisolierung konsequent von heißen Baugruppen wie Lauf, Verschluss und Patronenlager entkoppelt, um das Risiko des „Cook-off“ zu minimieren. Ausgeworfen wird naturgemäß nichts – weder Hülsen noch sonstige Rückstände – und das Gesamtkonzept setzt auf eine rein mechanische Funktionsweise, bewusst ohne Batterien und ohne jede Form von Elektronik. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Blecher-Website.


In unserem Artikel zum Industry Day at the Range 2026 finden Sie außerdem weitere Informationen zu den Neuheiten der SHOT Show, die wir auf dem Schießstand getestet haben.

Wenn Sie auf der Suche nach weiteren Informationen zur SHOT Show 2026 sind und sehen wollen, was in den Hallen der Venetian Expo während der Show in Las Vegas los ist, dann sollten Sie unbedingt unsere Facebook-Seite all4shooters besuchen.

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