Gasdrucklader

Vorteile, Nachteile und Varianten von Gasdruckladern

Was ist ein Gasdrucklader?


Der Begriff Gasrucklader beschreibt eine Funktionsweise bei selbstladenden Schusswaffen. Es ist bei Selbstladegewehren das verbreitetste Verschluss-System.

Bei einem Gasdrucklader wird ein Teil des Treibgases zum Repetieren des Verschlusses abgezweigt. Das funktioniert durch eine Bohrung in der Laufwandung. Mit der Energie dieses unter hohem Druck stehenden Gases wird der Verschluss des Gewehres entriegelt und geöffnet. Gleichzeitig wird die leere Patronenhülse ausgeworfen. Beim darauf folgenden Schließen des Verschlusses durch die Verschlussfeder wird eine neue Patrone ins Patronenlager eingeführt.


Welche Vor- und Nachteile ein Gasdrucklader mit sich bringt und welche bekannten Modelle es gibt, erfahren Sie am Ende der Seite.

Vorteile eines Gasdruckladers


Ein großer Vorteil von Gasdruckladern ist, dass die Verriegelung des Verschlusses relativ sicher ist. Die Gase betätigen den Selbstlademechanismus nämlich erst, nachdem das Geschoss die Bohrung in der Laufwandung passiert hat. Zudem wird durch die Trägheit des Mechanismus der Verschluss erst mit ausreichender Verzögerung entriegelt.
Zudem können Gasdrucklader auf verschiedene Munitionssorten eingestellt werden, indem der Schütze die entweichenden Treibgase erhöht oder reduziert. Bei Gasdruckladern kommen deswegen meist starke Munitionen zum Einsatz.


Nachteile eines Gasdruckladers


Im Gegensatz zu Rückstoßladern sind Gasdrucklader durch den Gaskolben und das Gasgestänge relativ schwer und groß. Des Weiteren entsteht durch die abgeleiteten Treibgase eine erhöhte Verschmutzung an der Waffe – besonders im Bereich des Stellventils und der Gasentnahmebohrung. Das hat zur Folge, dass es zu einem ungleichmäßigen Schussverhalten kommen kann. 


Varianten von Gasdruckladern


Bei Gasdruckladern gibt es verschiedene Systeme. Bei den meisten Systemen wirken die Gase auf den Gaskolben und dieser überträgt die Kraft über ein Gasgestänge auf den Verschlussträger. Gaskolben, Gasgestänge und Verschlussträger können bei dieser Variante aus mehreren Bauteilen bestehen oder zu einem einzigen Bauteil (z. B. Sturmgewehr AK-47) zusammengefasst sein.

Bei der zweiten Variante werden die Gase durch ein Gasrohr in das Waffeninnere geleitet und wirken gleich unmittelbar auf den Verschlussträger. Durch den Wegfall des Gaskolbens und des Gasgestänges sind Gasdrucklader mit diesem System deutlich leichter. Jedoch gelangen heiße Gase und Pulverrückstände direkt in die Waffe. Dadurch kann es schneller zu Funktionsstörungen durch Ablagerungen kommen.


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