Druckluftgewehr – Was für eine Waffe ist das?

Waffenart, Einsatz, Technik und rechtliche Aspekte

Was sind Druckluftwaffen?

Druckluftwaffen sind umgangssprachlich auch bekannt als Luftgewehre oder Luftpistolen. Häufig werden die Waffen auch als Luftdruckgewehr bezeichnet. Dieser Begriff ist technisch jedoch nicht korrekt, da die Waffen unter Anwendung von Druckluft funktionieren. Das hat aber nichts mit dem Luftdruck an sich zu tun.


Einsatz von Druckluftwaffen

Druckluftwaffen kommen in erster Linie im Sport zum Einsatz. Luftgewehr- und Luftpistolenschießen sind sogar Olympische Disziplinen.


Einfachere Modelle der Waffe werden zudem an Schießbuden (z. B. auf dem Jahrmarkt) verwendet. Des Weiteren gibt es auch spezielle Druckluftwaffen für Paintball-Spiele oder das Geländespiel Airsoft.

 

Häufig kommen Druckluftwaffen auch bei Tierärzten oder im Zoo zum Einsatz, um so Betäubungspfeile zu verschießen. Der Einsatz von Druckluftgewehren zum Zweck der Schädlingsbekämpfung ist jedoch untersagt.


Infos zu verschiedenen Varianten der Druckluftgewehre und wie es in Deutschland mit der Rechtslage aussieht finden Sie am Ende der Seite.

Die Technik einer Druckluftwaffe

Es gibt verschiedene Arten von Druckluftgewehren. Im Allgemeinen sind Druckluftwaffen Schusswaffen, die einen Schuss mit Hilfe von Luft, Gasdruck oder Federdruck abgeben. 


Bei der Variante mit Luft wird gespeicherte Druckluft bei der Schussabgabe durch ein Ventil gedrückt und treibt so das Geschoss an. Vor jedem Schuss wird dabei eine definierte Luftmenge aus dem ersten Druckbehälter an einen zweiten Druckbehälter abgegeben. So werden für alle Schüsse gleiche Druckverhältnisse geschaffen.

Bei einem Gasantrieb wird kaltes Treibgas (z. B. Kohlendioxid Co2) verwendet, um das Geschoss bei der Schussabgabe zu bewegen. Da der Druck in der Gas-Kapsel in Abhängigkeit von der Außentemperatur und dem Füllstand steht, sind Druckgaswaffen weniger präzise als Druckluftwaffen.

Die dritte Variante funktioniert mit Federdruck. Dabei wird ein federbelasteter Kolben genutzt, der in einem Zylinder ein Luftpolster erzeugt und somit das Geschoss antreibt. Der Kolben wird jedoch am Ender der Bewegungsstrecke durch die Federspannung gegen die Zylinderwand geschlagen ("Prellschlag"). Dadurch sind Federdruckwaffen häufig nicht so genau wie Druckluftwaffen. Einen Bericht über das Federdruck-Modell Ares Amoeba Striker S1finden Sie hier.

Erwerb und Besitz

Bei Druckluftwaffen gibt es sowohl erlaubnisfreie als auch erlaubnispflichtige Waffen.
Druckluftwaffen, die eine Geschossenergie unter 0,5 Joule haben, fallen nicht unter das Waffengesetz (WaffG) und sind frei erhältlich. Das ist häufig bei Airsoft- und Paintballwaffen der Fall. Sehen diese Waffen jedoch "echten Waffen" ähnlich, gilt sie als Anscheinswaffe. Das Führen in der Öffentlichkeit ist dann grundsätzlich verboten, auch wenn es sich nur um Spielzeug handelt, wie es bei Airsoftwaffen der Fall ist.

Beträgt die Geschossenergie zwischen 0,6 und 7,5 Joule handelt es sich um erlaubnisfreie Waffen, die an Volljährige Personen verkauft werden dürfen. Zudem muss die Waffe mit einem F in einem Fünfeck gekennzeichnet sein.

Hat die Druckluftwaffe eine Geschossenergie über 7,5 Joule, ist sie erlaubnispflichtig. Für den Erwerb und den Besitz müssen also eine Waffenbesitzkarte und ein Waffenschein vorhanden sein.

Für Geschosse der Druckluftwaffe gibt es keine waffenrechtlichen Bestimmungen. Jedoch darf nur auf zugelassenen Schießständen und Grundstücken, bei denen der Eigentümer versichert, dass die Geschosse das Gelände nicht verlassen, geschossen werden.

Hier können Sie die aktuellen Änderungen im Waffengesetz nachlesen.


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