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2. International Bodyguard Conference 2017 mit Instructor Zero

Schießtraining mit Instructor Zero

Wodan Security veranstaltete vom 21. bis 23. Juli 2017 im ATAC-Trainingszentrum in Stod, Tschechien, nach der Vorjahrespremiere die 2. Internationale Personenschützer-Konferenz. Wieder mit dabei, der mittlerweile weltweit populäre Schießausbilder "Instructor Zero". Wir zeigen Ihnen, was Sie bei der Bodyguard Conference verpasst haben.

Das Team von all4shooters.com // Text: Stefan Perey, Fotos: Peter Busch

Die ehemalige Luftlande-Kaserne in Tschechien bietet ideale Trainingsbedingungen für diesen in Europa wohl einmaligen Lehrgang. Unter Mitwirkung routinierter Ausbilder mit professionellem Background wurde Praxis und Theorie vermittelt.  


Diesmal deckt die International Bodyguard Conference folgende, praxisorientierte Themenbereiche ab:

Flyer und Logo der 2. International Bodyguard Conference
Veranstalter der 2. Internationale Personenschützer Konferenz ist die Wodan Security.
  • Taktisches Schießen im Personenschutz
  • Taktisches Vorgehen in Räumen
  • Medizinische Erstversorgung unter Feuer und Stress
  • Schießen im und am PKW
  • Theoretische Übungen und Einsatztaktiken im Personenschutz

Ablauf der 2. Internationalen Bodyguard Konferenz 

Traditionsgemäß startete das Seminar im Konferenzsaal nach einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde mit einer theoretischen Gruppenaufgabe. Hier möchte der ehemalige GSG-9-Beamte und Veranstaltungsorganisator Ralf Kassner die Teilnehmer gedanklich auf die nächsten Tage einstimmen. 

Einweisung von Instructor Zero und Ralf Kassner bei der 2. International Bodyguard Conference
Instructor Zero und Ralf Kassner bei der Sicherheitseinweisung zum Konferenzbeginn.

Weil die Kursteilnehmer aus aller Herren Länder (Österreich, Schweiz, Luxemburg, Italien, Slowakei, Malta, Großbritannien, Australien, Guinea-Bissau) stammten, war die vorwiegende Kurs-Sprache Englisch. Die Kursbesucher waren allesamt Mitglieder von Militär, Polizei, anderen behördlichen Sicherheitsinstitutionen oder Sicherheitsfachkräfte.


Unterstützt wurde die 2. International Bodyguard Conference 2017 durch die Firmen Bonowi, BSST, UF PRO und die Organisation "Good Guys in Bad Lands".

Die Theorieaufgabe bestand darin, einen fünftägigen Personenschutz-Einsatz mit zwei Schutzpersonen in Somali zu planen.

Medizinisches Training bei der 2. International Bodyguard Conference
Medizinische Notfallversorgung im Ernstfall bei Schusswunden und Verletzungen im Gefecht wurden im Seminar in Theorie und Praxis vermittelt.

Danach folgte das erste Tactical Combat Casualty Care (TCCC)-Seminar unter Leitung des hoch qualifizierten, erfahrenen und engagierten Ausbilders Christian. Es ging um die medizinische Notfallversorgung von Schusswunden und Verletzungen, die in einem Gefecht oder bei einer Flucht mit der Schutzperson am häufigsten vorkommen. Die Schüler lernten, wie man Tourniquets benutzt, Druckverbände anlegt oder eine Lunge punktiert. 


Abschließend verblieb für die Teilnehmer Zeit, sich über die ausgestellten Exponate der beteiligten Unternehmen zu informieren, Produkte zu testen und vor Ort zu Vorzugspreisen einzukaufen.

2. International Bodyguard Conference: Schießtraining mit Instructor ZERO

Die Teilnehmer sammelten sich, wie am Vortag ausgemacht, mit kompletter Ausrüstung im Seminarraum. Instructor Zero und Ralf Kassner führten gemeinsam die Sicherheitsbelehrung durch. Nun ging es endlich auf die Schießanlage, die die Teilnehmer am Abend zuvor bereits ansehen durften – inklusive Führung durch die Waffenkammer und den Ausrüstungsbereich.

Instructor Zero beim Schießtraining der 2. International Bodyguard Conference
Zu Beginn wurde beim Schießtraining ausschließlich Trockentraining betrieben, wobei sich Instructor Zero Zeit für individuelle Fehlerkorrekturen nahm.

Gleich nach dem Betreten der Range wurden alle Waffen und Magazine überprüft, um sicherzustellen, dass vorerst im zwei- bis dreistündigen Trockentraining keine Munition im Spiel war. Das trockene Einstudieren der einzelnen Abläufe ist sehr wichtig, weil jede Bewegung später sitzen muss. Am Sonntag sollte nun einmal das Car-Shooting stattfinden. In und an einem Auto ist schließlich kein Platz für Fehler. 

Zero erläuterte nochmals, dass es sich hier nicht um einen Wettkampf handelt und ihm niemand etwas beweisen muss.

Die Teilnehmer begannen, in Gruppen die speziellen Symbolscheiben zu beschießen und erhielten danach von Zero höchstpersönlich ein ehrliches Feedback. Die Übungen steigerten sich. Dabei wurden auch bewusst Stresssituationen eingebaut, um zu testen, wie sicher die Handhabung sitzt.

