
Das neue Aimpoint COA R (wobei das "R" für Rifle steht) ist ein Rotpunktvisier, das speziell für den Einsatz auf Jagdgewehren entwickelt wurde. Durch das neue COA R sollen die Vorteile der ursprünglichen COA-Optik nun auch auf einer breiten Palette von Jagdwaffen genutzt werden können. Das neue Aimpoint COA-Modelle hat ein geschlossenes, ultrakompaktes, nicht röhrenförmiges und vollständig gekapseltes Gehäuse mit einem Gewicht von nur 48 Gramm. Darin befindet sich ein extrem scharfer Rotpunkt mit einem Durchmesser von 3,5 MOA, der dank des verbesserten optischen Profils des Sights eine schnelle Zielerfassung sowohl im Nah- als auch im Fernbereich unterstützen soll. Das Aimpoint COA R bietet ein uneingeschränktes Sichtfeld und eine extrem stabile Montageschnittstelle. Die Verstelltürmchen schließen bündig mit dem Gehäuse ab und lassen sich mittels eines Torxschlüssels vom Typ TX10 einstellen. Die Verstellung pro Klick beträgt hier 3 cm auf 100 Meter in der Seite und 2 cm auf 100 Meter in der Höhe. Die einzelnen Klicks sind dabei gut hörbar und auch fühlbar definiert. Die Helligkeit des Red Dots ist über zwei Tasten an der linken Gehäuseseite in insgesamt 12 Stufen einstellbar (vier davon sind spezielle Nachtsichtstufen). Das Batteriefach für die Knopfzelle des Typs CR2032 ist von der Seite der Optik aus leicht zugänglich, ohne dass das Visier zum Batteriewechsel demontiert werden muss. Mit Abmessungen von 45 mm x 28 mm x 30 mm fällt das Aimpoint COA R relativ kompakt aus.
"Das COA R bietet Jägern das gleiche intuitive und instinktive Schießerlebnis, das das ursprüngliche COA auf Handfeuerwaffen so effektiv gemacht hat, in einer Version, die für größere Entfernungen und vielfältigere Schießsituationen optimiert ist", sagt Alexander Nordin, Senior Product Manager bei Aimpoint. Für die Montage des neuen Sights soll es zwei Optionen geben. Zum einen wird es spezielle Montagen für die unmittelbare Montage auf den Schnittstellen gängiger Hersteller geben und zum anderen kann das COA R auch mittels einer speziellen A-CUT-Platte, auf den bereits für das Aimpoint Micro vorhandenen Montagebasen auf der Büchse montiert werden. Einmal angebracht, wird die Optik dabei in einer Art Schwalbenschwanz in gehalten und dazu vorne in der Ausfräsung eingehakt und hinten durch einen Klemmkeil fixiert. Da hier aber keine Schrauben in das Visiergehäuse eindringen und keine Scherkräfte auf das Gehäuse wirken, treten, so der Hersteller, selbst bei starken Rückstoßkräften keine Haltepunktverlagerungen auf. Das Aimpoint COA R zeichnet sich durch seine kompakte Bauweise, seine extreme Robustheit und seine permanente Einsatzbereitschaft aus, egal ob es auf Kurzwaffen, Halbautomaten, Kipplaufbüchsen oder Repetierern verwendet wird. Die Batterielebensdauer beträgt laut Hersteller bis zu 50.000 Stunden, da es sich beim COA R um eine Version für die Jagd und den zivilen Gebrauch handelt, ist die Wasserdichtigkeit hier "nur" bis zu einer Eintauchtiefe von fünf Metern garantiert − bei den Pistolen-Ausführungen für den Dienstgebrauch sind es 25 m.
Das Aimpoint COA für Kurzwaffen − ein Blick in die Zukunft des Mini Red Dot Sights


Aber es gibt auch interessante Neuigkeiten, was die Möglichkeit, COA-Rotpunktvisiere auf diversen Pistolen zu montieren, angeht. Bislang gab es nur einige Pistolenmodelle von GLOCK, die über die passende A-CUT-Schnittstelle verfügten. Während der SHOT Show in Las Vegas gab Aimpoint nun bekannt, dass man Vereinbarungen mit mehr als 30 Unternehmen unterzeichnet habe, die künftig in der Lage sein sollen, das COA-Visier bereits werkseitig auf ihren Pistolen über eine integrierte A-CUT-Schnittstelle anzubieten. Diese Erweiterung markiert einen wichtigen Schritt in dem Bestreben des schwedischen Herstellers, die hauseigene A-CUT-Schnittstelle als neuen Standard für pistolenmontierte Optiken zu etablieren. Im Laufe des Jahres 2026 werden daher wohl noch einige Pistolenversionen mit einem "A-CUT" im Schlitten vorgestellt werden. Dabei handelt es sich um eine OR-Einschubschnittstelle, in der die Optik mechanisch verriegelt wird, sie in alle Richtungen stabilisiert und Bewegungen infolge des Rückstoßes verhindert. Die A-CUT-Schnittstelle macht Schrauben am Optikgehäuse überflüssig und ermöglicht eine sehr tiefliegende Montage auf der Pistole, die eine Co-Witness-Funktion ermöglicht, sprich: die originäre, offene Visierung der Waffe kann bei Ausfall des Rotpunktes weiterhin genutzt werden. Aimpoint wird das COA auch einzeln anbieten: Diese Option ist für Benutzer gedacht, die das COA auf einer vorhandenen Pistole installieren möchten. Da das COA eine A-CUT-Schnittstelle benötigt, müssen die Vorbereitung des Schlittens sowie Installation allerdings von autorisierten Büchsenmachern durchgeführt werden. Daher startet Aimpoint in Kürze ein Schulungsprogramm für fachkundige Büchsenmacher, für das diese sich demnächst über die Aimpoint-Website bewerben können.
Weitere Infos über das neue COA R und weitere Rotpunktvisiere des Herstellers erhalten Sie auch auf der Aimpoint-Webseite.






