Bleifreie Munition für die Jagd

Munitionsarten, Gesetzteslage und weitere wichtige Infos zu bleifreier Munition

Welche Arten von bleifreier Munition gibt es?


Das Angebot an bleifreier Munition in Deutschland ist sehr hoch. Das zeigt, dass die Munitionsindustrie unter Hochdruck arbeitet und auch die Nachfrage immer weiter steigt. Für jeden Zweck gibt es mittlerweile die passenden bleifreien Geschosse und für den Jäger ist es kein Problem mehr, nur mit bleifreier Munition zu schießen. Bei Drückjagden sind schnell expandierende oder sich teilweise zerlegende Konstruktionen eine gute Wahl, während bei der Jagd auf schweres Wild und bei großen Schussdistanzen die Konstruktionen mit hohem Restgewicht und guter Außenballistik, passend sind. Wer also bleifreie Munition einsetzen will (oder muss) hat jede Menge Möglichkeiten.


Wie die Gesetzeslage für das Schießen mit bleifreier Munition aussieht und auf was sie beim Schießen mit bleifreier Munition noch achten müssen, erfahren Sie am Ende der Seite.

 


Gesetzeslage für das Schießen mit bleifreier Munition


Bleihaltige Munition wird zunehmend verboten. Jedoch gibt es noch kein einheitliches Gesetz in Deutschland, das bleihaltige Munition verbietet. So ist es von Bundesland zu Bundesland immer noch verschieden mit welcher Munition geschossen werden darf. In Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg ist bleihaltige Munition komplett verboten. In allen Bundesländern, außer in Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt, muss zumindest auf Staatsforst bleifrei geschossen werden. Gleiches gilt für den Schießnachweis. Nur in Bayern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gibt es staatliche Forstverwaltungen, die diesen nicht für notwendig halten.

Auf Dauer gesehen geht es doch deutlich Richtung Verbot der bleihaltigen Munitionen. Die EU-Kommission möchte in einem neuen Verfahren den Bleianteil in Schrotmunitionen auf maximal 1% festlegen. Bis Juni 2018 soll in diesem Falle eine Entscheidung getroffen werden.


Welche bleifreie Munition passt zu welcher Waffe?


Wenn Sie sich dazu entschlossen haben mit bleifreier Munition zu schießen, gibt es – wie bei jeder Munition – einiges zu beachten. Sollten Sie beispielsweise mit einer amerikanischen Waffe schießen, sollte auch auf Munition eines amerikanischen Herstellers zurückgegriffen werden. Sowohl Hornady, Barnes, Remington oder Federal haben bleifreie Munitionssorten im Angebot. Wird nämlich deutsche Munition aus einer amerikanischen Waffe verschossen, kann es unter Umständen zu Ablagen kommen, da Freiflug, sowie Zug- und Feldmaße andere Standards beinhalten. Genau so kann das natürlich in umgekehrter Form passieren. Dieses Detail kann bereits eine Fehlerquelle für mangelnde Präzision sein, die relativ leicht ausgeschlossen werden kann.


Zudem empfehlen wir Ihnen bei oder nach dem Umstieg von bleihaltiger auf bleifreie Munition einen Besuch im örtlichen Schießkino. Denn bleifreie Munition fliegt zumeist mit einer höheren Geschwindigkeit als ihr bleihaltiger Vorgänger. Daher benötigt sie natürlich nicht ganz so große Vorhaltemaße. Um auf der Jagd mit bleifreien Patronen letztendlich besser und vor allem waidgerecht zu treffen, sollten Sie das richtige Vorhaltemaß im Schießkino einüben und trainieren


Härtegrad von bleifreier Munition


Bleifreie Geschosse sind härter als bleihaltige Munitionen. Deshalb erzielen Sie in der Regel eine höhere Durchschlagskraft. Die Deformationswirkung und das Ansprechen sind dagegen geringer als bei klassischer bleihaltiger Munition. Deswegen sollten bei bleifreier Munition leichtere Geschosse gewählt werden, damit sich Tötungswirkung und Wildbretentwertung die Waage halten.


Auf all4shoters.com finden Sie verschiedene Testberichte und die neuesten Informationen über bleifreie Munition.


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