Car-Shooting bei der 2. International Bodyguard Conference

Der Abschlusstag begann mit kurzen Briefing und einer Einteilung der Gruppen. Das Safety Briefing für das Car-Shooting wurde für alle gemacht. Erst danach wurden die Gruppen aufgeteilt, sonst wäre zu viel Zeit verloren gegangen. 


Jede Gruppe bekam einen Trainer zugeteilt, dann konnte es losgehen. Das taktisch korrekte Verhalten und die damit verbundenen Schießtechniken im und am Auto sind ein fundamentales, komplexes Thema im Personenschutz. Schließlich sind der Weg zum Pkw und der Pkw selbst neuralgische Situationen/Objekte, bei denen ein Angriff auf die Schutzperson am wahrscheinlichsten ist. Bei aller Disziplin und Trainingseifer sorgte der Ausbilder dafür, dass aber auch der Spaß nicht zu kurz kam. 

Pkw Training Personenschutz
Das taktisch richtige Verhalten und die spezialisierten Schießtechniken rund um den Pkw sind ein komplexes Thema im Personenschutz.
Schießtraining mit Pkw beim 2. International Bodyguard Conference
2. International Bodyguard Conference: Schießtraining rund um und im Auto.

Kill-House: Übung in Gebäuden unter Belastung

Im obersten Stockwerk des Kill-House warteten zwei Team Wodan-Instruktoren auf die Teilnehmer. Beide Trainer hatten große Erfahrung im Bereich CQB und dem taktischen Vorgehen in Räumlichkeiten von vielen 100 Einsätzen bei den Spezialeinheiten. Nach erneuter Sicherheitsbelehrung und einer Lageeinweisung konnte es dann auch schon losgehen, wobei bei unterschiedlichen Lichtbedingungen agiert wurde. Hierbei wurden die Auszubildenden auch körperlich belastet: 2 Stockwerke runter, einen Helm holen, natürlich noch einen Sandsack schleppen und 20 Liegestützen ausführen. 

Während der Szenarios im scharfen Schuss ertönten typische Kommandos wie "Kontakt" oder "Raum frei" in den Räumen. Der Schwierigkeitsgrad wurde gesteigert, indem die Teilnehmer nun in Zweier-Teams bei absoluter Dunkelheit mit Dienstpistole und Taschenlampe arbeiten mussten, wobei es auch nicht ständig Tipps der Ausbilder sondern nur noch die nötigsten Hilfestellungen gab.


Zum Schluss eines jeden Durchgangs erfolgt ein "Debriefing" mit Analyse und Verbesserungsvorschlägen. 

2. International Bodyguard Conference: medizinische Erstversorgung unter Stress 

Abschließend überprüften die Ausbilder in einem realitätsnahen Szenario das Gelernte aus dem Unterricht. Die Teilnehmer sollten die Handlungen rund um medizinische Erstversorgung unter taktischen Gesichtspunkten auch unter hohem Stress wirklich umsetzen. 


Der "Medic" und zwei weitere Team Wodan-Mitglieder empfingen die Teilnehmer und unterwiesen sie in den Übungsablauf: Eine Schutzperson sollte zum PKW eskortiert werden.

Explosion bei der 2. International Bodyguard Conference
Übung unter Stress: Auf der 2. International Bodyguard Conference knallte und rauchte es, um für eine realitätsnahe Umgebung zu sorgen.

Und schon ging es los: Es knallte, eine Rauchwand stieg auf und die Schüler wurden mit Paintballs unter Beschuss genommen. Der Trainer markierte die Treffer an der Schutzperson und die Personenschützer mussten sie in eine Deckung bringen und versorgen.

Personenschützer im Training
Die ehemalige Kaserne in Tschechien war für die 2. Internationale Personenschützer-Konferenz ideales Trainingsgelände.

Die Schüler versuchten, die Informationen vom ersten Tag umzusetzen, aber der Stress und die Anspannung hatten alle ein wenig gelähmt. Der Trainer stand dabei und half mit klaren, bestimmten Hinweisen, was die Teilnehmer wann und wie machen müssen. 


Zwischendurch wurde draußen immer mal wieder Lärm gemacht, um der Situation nicht den Stressfaktor zu nehmen. Man kann es kaum glauben, was man unter Einwirkung von Stress alles vergessen kann und wie hilflos man sich fühlt. 

Es wurde beobachtet, dass beim Angriff in den Bewegungsabläufen der Schüler immer eine Sekunde Stillstand herrschte. Das lag sicherlich auch daran, dass es sich nicht um ein eingespieltes Team handelte. Zudem ist solch eine Situation hinsichtlich des Stresslevels extrem fordernd.


Jedem Teilnehmer dürfte während der 2. internationalen Personenschützer-Konferenz eines bewusst geworden sein: Man lernt niemals aus.

Personenschutz-Training
Einstudierte Bewegungsabläufe bei der 2. internationalen Personenschützer-Konferenz.

"Train hard, fight hard!": Die nächste Wodan Security-Veranstaltung ist die Fachkonferenz Personenschutz vom 10. bis 11. November 2017, deren Themen sich ausschließlich dem Terror in Europa widmen werden.


Weitere Informationen zum Veranstalter der Personenschützer-Konferenz finden Sie direkt auf der Webseite von Wodan Security.

23.08.2017

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