HERA Arms

HERA Arms wurde vor 12 Jahren von Thomas Nöth gegründet und wir berichteten erstmals über den damaligen Neueinsteiger in der Waffenwelt in caliber 4/2009, als wir ein Pistolenkarabinerchassis für Glock-Pistolen vorstellten, aus dem schließlich das bekannte "Triarii"-Chassis wurde. Das allererste Produkt aus dem Hause HERA Arms war allerdings ein AR-15-kompatibles Leichtmetallgriffstück namens "BCK" (Buttstock/Grip Conversion Kit) für die halbautomatische Zivilausführung SL8 in .223 Remington des Heckler & Koch Sturmgewehrs G36. Weil somit typische AR-15-Anbauteile wie beispielsweise längenjustierbare Schulterstützen an dem SL8 montiert werden konnten, wurde die Wandlungsfähigkeit und Flexibilität des deutschen Selbstladegewehrs deutlich gesteigert. Da bei der Montage des BCK keine unwiderruflichen Modifikationen an der Basiswaffe HK SL8 vorgenommen und alle Originalteile (Abzugseinheit, Pufferfeder, Schrauben) übernommen wurden, bestand jederzeit die Möglichkeit des Rückbaus auf den Originalzustand. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt existierte ein HERA Arms-Prototyp eines Magazinadapters für die Verwendung gängiger AR-15-Magazine (Surplus, Magpul PMAG oder HK HRM) im SL8. Damals beschäftigte sich HERA Arms auch mit der USC-Zivilausführung in .45 ACP der Heckler & Koch-Maschinenpistole UMP und offerierte ein Folding Stock Conversion (FSC)-Griffstück mit klappbarer Schulterstütze sowie ein Adapter für M4-Schubschäfte.

Dazu passend fertigte man auch ein hauseigenes Magazin mit Alugehäuse und Kapazität für 20 Patronen. Nach gleichem Muster offerierte HERA Arms auch einen Franchi Stock Adapter (FSA)-Umrüstsatz für die italienische Selbstladeflinte Franchi SPAS-15 in 12/76, durch den man den Glattläufer mit einem M4-Teleskopschaft aufrüsten konnte. Auch hier stimmten die Details. Die Installation des Adapters war durch den zweiteiligen Aufbau mit innenliegenden Edelstahlbolzen recht simpel zu bewerkstelligen und selbst bei auf Minimalmaß eingeschobener M4-Schulterstütze wurde die gesetzliche Mindestlänge von 95 Zentimeter nicht unterschritten. Abgerundet wurde das durchdachte Programm durch sauber gemachte Picatinny-Schienen aus Alu für das HK SL8 und den HK USC, wobei beispielsweise die Gehäuseschiene für den USC an der Front abgerundet war, um ein eventuelles Verletzungsrisiko beim Durchladen oder anderen Manipulationen aufgrund von scharfen Kanten zu vermeiden. Schon diese frühen Erstlingswerke, die heute bis auf die SL8/USC-Picatinny Rails nicht mehr im Programm vorhanden sind, belegen die hohe Innovationsfreude von HERA Arms und ein Gespür für die Trends der Zeit und die Bedürfnisse des Marktes.