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Rückrufaktion: RUGER Mark IV Kleinkaliberpistole

RUGER Mark IV Pistole Rückruf

13.06.2017 - Das US-Unternehmen RUGER ruft weltweit Pistolen des Modells Mark IV im Kaliber .22lfB zurück. In einzelnen Fällen ist es vorgekommen, dass sich unbeabsichtigt Schüsse aus der Kleinkaliberpistole gelöst haben. Wir sagen Ihnen, um welche Modelle es sich genau handelt.

Das Team von all4shoters.com

Die Rückrufaktion von RUGER betrifft Mark IV Pistolen, die vor dem 1. Juni 2017 produziert wurden. Darin sind die Modelle Mark IV Target, Hunter, Competition, 22/45, 22/45 Lite und 22/45 Tactical enthalten. Vor allem sind die Versionen mit der Seriennummer beginnend mit "4" oder "WBR" betroffen. Die Mark IV Pistolen mit der Seriennummer "5" haben mit der Aktion nichts zu tun.

Rückrufaktion RUGER Mark IV: der Grund

Kleinkaliberpistole RUGER Mark IV
Bei der Rückrufaktion von RUGER sind alle Modellreihen der Mark IV Pistolen betroffen

Bei den oben genannten RUGER Mark IV im Kaliber .22 lfB ist es tatsächlich unter gewissen Umständen vorgekommen, dass sich Schüsse gelöst haben. Das konnte unter folgenden Bedingungen geschehen: 


Die Waffe wird geladen und eine Patronen befindet sich im Patronenlager. Nun wird die Pistole gesichert, aber nicht vollständig bis zum Anschlag, sondern in einer Mittelstellung zwischen "feuerbereit" und "sicher". Wenn Sie nun den Abzug betätigen und der Schuss nicht löst, kann es passieren, dass sich ein Schuss löst, wenn Sie den Sicherungshebel in Richtung "feuerbereit" bewegen. 


Dieses Problem nimmt RUGER zum Anlass, einen Rückruf zu veranlassen und das komplette Griffstück auszutauschen.

Wie können Sie feststellen, dass Ihre RUGER Mark IV Pistole betroffen ist?

Sie können relativ einfach, auch ohne Munition, feststellen, ob Ihre Pistole betroffen ist:

Sie laden die Waffe mit leerem Magazin durch und stellen die Sicherung in die Mittelstellung zwischen "sicher" und "feuerbereit". Sie betätigen den Abzug und die Waffe sollte nicht abschlagen. Wenn Sie dann die Sicherung in Richtung "feuerbereit" bewegen, kann die Waffe abschlagen. Dann muss auf jeden Fall das Griffstück ausgetauscht werden.

RUGER Mark IV Hunter Pistole
RUGER empfiehlt, Teile der Kleinkaliberpistole Mark IV austauschen zu lassen

Der Waffenhersteller RUGER empfiehlt, die betroffenen Pistolen nicht mehr zu benutzen, bevor die Teile ausgetauscht sind. Selbstverständlich müssen Sie selbst entscheiden, ob Sie Ihre Waffe auf einem Schießstand und bei sicherer Handhabung weiter benutzen können. Wir sowie der Importeur Heinz Henke raten allerdings sicherheitshalber davon ab!


Aus Sicherheitsgründen sollten Sie auf jeden Fall das betroffene Stück austauschen lassen, weil nicht bekannt ist, ob dieses Problem auch nachträglich auftreten kann. Im Moment ist Ihre RUGER Mark IV möglicherweise sicher, aber keiner kann sagen, ob dies auch in Zukunft so sein wird.

RUGER Pistole gesichert
Die umgearbeiteten Versionen der RUGER Mark IV Pistole sind einfach zu erkennen.

Unsere Empfehlung: Schauen Sie sich die Seriennummer Ihres Mark IV Modells an und lassen Sie das Griffstück der Pistole auf jeden Fall austauschen. Vorsorge ist hier definitiv besser als Nachsorge!  


Doch leider kann der Austausch erst dann starten, wenn die benötigten Ersatz-Griffstücke auch vorrätig bei den Waffenfachhändlern sind. Dies kann eine gewisse Zeit dauern, weil für alle Waffenteile in den USA eine Exportgenehmigung benötigt wird. 

Mark IV und 22/45 Pistolen von RUGER, die bereits mit einem neuen Sicherheitssystem ausgestattet wurden, sind einfach zu identifizieren. Sie haben den Buchstaben "S" in einem weißen Kreis, der sichtbar wird, wenn die Pistole gesichert ist.


Weitere Informationen zur Rückrufaktion der RUGER Mark IV Pistolen finden Sie auf der Webseite.

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