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Deutscher Jagdverband stellt Strafanzeige gegen PETA

Der Deutsche Jagdverband (DJV) erklärte in einer Pressemitteilung, dass der Verband Strafanzeige gegen PETA gestellt hat. Unter anderem sollen die "selbst ernannten Tierrechtler" wegen falscher Verdächtigung angezeigt werden, so der DJV.

Jäger rücken regelmäßig ins Fadenkreuz der Tierschutzorganisation PETA und diese erstatten immer wieder Anzeige. Bei der Jagd sollen Tiere ohne vernünftigen Grund getötet oder ihnen erhebliche Schmerzen oder Leiden zugefügt werden - so die Tierrechtler. Erst im November 2016 hat PETA 90 Jäger und 30 Treiber einer großen Drückjagd in Mecklenburg-Vorpommern angezeigt. Der "Nordkurier" hat darüber berichtet.

PETA schwingt im ganzen Land die Justiz-Keule mit dem Pauschalvorwurf und nervt nicht nur Jäger, sondern und vor allem auch die Justiz mit ihren Strafanzeigen. Denn in den allermeisten Fällen sind echte Straftaten nicht erkennbar. So auch bei der revierübergreifenden Drückjagd in Mecklenburg-Vorpommern. 

Wildschwein im Wald
Wildschäden durch den hohen Sauenbestand betreffen Landwirte und Gartenbesitzer.

In diesem Fall sind übrigens 67 Sauen erlegt worden - die Medien berichteten über eine "Rekordstrecke", was neben einem Internet-Shitstorm von Jagdgegnern auch die Strafanzeige der Tierrechtler nach sich zog. Doch selbst Richtern und Staatsanwälten sind sich bewusst darüber, dass diese Jagden dem Ziel dienen, den ausufernden Sauenbestand zu reduzieren. Es gibt keinerlei konkrete Hinweise darüber, dass bei der Jagd irgendeine Bestimmung oder ein Gesetz gebrochen wurde. Das Verfahren gegen die Jäger und Treiber wurde bereits wieder eingestellt. 

PETA wettert gegen Jäger

Es scheint, dass PETA darauf zielt, die legale und nötige Jagd sowie alle beteiligten Waidmänner und -frauen in ein schlechtes Licht zu rücken. "Was PETA macht, ist nichts weiter als ein schlechter PR-Gag, der regelmäßig und grundlos die deutschen Behörden beschäftigt", sagte DJV-Präsidiumsmitglied Ralph Müller-Schallenberger. Die echte Problematik hat PETA nicht erkannt. 

Beispielsweise betreffen die hohen Wildschäden großer Population an Schwarzwild viele Landwirte und vermehrt auch Gartenbesitzer. Invasive Wildarten wie der Waschbär bedrohen die einheimischen Wildtiere und die Jagd auf Füchse dient dem Artenschutz anderer Tierarten, da die Fuchsbestände zu explodieren drohen.

Fuchs
Der Fuchsbestand droht in Deutschland zu explodieren. Die Jagd regelt den Artenschutz anderer Wildarten.

Immer wieder stützen sich angebliche Tierrechtler von PETA auf die Floskel "Die Natur regelt sich selbst", um gegen die legale und notwendige Jagd Stimmung zu machen. "Es gibt keine Bauernhof-Idylle, wo Menschen und Tiere, egal ob Fleisch- oder Pflanzenfresser, friedlich nebeneinander leben", sagte Müller-Schallenberg. 

Die Selbstregulierungsmechanismen der Natur sind in erster Linie Tierseuchen, die mit großem Leid für die Tiere verbunden sind. Aus reinem Selbstschutz hat der Mensch laut DJV beispielsweise die Füchse erfolgreich gegen Tollwut geimpft und so in den Naturhaushalt eingegriffen. Die Folge: Weil eine Regulierung fehlt, hat sich der Fuchsbestand seit den 1980er Jahren in Deutschland etwa verdreifacht. Zum Nachteil der Beutetiere, zu denen viele seltene Vogelarten gehören. Steigende Fuchsbestände führen darüber hinaus zu einem erhöhten Ansteckungsrisiko durch Räude (Parasiten) und Staupe (Virus). Beide können auf Haustiere übertragen werden und sorgen für einen qualvollen Tod. Die Bejagung von Füchsen ist demnach aktiver Tier- und Artenschutz.

Haltlose Anzeigen von PETA

Das Stellen von Strafanzeigen kostet die PETA übrigens keinen Cent - Anzeigen sind für den Antragsteller kostenlos. Zweifelhaft bleibt, ob das auch die Unterstützer der Tierschutzorganisation wissen. 

Der DJV steht als Verband hinter den etwa 382.000 Jägern in Deutschland und bezieht nun mit der Gegenanzeige eindeutig Stellung. Der Jagdverband reagiert damit auf die unbegründeten Vorwürfe von PETA. Weiterhin rät der DJV Jägern, sich bei PETA-Anzeigen mit allen rechtlichen Mitteln zu wehren. Betroffene könnten wegen Straftaten wie Verleumdung ebenfalls Anzeige erstatten und auf Unterlassung klagen.

Wir von all4hunters.de können das Vorgehen nur unterstützen, denn auch wir sind Jäger! Wir sind es leid die Zielscheibe schlecht informierter Personenkreise zu sein, die keinerlei Zusammenhänge im Gesamtbild verstehen.


Weitere Informationen zum Deutschen Jagdverband finden Sie direkt auf der Webseite des DJV.

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